The National Times - Von Trump angeordnete Nationalgarde-Einsätze haben 2025 fast 500 Millionen Dollar gekostet

Von Trump angeordnete Nationalgarde-Einsätze haben 2025 fast 500 Millionen Dollar gekostet


Von Trump angeordnete Nationalgarde-Einsätze haben 2025 fast 500 Millionen Dollar gekostet
Von Trump angeordnete Nationalgarde-Einsätze haben 2025 fast 500 Millionen Dollar gekostet / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die Kosten für die umstrittenen Einsätze der Nationalgarde in mehreren Großstädten der USA im vergangenen Jahr belaufen sich nach einer Schätzung des Haushaltsbüros des Kongresses auf nahezu 500 Millionen Dollar. Wie der Chef des parteiunabhängigen Büros (CBO), Phillip Swagel, am Mittwoch mitteilte, betragen die Kosten für die von Präsident Donald Trump angeordneten Einsätze in Städten wie Washington und Los Angeles etwa 496 Millionen Dollar (414 Millionen Euro).

Textgröße ändern:

Der CBO-Chef äußerte sich auf die Anfrage eines Abgeordneten der oppositionellen Demokraten. Er führte aus, dass der Einsatz von Soldaten in der Hauptstadt Washington mit mehr als 2600 Einsatzkräften und Kosten in Höhe von 223 Millionen Dollar der teuerste war. Der Einsatz in Los Angeles kostete rund 193 Millionen Dollar. In die kalifornische Metropole wurden zwar mehr Nationalgardisten entsandt, ihr Einsatz war aber kürzer.

Die Einsätze werden dem CBO zufolge voraussichtlich auch in diesem Jahr mit weiteren Millionenbeträgen pro Monat zu Buche schlagen. Die Kosten künftiger Einsätze seien jedoch "höchst ungewiss", da Umfang, Dauer und Einsatzort "schwer vorherzusagen" seien, erklärte Swagel.

Bei der möglichen Fortsetzung der aktuellen Einsätze veranschlagte der CBO-Chef monatliche Kosten in Höhe von sechs Millionen Dollar für die 350 Einsatzkräfte in New Orleans und 28 Millionen Dollar für die 1500 Einsatzkräfte in Memphis. Der Einsatz der Nationalgarde in Washington schlage mit 55 Millionen Dollar pro Monat zu Buche.

Die Nationalgarde war 2025 auf Trumps Geheiß in einer Reihe demokratisch regierter Städte im Einsatz. Dazu zählen die US-Hauptstadt Washington, Los Angeles, Memphis und Portland. Ähnliche Entsendungen drohte er unter anderem San Francisco und Baltimore an. Er begründet alle diese Einsätze mit angeblich ausufernder Gewalt und einer akuten Bedrohung der öffentlichen Sicherheit.

M.Davis--TNT

Empfohlen

"Strategische Partnerschaft": Vietnam und EU bauen Zusammenarbeit aus

Vietnam und die Europäische Union vertiefen ihre diplomatischen Beziehungen und bauen ihre Zusammenarbeit aus. "Wir heben unsere Beziehungen auf die höchste Ebene - zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft", sagte EU-Ratspräsident António Costa am Donnerstag bei einem Besuch in Vietnam. Diese Aufwertung spiegele die "Tiefe und Breite" der Zusammenarbeit zwischen der beiden Seiten wider, sagte Costa unter Bezugnahme auf Bereiche wie Handel, Technologie und Sicherheit.

Merz geht auf Distanz zu Trump: Kritik an Zolldrohungen und Nato-Äußerungen

Nach den Turbulenzen im transatlantischen Verhältnis hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Distanz zur Politik von US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht. In einer Regierungserklärung im Bundestag kritisierte Merz am Donnerstag Trumps wiederholte Zolldrohungen und dessen abfällige Äußerungen über den Einsatz der Nato in Afghanistan. Angesichts des Großmachtgebarens der USA müsse Europa "selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen", wenn es selbst eine Macht in der Welt sein wolle, sagte der Kanzler.

Einwohnerzahl in Deutschland schrumpft: Geburtendefizit größer als Zuwanderung

Die Einwohnerzahl in Deutschland ist im vergangenen Jahr als Folge deutlich zurückgehender Zuwanderungszahlen um etwa 100.000 Menschen gesunken. Damit lebten zum Jahresende rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Es war der erste Bevölkerungsrückgang seit dem Jahr 2020, dem ersten Jahr der Corona-Pandemie. Zwischen 2011 und 2024 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Jahres 2020 als Folge von Einwanderung gewachsen.

Kallas erwartet Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas geht davon aus, dass die iranischen Revolutionsgarden auf die sogenannte EU-Terrorliste gesetzt werden. "Wir setzen neue Sanktionen auf die Liste, und ich erwarte außerdem, dass wir uns darauf einigen, die Iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste zu setzen", sagte Kallas am Donnerstag vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. "Wer als Terrorist handelt, sollte auch als Terrorist behandelt werden", argumentierte sie.

Textgröße ändern: