The National Times - Bericht: Pistorius will dieses Jahr 20.000 Freiwillige für Wehrdienst gewinnen

Bericht: Pistorius will dieses Jahr 20.000 Freiwillige für Wehrdienst gewinnen


Bericht: Pistorius will dieses Jahr 20.000 Freiwillige für Wehrdienst gewinnen
Bericht: Pistorius will dieses Jahr 20.000 Freiwillige für Wehrdienst gewinnen / Foto: © AFP

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will schon im ersten Jahr 20.000 Freiwillige für den neuen Wehrdienst rekrutieren. In einem Brief an die Regierungsfraktionen, aus dem der "Spiegel" am Donnerstag zitierte, schreibt Pistorius, er sei "überzeugt, dass uns dies gelingen wird". In dem Dokument skizziert Pistorius demnach seine wichtigsten Projekte für das Jahr 2026.

Textgröße ändern:

Die Zielmarke von 20.000 Freiwilligen für den neuen Wehrdienst kann als ambitioniert gelten. Im vergangenen Jahr meldeten sich nach "Spiegel"-Informationen nur etwas mehr als 12.000 Männer und Frauen für den bereits existierenden Freiwilligen Wehrdienst - deutlich weniger, als sich die Bundeswehr vorgenommen hatte.

Der im vergangenen Jahr vom Bundestag verabschiedete neue Wehrdienst soll für junge Menschen deutlich ansprechender werden als das bisherige Modell. Vor allem die bessere Bezahlung soll mehr Männer und Frauen zur Bundeswehr locken, zudem soll der Dienst selbst deutlich attraktiver werden.

In dem Brief an die Fraktionen schreibt Pistorius dem Bericht zufolge, er plane einen "sinnstiftenden und attraktiven Dienst", dies sei sein "klares Bekenntnis und Ziel". Im Sommer 2027 wolle er sein Modell evaluieren, um möglicherweise Änderungen vorzunehmen.

Der neue Wehrdienst, der weitgehend freiwillig ist, wurde von der Koalition aus Union und SPD nach langem Ringen Ende 2025 beschlossen. Schon in den kommenden Tagen, schreibt Pistorius, wolle er die ersten Fragebögen für den Dienst verschicken.

"In wenigen Tagen werden die ersten 18-Jährigen kontaktiert, um gezielt Bereitschaft und Qualifikation abzufragen und für den Dienst in der Bundeswehr zu werben", zitierte der "Spiegel" aus dem Brief des Ministers.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Syrische Übergangsregierung verkündet Waffenruhe mit Kurden in Aleppo

Nach tagelangen tödlichen Gefechten und der Flucht zahlreicher Zivilisten in Aleppo hat die syrische Übergangsregierung eine Waffenruhe in mehreren Vierteln der Großstadt verkündet. Die Waffenruhe in den Vierteln Scheich Maksud, Aschrafijeh und Bani Seid solle eine "erneute militärische Eskalation" verhindern, erklärte das Verteidigungsministerium in der Nacht zum Freitag. Die USA begrüßten die Waffenruhe und dankten allen Beteiligten für ihre "Zurückhaltung".

Von der Leyen und Costa von Syriens Präsident al-Scharaa in Damaskus empfangen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa sind zu einem Besuch in Syrien eingetroffen. Al-Scharaa habe die beiden hochrangigen EU-Vertreter am Freitag in Damaskus empfangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Es ist der erste Besuch der EU-Spitzen in Syrien seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024. Die Visite erfolgt kurz nach neuen tödlichen Gefechten zwischen Soldaten der islamistischen Übergangsregierung und kurdischen Kämpfern.

Coronamittel illegal verkauft: Apothekerin in Nürnberg zu Haftstrafe verurteilt

Weil sie in der Pandemiezeit im Januar 2023 verbotenerweise mit dem Coronamedikament Paxlovid handelte, soll eine Apothekerin aus München ins Gefängnis. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte die 60-Jährige am Donnerstagabend zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren, wie eine Sprecherin mitteilte. Außerdem darf sie ihren Beruf vier Jahre lang nicht mehr ausüben.

Russland setzt bei neuen Angriffen auf Ukraine Hyperschallrakete Oreschnik ein

Bei neuen nächtlichen Angriffen auf die Ukraine hat Russland die Hyperschall-Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. In der Nacht zu Freitag hätten die russischen Streitkräfte mit Hilfe der Oreschnik "strategische Ziele" in der Ukraine angegriffen, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Besonders stark betroffen war nach ukrainischen Angaben der Westen des Landes. In Kiew meldeten die Behörden mindestens vier Todesopfer. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sprach von einem "Test" für die westlichen Verbündeten seines Landes.

Textgröße ändern: