The National Times - Kallas erwartet Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation

Kallas erwartet Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation


Kallas erwartet Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation
Kallas erwartet Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation / Foto: © AFP

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas geht davon aus, dass die iranischen Revolutionsgarden auf die sogenannte EU-Terrorliste gesetzt werden. "Wir setzen neue Sanktionen auf die Liste, und ich erwarte außerdem, dass wir uns darauf einigen, die Iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste zu setzen", sagte Kallas am Donnerstag vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. "Wer als Terrorist handelt, sollte auch als Terrorist behandelt werden", argumentierte sie.

Textgröße ändern:

Die Aufnahme auf die Liste würde die Revolutionsgarden "auf eine Stufe mit Al-Kaida, Hamas und dem IS" stellen, sagte Kallas mit Verweis auf andere Gruppen auf der Liste.

Von den 27 EU-Ländern galt insbesondere Frankreich lange als Gegner einer Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation. Am Mittwochabend sprach sich die französische Regierung dann jedoch auch für diesen Schritt aus. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot begründete dies am Donnerstag in Brüssel damit, dass es für die im Iran "begangenen Verbrechen keinerlei Straflosigkeit" geben dürfe. Vergangene Woche hatte bereits Italien einen ähnlichen Kurswechsel vollzogen.

Die Aufnahme auf die Terrorliste gilt vor allem als symbolischer Schritt, da die EU die Revolutionsgarden bereits in ihrer Gesamtheit im Zusammenhang mit der Lieferung von Massenvernichtungswaffen sanktioniert hat. Zudem wurden zahlreiche Mitglieder der Truppe mit Sanktionen belegt. Diese beinhalten ein Einfrieren jeglicher Vermögenswerte in der EU sowie ein Einreise- und ein Finanzierungsverbot.

Im Zuge der kurz vor dem Jahreswechsel ausgebrochenen Proteste gegen die Führung im Iran haben iranische Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten tausende Menschen getötet, Zehntausende wurden festgenommen. Die Behörden verhängten zeitweise eine Internetsperre. Die Revolutionsgarden spielten bei der Niederschlagung der Proteste eine maßgebliche Rolle.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Von Trump angeordnete Nationalgarde-Einsätze haben 2025 fast 500 Millionen Dollar gekostet

Die Kosten für die umstrittenen Einsätze der Nationalgarde in mehreren Großstädten der USA im vergangenen Jahr belaufen sich nach einer Schätzung des Haushaltsbüros des Kongresses auf nahezu 500 Millionen Dollar. Wie der Chef des parteiunabhängigen Büros (CBO), Phillip Swagel, am Mittwoch mitteilte, betragen die Kosten für die von Präsident Donald Trump angeordneten Einsätze in Städten wie Washington und Los Angeles etwa 496 Millionen Dollar (414 Millionen Euro).

Einwohnerzahl in Deutschland schrumpft: Geburtendefizit größer als Zuwanderung

Die Einwohnerzahl in Deutschland ist im vergangenen Jahr als Folge deutlich zurückgehender Zuwanderungszahlen um etwa 100.000 Menschen gesunken. Damit lebten zum Jahresende rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Es war der erste Bevölkerungsrückgang seit dem Jahr 2020, dem ersten Jahr der Corona-Pandemie. Zwischen 2011 und 2024 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Jahres 2020 als Folge von Einwanderung gewachsen.

Starmer und Xi drängen auf engere Beziehungen zwischen London und Peking

Der britische Premierminister Keir Starmer und Chinas Staatschef Xi Jinping haben auf engere Beziehungen zwischen London und Peking gedrängt. Es sei entscheidend, das bilaterale Verhältnis weiterzuentwickeln und "Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu identifizieren, aber auch einen sinnvollen Dialog über Bereiche zu führen, in denen wir unterschiedlicher Meinung sind", sagte Starmer während eines Treffens mit Xi in Peking. China sei ein "entscheidender Akteur auf der Weltbühne".

Ex-Außenminister Joschka Fischer plädiert für atomare Aufrüstung Europas

Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat sich für eine europäische Atombombe ausgesprochen. "Europa muss das machen, denn die amerikanische Schutzgarantie ist ab sofort ungewiss", sagte Fischer dem "Tagesspiegel" (Donnerstag). Eine rein nationale atomare Bewaffnung Deutschlands lehnte er ab.

Textgröße ändern: