The National Times - Erfassung von Arbeitszeit an Bremer Schulen: Senat darf Startpunkt bestimmen

Erfassung von Arbeitszeit an Bremer Schulen: Senat darf Startpunkt bestimmen


Erfassung von Arbeitszeit an Bremer Schulen: Senat darf Startpunkt bestimmen
Erfassung von Arbeitszeit an Bremer Schulen: Senat darf Startpunkt bestimmen / Foto: © AFP/Archiv

Der Bremer Senat darf den Startpunkt für die Erfassung der Arbeitszeit an Schulen selbst festlegen. Er darf auch entscheiden, welche technischen Mittel dafür genutzt werden, wie das Oberverwaltungsgericht der Hansestadt am Mittwoch entschied. Bremen bereitet für das Schuljahr 2026/2027 ein Pilotprojekt zur Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte vor.

Textgröße ändern:

Grundlage sind dem Senat zufolge Urteile des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesarbeitsgerichts, die eine lückenlose Dokumentation der Arbeitszeit für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorschreiben.

Der Personalrat Schulen und der Senat waren sich über den Starttermin und einige andere Einzelheiten nicht einig, der Personalrat wollte früher starten. Eine Einigungsstelle entschied zugunsten des Personalrats, dem folgte der Senat aber nicht. Ein Antrag des Personalrats beim Verwaltungsgericht hatte keinen Erfolg.

Das Oberverwaltungsgericht änderte dessen Beschluss nun ab. Den Zeitpunkt und die technische Methode der Erfassung - etwa auf dienstlichen Tablets oder Listen - darf der Senat demnach selbst bestimmen. Dass die Arbeitszeit erfasst werden müsse, sei bereits gesetzlich geregelt, erklärte das Gericht zur Begründung. Der Zeitpunkt fällt demnach nicht unter die Mitbestimmung.

Die Regeln der Einigungsstelle zur schrittweisen Einführung, der Art der zu erfassenden Daten und der Evaluierungspflicht sind dem Gericht zufolge dagegen verbindlich. Es ließ keine Rechtsbeschwerde gegen seinen Beschluss zu, dagegen kann aber noch vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig vorgegangen werden.

Bildungssenator Mark Rackles (SPD) begrüßte die "Klarstellung des Oberverwaltungsgerichts". Ziel bleibe es, "ein Pilotprojekt zur Arbeitszeiterfassung zum Schuljahr 2026/2027 an Bremer und Bremerhavener Schulen zu starten". Andere Bundesländer verfolgten das Projekt "mit großem Interesse", erklärte er.

P.Murphy--TNT

Empfohlen

Syrische Armee bombardiert kurdische Stadtviertel von Aleppo

In Syrien dauern die heftigen Gefechte zwischen Truppen der Übergangsregierung und kurdischen Kämpfern in der Großstadt Aleppo an. Auch am Donnerstag bombardierte die Armee kurdisch kontrollierte Stadtteile, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Militärkreise meldete. Zuvor war eine Frist zur Evakuierung der Zivilbevölkerung abgelaufen.

USA: Tödliche Schüsse von ICE-Mitarbeitern auf Frau lösen Proteste aus

In den USA haben die auf Video festgehaltenen tödlichen Schüsse eines Mitarbeiters der US-Einwanderungsbehörde ICE auf eine Autofahrerin in Minneapolis Empörung und Proteste ausgelöst - während US-Präsident Donald Trump und weitere Regierungsvertreter das Vorgehen verteidigten. Im nahe Minneapolis gelegenen Fort Snelling versammelten sich am Donnerstag zahlreiche Menschen zu lautstarken Protesten gegen ICE, mit Pfefferkugel-Pistolen und Tränengas bewaffnete Sicherheitskräfte gingen dagegen vor. Heimatschutzministerin Kristi Noem bezichtigte die getötete Frau des "inländischen Terrorismus".

Russland erklärt ausländische Truppen in der Ukraine zu "legitimen Zielen"

Russland hat den Westen mit deutlichen Worten vor der Stationierung ausländischer Soldaten in der Ukraine gewarnt: Diese würden als "legitime militärische Ziele" betrachtet, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau. Sie reagierte damit auf die jüngsten Beratungen der Ukraine-Verbündeten in Paris, bei denen Frankreich und Großbritannien ihre Absicht bekräftigten, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe zu dessen Absicherung in die Ukraine zu schicken.

Forensischer Bericht: Türkischer Umweltjournalist mutmaßlich zu Tode geprügelt

Der türkische Umweltjournalist Hakan Tosun, der im Oktober nach einem Angriff in Istanbul gestorben war, ist einem forensischen Bericht zufolge mutmaßlich zu Tode geprügelt worden. Der von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Bericht "weist auf einen Schädelbruch hin", der durch "mehrere Schläge, insbesondere viele Tritte gegen den Kopf" verursacht worden sei, sagte der die Familie des verstorbenen Journalisten vertretende Anwalt Onur Cingli am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern: