The National Times - Türkischer Außenminister: Iranische Vergeltungsangriffe in Golfstaaten "falsche Strategie"

Türkischer Außenminister: Iranische Vergeltungsangriffe in Golfstaaten "falsche Strategie"


Türkischer Außenminister: Iranische Vergeltungsangriffe in Golfstaaten "falsche Strategie"
Türkischer Außenminister: Iranische Vergeltungsangriffe in Golfstaaten "falsche Strategie" / Foto: © AFP/Archiv

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat die Vergeltungsangriffe des Iran gegen Ziele in den Golfstaaten als Fehler bezeichnet. "Die Bombardierung arabischer Länder durch den Iran ohne jegliche Unterscheidung – Oman, Katar, Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien – alle – ist meiner Meinung nach eine unglaublich falsche Strategie", sagte Fidan am Dienstag dem Sender TRT Haber. "Sie erhöht das Risiko in der Region erheblich."

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Auch aus der Perspektive des Iran selbst seien die Angriffe auf die arabischen Staaten "eine äußerst fehlgeleitete Strategie". Fidan sagte, die meisten Golfstaaten hätten "tatsächlich sehr hart daran gearbeitet, den Krieg zu verhindern". Diese Länder hätten dem Iran "keinen Schaden zugefügt". "Sie hatten ihren Luftraum nicht für die angreifende Seite geöffnet, sie hatten keine Flugzeuge aus ihrem Hoheitsgebiet starten lassen", sagte er. Die Reaktion des Iran zeige, wie ernst dessen Bedrohungswahrnehmung geworden sei. "Die zugrunde liegende Strategie scheint zu sein: 'Wenn ich untergehe, werde ich die Region mit mir in den Abgrund reißen.'"

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.

Der Iran greift auch die Infrastruktur in mit den USA verbündeten Golfstaaten wie Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar an. Am Dienstag wurde unter anderem die Ölinfrastruktur in den Golfstaaten vom Iran angegriffen. Das staatliche Unternehmen QatarEnergy setzte infolge iranischer Raketenangriffe die Produktion von Materialien wie von Polymer, Methanol und Aluminium aus, nachdem der Konzern wegen Angriffen auf zwei Standorte am Montag bereits die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) eingestellt hatte.

A.M.Murray--TNT

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