The National Times - Zusammenstöße mit indischer Polizei bei Protesten gegen Tötung Chameneis in Kaschmir

Zusammenstöße mit indischer Polizei bei Protesten gegen Tötung Chameneis in Kaschmir


Zusammenstöße mit indischer Polizei bei Protesten gegen Tötung Chameneis in Kaschmir
Zusammenstöße mit indischer Polizei bei Protesten gegen Tötung Chameneis in Kaschmir / Foto: © AFP

Im indischen Teil der Konfliktregion Kaschmir ist es am Montag bei Protesten gegen die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Einsatzkräfte hätten in "geringem Umfang" Tränengas eingesetzt, als die Demonstranten ihre Aufforderungen ignorierten, teilte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Demonstranten gingen bereits am zweiten Tag in Folge auf die Straße.

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Am Sonntag waren die Proteste zehntausender Menschen in der mehrheitlich von Muslimen bewohnten Region gegen die US-israelischen Angriffe auf den Iran friedlich geblieben.

Am Montag wurden Schulen für zwei Tage geschlossen und die Bewegungsfreiheit durch die Sperrung wichtiger Straßen eingeschränkt. Es handle sich um eine "Vorsichtsmaßnahme" infolge eines Streikaufrufs durch eine Gruppe muslimischer Organisationen, erklärten die Behörden.

Zu den Zusammenstößen kam es, als die Sicherheitskräfte die Protestteilnehmer in der Stadt Srinagar daran hinderten, zum abgeriegelten Hauptplatz zu gelangen.

Auch in anderen Teilen Kaschmirs fanden Demonstrationen statt, bei denen Menschen Porträts Chameneis, des 2020 getöteten iranischen Generals der Revolutionsgarden Kassem Soleimani und des 2024 von Israel getöteten Hisbollah-Anführers Hassan Nasrallah hielten. Sie skandierten gegen Israel und die USA gerichtete Parolen und schwenkten Flaggen des Iran und der Hisbollah.

Kaschmir, wo eine bedeutende Anzahl schiitischer Muslime lebt, hat traditionell Verbindungen zum Iran, dessen Gelehrte als Wegbereiter des Islam in der Region gelten. Chamenei war bei einem Besuch in Kaschmir in den frühen 80er Jahren herzlich empfangen worden.

In der Himalya-Region Kaschmir schwelt seit Jahrzehnten ein Konflikt zwischen Indien und Pakistan um die Kontrolle über das Gebiet. Im April 2025 flammte der Konflikt durch einen Anschlag mit 26 Toten im indisch kontrollierten Teil von Kaschmir wieder auf. Indien bombardierte mehrere Ziele in Pakistan, Islamabad antwortete mit Gegenangriffen, 70 Menschen wurden getötet. Seit Mai gilt eine Waffenruhe.

Die Region Kaschmir ist seit der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans im Jahr 1947 geteilt. Beide Länder beanspruchen Kaschmir vollständig für sich. Aufgrund des Konflikts kam es bereits zu zwei Kriegen und zahlreichen bewaffneten Auseinandersetzungen.

Indiens seit Mai 2014 amtierender Premierminister Narendra Modi hatte in den vergangenen Jahren die Beziehungen zu Israel vertieft. Bei einem Besuch in der vergangenen Woche sprach er unter anderem vor der Knesset und verkündete, Israel und Indien würden gemeinsam "den Terrorismus bekämpfen". Er kündigte zudem eine verstärkte Kooperation in verschiedenen Bereichen, darunter Energie und Technologie, an.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere führende Vertreter der Streitkräfte und der Regierung getötet. Als Reaktion greift der Iran seit Samstag Israel sowie mehrere Staaten in der Golfregion an.

J.Sharp--TNT

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