The National Times - Grönland: Wadephul für Gespräche innerhalb der Nato über Stärkung der Verteidigung

Grönland: Wadephul für Gespräche innerhalb der Nato über Stärkung der Verteidigung


Grönland: Wadephul für Gespräche innerhalb der Nato über Stärkung der Verteidigung
Grönland: Wadephul für Gespräche innerhalb der Nato über Stärkung der Verteidigung / Foto: © AFP

Angesichts der wiederholten Androhung einer Annexion Grönlands durch US-Präsident Donald Trump hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf die Zugehörigkeit der Insel zur Nato verwiesen und Gespräche innerhalb der Allianz über eine Stärkung der Verteidigung angemahnt. Grönland sei Bestandteil des dänischen Königreiches, und da Dänemark der Nato angehöre, "wird auch Grönland prinzipiell von der Nato zu verteidigen sein", sagte Wadephul am Montag bei einem Besuch in Litauen.

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Wenn es "weitere Erfordernisse gibt, die Verteidigungsanstrengungen bezüglich Grönlands zu verstärken, dann werden wir das im Rahmen der Allianz miteinander zu besprechen haben", sagte der Außenminister bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem litauischen Außenminister Kestutis Budrys.

"Wir können sicherlich die Sicherheitslage in der Arktis gemeinsam mit den USA besprechen", sagte Wadephul zuvor im Deutschlandfunk. Er werde dazu auch Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio führen.

US-Präsident Trump habe "richtigerweise darauf hingewiesen", dass es ein verstärktes chinesisches und russisches Interesse an der Arktis-Region gebe, sagte der Minister dem Deutschlandfunk. "Das berührt unsere Sicherheitsinteressen." Dänemark, das für die Verteidigung Grönlands zuständig sei, "sei mit Sicherheit bereit, über diese Fragen mit den USA zu sprechen".

Dies lasse jedoch Fragen der territorialen Integrität Grönlands "völlig unberührt", betonte Wadephul. "Unsere Position ist völlig klar, die Faröer, Grönland gehören zum Königreich Dänemark, genauso wie all die Inseln in der Ostsee und die Halbinsel Jütland". Dies sei "unbestritten", und der europäische Zusammenhalt in dieser Frage sei "völlig klar".

Trump hatte zuvor mit neuen Äußerungen den Anspruch seines Landes bekräftigt und die Angst vor einer möglichen Annexion Grönlands durch die USA befeuert. "Wir brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit, und Dänemark wird nicht dazu in der Lage sein", sagte Trump am Sonntag an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One. "Wir werden uns in rund zwei Monaten um Grönland kümmern", sagte Trump und fügte hinzu: "Lassen sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen."

Hinsichtlich der von ihm angestrebten Übernahme Grönlands argumentiert Trump mit den Sicherheitsinteressen der USA und verweist auf die angebliche Präsenz Moskaus und Pekings rund um die geostrategisch günstig gelegene Insel.

F.Hammond--TNT

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