The National Times - Schwimmbad-Euro und Pflichtunterricht: Linkspartei fordert Bäderoffensive

Schwimmbad-Euro und Pflichtunterricht: Linkspartei fordert Bäderoffensive


Schwimmbad-Euro und Pflichtunterricht: Linkspartei fordert Bäderoffensive
Schwimmbad-Euro und Pflichtunterricht: Linkspartei fordert Bäderoffensive / Foto: © AFP/Archiv

Die Linkspartei hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr für den Erhalt öffentlicher Schwimmbäder zu tun und die Schwimm-Fähigkeiten besonders von Kindern mehr zu fördern. So müsse mindestens eine Milliarde Euro jährlich in die Bäder gesteckt werden, fordert die Linke am Montag in einem Fünf-Punkte-Plan, den die Parteiführung am Mittag vorstellen will. Weitere Forderungen sind unter anderem ein verpflichtender Schwimmunterricht an Grundschulen und erschwinglichere Eintrittspreise.

Textgröße ändern:

Zuerst hatte der "Stern" über den Plan der Linken berichtet. "Wenn Kinder nicht mehr schwimmen lernen, weil das nächste Bad dicht ist, dann läuft in diesem Land was verdammt schief", erklärte Parteichef Jan van Aken. "Schwimmen ist kein Hobby – es ist lebenswichtig."

Die Linke begründet ihre Forderungen mit einem gewachsenen Anteil von Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern sowie gestiegenen Zahlen von Badeunfällen. "Immer mehr Kinder im Grundschulalter in Deutschland können nicht schwimmen. Dabei ist Schwimmen eine Fähigkeit, die Leben retten kann", schreibt die Partei in ihrem Forderungskatalog. Grund für die Entwicklung seien marode oder geschlossene Schwimmbäder und zu hohe Eintrittspreise. "Das darf so nicht weitergehen. Schwimmbäder (...) retten Leben", heißt es in dem Papier.

Als Lösung sieht die Linke höhere Investitionen in die Bäder. "Es braucht mindestens eine Milliarde Euro jedes Jahr – allein für Schwimmbäder – bis Mitte der 2030er Jahre, um den Sanierungsstau zu beenden", schreibt die Partei. Zudem brauche es "barrierefreie Zugänge, ökologische Technik" und "gute Aufenthaltsqualität" in den Bädern.

Darüber hinaus fordert die Linke einen verpflichtenden Schwimmunterricht für Kinder im Grundschulalter. "Dafür brauchen wir ausreichend Wasserzeiten, Lehrpersonal und vor allem funktionierende Bäder in erreichbarer Nähe zum Wohnort." Gegen die Personalnot bei Bademeistern und Schwimmlehrern plädiert die Linke für Tarifbindung sowie die Möglichkeit der Freistellung vom Job. Die Eintrittspreise müssten zudem sinken und dürften für Kinder und Jugendliche nicht über einem Euro liegen, fordert die Partei.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Venezolanische Oppositionsvertreterin Macero in ihre Heimat zurückgekehrt

Die venezolanische Oppositionsvertreterin Claudia Macero ist aus dem zweijährigen Exil in ihre Heimat zurückgekehrt. Macero wurde am Sonntagabend am Flughafen in Caracas von hunderten Anhängern empfangen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP feststellte. Die 34-Jährige gilt als wichtigste Stellvertreterin der Oppositionsführerin María Corina Machado.

Wadephul reist zu Antrittsbesuch in die Niederlande

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Montag zu seinem Antrittsbesuch in die Niederlande. In Den Haag trifft er zunächst seinen niederländischen Kollegen Tom Berendsen zu Gesprächen über den EU-Haushalt, die weitere Unterstützung der Ukraine sowie die bilaterale militärische Zusammenarbeit. Danach ist am Nachmittag gegen 16.30 Uhr eine Preesekonferenz geplant. Das Deutsch-Niederländische Korps hatte kürzlich eine Führungsrolle in der Nato-Verteidigungsplanung für Estland und Lettland übernommen.

EU-Verteidigungsminister beraten über Patriot-Raketen für die Ukraine

Die Verteidigungsminister der EU beraten am Montag in Brüssel unter anderem darüber, wie die Ukraine mit mehr Raketen des US-Luftabwehrsystems Patriot ausgestattet werden kann. Ein Vorschlag sieht nach Angaben eines ranghohen EU-Beamten vor, dass Mitgliedstaaten ihren Platz in der Warteschlange für Bestellungen mit der Ukraine tauschen. Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz vor ballistischen Raketen aus Russland.

CDU-Generalsekretärin Hoppermann warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linker in Berlin

Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann Grüne und SPD in scharfer Form vor einer Koalition mit der Linken gewarnt - und diese zu einem Bündnis mit ihrer Partei aufgefordert. "Es gibt eine andere Mehrheit mit der Union. SPD und Grüne müssen nun für sich entscheiden, ob sie sich zum Steigbügelhalter von linken Extremisten machen wollen", sagte Hoppermann der "Rheinische Post" vom Montag. Die Berliner Linke sei radikal und antisemitisch.

Textgröße ändern: