The National Times - KI auf Vormarsch: Presse und Rundfunk fordern bessere Rahmenbedingungen

KI auf Vormarsch: Presse und Rundfunk fordern bessere Rahmenbedingungen


KI auf Vormarsch: Presse und Rundfunk fordern bessere Rahmenbedingungen
KI auf Vormarsch: Presse und Rundfunk fordern bessere Rahmenbedingungen / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts des Vordringens der Künstlichen Intelligenz (KI) haben Vertreter von Presse und Rundfunk in Deutschland eine bessere Regulierung für die Medienlandschaft gefordert. "Medien drohen zu reinen Daten- und Inputlieferanten für KI-Systeme zu werden und journalistische Inhalte durch KI-generierte Zusammenfassungen ersetzt zu werden", erklärten die Sendeanstalten ARD und ZDF sowie Verbände von Zeitungsverlagen, digitalen Medienhäusern sowie des privaten Rundfunks am Dienstag. Dies sei "nicht hinnehmbar".

Textgröße ändern:

Aufgrund unzureichender Regulierung und Defiziten bei der Durchsetzung geltenden Rechts könnten globale Techplattformen die Inhalte redaktioneller Medien ausbeuten und in eigenen KI-Informationsangeboten präsentieren, "ohne selbst in Recherche, Informationsbeschaffung und journalistisch-redaktionelle Inhalte zu investieren". Daher brauche es "faire Rahmenbedingungen".

Handlungsbedarf sehen die Sender und Verbände unter anderem beim Urheberrecht. Journalistische Anbieter müssten "die volle Kontrolle über die Nutzung ihrer Inhalte durch KI-Anbieter und -Plattformen behalten". Das Verfügungsrecht publizistischer Medienanbieter über redaktionelle Inhalte müsse gestärkt werden. KI-Plattformen, die auf journalistische Inhalte zugreifen oder diese wirtschaftlich verwerten, müssten per Gesetz zu einer angemessenen Vergütung verpflichtet werden.

Auch das Medienrecht muss nach Ansicht der Pressevertreter geschärft werden, um die Medienvielfalt "gegen die Marktmacht digitaler KI-Gatekeeper" abzusichern. Journalistische Inhalte müssten in KI-generierten Antworten präsent bleiben und so für die Rechtinhaber verwertbar werden.

Unterstützt werden die Forderungen neben ARD und ZDF vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger, dem Medienverband der freien Presse, der führender Verband der Zeitschriftenverlage in Deutschland ist, sowie von Vaunet, dem Spitzenverband der Audio- und audiovisuellen Medienunternehmen, der auch den privaten Rundfunk vertritt.

B.Scott--TNT

Empfohlen

US-Journalistenverband kritisiert Trumps Hausverbot gegen Reporter scharf

Der Verband der über den US-Präsidenten berichtenden Journalisten hat ein von Donald Trump verkündetes Hausverbot gegen den Nachrichtensender CNN und zwei weitere Medien scharf kritisiert und dessen sofortige Aufhebung gefordert. Der Schritt verstoße gegen den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung, der die Pressefreiheit garantiert, erklärte der Verband der White-House-Korrespondenten am Samstag. Er forderte die Trump-Regierung auf, "den Zugang unserer Kollegen sofort wiederherzustellen".

Huthis melden Angriffe auf saudiarabische Hauptstadt und Ölanlagen am Roten Meer

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben "wichtige" Ziele in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sowie Ölanlagen am Roten Meer angegriffen. Huthi-Kämpfer hätten mithilfe "einer großen Anzahl ballistischer Raketen und Marschflugkörper sowie Drohnen" zwei erfolgreiche Militäreinsätze ausgeführt, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Samstag im Onlinedienst Telegram. Augenzeugen hatten zuvor von Explosionen in Riad sowie von schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens berichtet.

Französische Rechtspopulistin Le Pen spricht sich gegen russische Einflussnahme aus

Gut sieben Monate vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist die Kandidatin des rechtspopulistischen Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, auf Distanz zur russischen Regierung gegangen. Diese könne nicht darauf hoffen, durch "Einschüchterung, Drohungen, Destabilisierung oder psychologischen Druck direkt oder indirekt die Politik Frankreichs zu diktieren", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit RN-Parteichef Jordan Bardella.

Weißes Haus verwehrt Journalisten von CNN und weiteren US-Medien den Zutritt

Einen Tag nach einem von US-Präsident Donald Trump gegen sie verhängten Hausverbot hat das Weiße Haus Journalisten der US-Sender CNN und MS NOW sowie des Nachrichten-Portals Politico am Samstag den Zutritt verwehrt. Die betroffenen Medien verurteilten Trumps Schritt als Verletzung der US-Verfassung und kündigten an, weiterhin über die Regierung zu berichten.

Textgröße ändern: