The National Times - Medien: Polizist im Iran bei Zusammenstößen mit Demonstranten erstochen

Medien: Polizist im Iran bei Zusammenstößen mit Demonstranten erstochen


Medien: Polizist im Iran bei Zusammenstößen mit Demonstranten erstochen
Medien: Polizist im Iran bei Zusammenstößen mit Demonstranten erstochen / Foto: © AFP

Bei Ausschreitungen währen der seit fast zwei Wochen andauernden Demonstrationen im Iran ist Medienberichten zufolge ein Polizist getötet worden. Der Mann sei bei einem Einsatz "zur Eindämmung von Unruhen" erstochen worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Bei den Protesten in weiten Teilen des Landes hatte es bereits zuvor Tote gegeben. Laut offiziellen Angaben in iranischen Medien wurden 15 Menschen getötet, darunter auch Sicherheitskräfte.

Textgröße ändern:

Die in Norwegen ansässige Nichtregierungsorganisation Iran Human Rights (IHR) erklärte, die iranischen Sicherheitskräfte hätten in den vergangenen Tagen mindestens 27 Demonstranten getötet, darunter fünf Minderjährige. Mehr als 1000 Menschen seien zudem festgenommen worden.

Präsident Massud Peseschkian rief die Sicherheitskräfte am Mittwoch zur Zurückhaltung gegenüber friedlich Demonstrierenden auf. Anders sei es bei gewalttägigen "Aufrührern", ordnete Peseschkian laut Vizepräsident Mohammed Dschafar Ghaempanah jedoch an.

Seit Ende Dezember kommt es in zahlreichen Städten im Iran zu Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage, inzwischen richten sich die Demonstrationen auch gegen die politische Führung des Landes. Bislang sind 25 von 31 Provinzen des Landes betroffen, wie eine auf offiziellen Meldungen in iranischen Medien basierende AFP-Zählung ergab.

Die Demonstrationen erreichten bisher nicht das Ausmaß der Protestwelle von 2022. Damals hatte der Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini in Polizeigewahrsam massive Proteste ausgelöst.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Xi und Putin heben bei Treffen in Peking enge Beziehungen ihrer Länder hervor

Kreml-Chef Wladimir Putin und der chinesische Staatschef Xi Jinping haben zum Auftakt ihres Treffens in Peking die enge Zusammenarbeit zwischen ihren Ländern hervorgehoben. Trotz "ungünstiger äußerer Umstände" zeichnete sich die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder durch "eine starke, positive Dynamik" aus, sagte Putin am Mittwoch zu Xi in der Großen Halle des Volkes, wie Aufnahmen russischer Medien zeigten. "Unsere Beziehungen haben heute ein beispiellos hohes Niveau erreicht."

Trump sagt Teilnahme an G7-Gipfel in Frankreich zu

US-Präsident Donald Trump reist im Juni zum G7-Gipfel nach Frankreich. Trump werde an dem vom 15. bis 17. Juni geplanten Treffen teilnehmen, sagte ein Mitarbeiter des Weiße Hauses am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Trumps Teilnahme war zuvor nicht offiziell bestätigt worden.

Bundesfinanzhof urteilt über Grundsteuer in Baden-Württemberg

Am Bundesfinanzhof (BFH) in München fällt am Mittwoch (09.00 Uhr) die erste Entscheidung über eine Grundsteuer in einem Bundesland. Es geht um das baden-württembergische Modell. Geklagt hatten Grundstückseigentümer, die seit der Reform mehr zahlen müssen als vorher. Sie werden unter anderem vom Bund der Steuerzahler unterstützt. (Az. II R 26/24 und II R 27/24)

Kabinett befasst sich mit Plänen zum Ausbau des Zivilschutzes

Die Bundesregierung will den Zivilschutz in Deutschland massiv ausbauen. Das Bundeskabinett berät dazu am Mittwoch (10.00 Uhr) über Eckpunkte für einen "Pakt für den Bevölkerungsschutz" von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Bis 2029 sollen damit zehn Milliarden Euro investiert werden, etwa in Ausrüstung und Personal des Technischen Hilfswerks (THW). Geplant ist unter anderem ein Bauprogramm, um die THW-Gebäude krisensicher zu machen. Zudem sollen 1000 Spezialfahrzeuge beschafft werden.

Textgröße ändern: