The National Times - Linke fordert Anstieg des Arbeitgeberanteils bei der Rente auf 60 Prozent

Linke fordert Anstieg des Arbeitgeberanteils bei der Rente auf 60 Prozent


Linke fordert Anstieg des Arbeitgeberanteils bei der Rente auf 60 Prozent
Linke fordert Anstieg des Arbeitgeberanteils bei der Rente auf 60 Prozent / Foto: © AFP/Archiv

Die Linke will die Arbeitgeber bei der Finanzierung der Rente stärker zur Kasse bitten. Die Partei wolle erreichen, "dass der Arbeitgeber einen höheren Anteil zahlt, bis zu 60 Prozent", sagte Linken-Chefin Ines Schwerdtner am Montag im ZDF. Sie kritisierte, dass der Arbeitnehmeranteil bei der Rente aktuell "viel, viel größer" sei als jener des Arbeitgebers.

Textgröße ändern:

Grundsätzlich teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung je zur Hälfte. Es handelt sich damit um eine paritätische Finanzierung. Diese sei jedoch durch überwiegend durch die Arbeitnehmer finanzierte zusätzliche Altersvorsorge-Instrumente "aufgegeben" worden, kritisiert die Linke in einem Papier, das der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag.

Die Partei nennt hier unter anderem die Riesterrente und zitiert eine Befragung der Riesterversicherten. Demnach beträgt der durchschnittliche Eigenbetrag zur Riesterrente 2,8 Prozent des Bruttolohns. Bei Betriebsrenten befürchtet die Linke ebenfalls, dass die Arbeitnehmer einen höheren Teil im Vergleich zu den Arbeitgebern tragen.

"Wir müssen die Beiträge wieder gerecht verteilen", betonte Schwerdtner. Dies sei notwendig, damit "die Renten stabil bleiben und damit unser Rentensystem insgesamt stabil bleibt".

Die Linke sieht sich bei ihrer Forderung nach höheren Arbeitgeberanteilen durch ein Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags bestätigt. Diesem zufolge hat der Gesetzgeber einen großen Spielraum, wie er die Finanzierung der Sozialversicherung ausgestaltet. Eine nicht-paritätische Finanzierung, also zum Beispiel ein höherer Arbeitgeber-Anteil bei der Rente, wäre demnach verfassungsgemäß.

Die Linkspartei fordert neben höheren Arbeitgeber-Anteilen einen Stärkung der gesetzlichen Rente. Hier müsse das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent angehoben werden, heißt es im Papier der Partei.

Aktuell liegt das Rentenniveau bei 48 Prozent des aktuellen Durchschnittseinkommens. Das Rentenniveau ist dabei eine reine Rechengröße: Es ist das Verhältnis der sogenannten Standardrente - nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittslohn - zum Durchschnittsverdienst aller Versicherten.

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

Weißes Haus: Trump spricht mit Sicherheitsberatern über iranischen Vorschlag

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Weißen Hauses am Montag mit seinen führenden Sicherheitsberatern über einen iranischen Vorschlag zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus gesprochen. Ein entsprechendes Angebot aus Teheran "wird diskutiert", sagte Sprecherin Karoline Leavitt. Ob Trump den Vorschlag annehmen werde, wollte Leavitt nicht sagen.

Floridas Gouverneur DeSantis legt Plan zum Neuzuschnitt der Wahlkreise vor

Der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, hat am Montag seinen Plan zur Neuordnung der Wahlkreise für die US-Zwischenwahlen im November vorgestellt. Der Republikaner begründete den Neuzuschnitt mit demografischen Veränderungen in seinem Bundesstaat. Der Vorgang könnte der Partei von US-Präsident Donald Trump vier zusätzliche Sitze im Repräsentantenhaus in Washington bescheren. Das Parlament des Bundesstaats muss der Neuregelung noch zustimmen.

Israels Verteidigungsminister: Hisbollah-Miliz "spielt mit dem Feuer"

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat vor ernsthaften Folgen der ablehnenden Haltung der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zu Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon gewarnt. Hisbollah-Chef Naim Kassem "spielt mit dem Feuer, und das Feuer wird die Hisbollah und den gesamten Libanon verbrennen", sagte Katz am Montag nach Angaben seines Büros.

Trotz weiterer Debatten: Kabinett soll Haushalts-Eckpunkte Mittwoch beschließen

Um den Haushalt 2027 wird in der Regierung weiter gerungen. Gleichwohl sollen die Eckpunkte für den Etat und die mittelfristige Finanzplanung bis 2030 am Mittwoch wie geplant vom Kabinett beschlossen werden, wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag in Berlin klarstellte. Zusätzlichen Schulden erteilte er eine klare Absage.

Textgröße ändern: