The National Times - Bedeutender Schritt: Israelischer und syrischer Vertreter kommen in Baku zusammen

Bedeutender Schritt: Israelischer und syrischer Vertreter kommen in Baku zusammen


Bedeutender Schritt: Israelischer und syrischer Vertreter kommen in Baku zusammen
Bedeutender Schritt: Israelischer und syrischer Vertreter kommen in Baku zusammen / Foto: © Syrian Presidency/AFP

Es ist ein bedeutender Schritt für zwei jahrzehntelang verfeindete Länder: Je ein Vertreter Israels und Syriens sind nach Angaben aus Diplomatenkreisen am Samstag in Aserbaidschan zusammengekommen. Das persönliche Treffen habe am Rande des Besuches des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Baku stattgefunden, hieß es aus Diplomatenkreisen in Damaskus. Syrien und Israel befinden sich seit 1948 offiziell im Kriegszustand.

Textgröße ändern:

Al-Scharaa traf in Baku den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew, unter anderem wurden Gaslieferungen an Syrien vereinbart. An dem Treffen des syrischen mit dem israelischen Vertreter nahm al-Scharaa den Diplomatenangaben zufolge nicht teil. Seine Übergangsregierung hatte sich erst vor gut einer Woche bereit erklärt, zusammen mit den USA an der Wiederbelebung eines 1974 mit Israel geschlossenen Waffenstillstandsabkommens zu arbeiten.

Der Konflikt zwischen beiden Ländern dreht sich vor allem um die von Israel seit Jahrzehnten besetzten Golanhöhen. Im Jom-Kippur-Krieg von 1973 hatte Syrien erfolglos versucht, das von Israel eroberte Gebiet zurückzuerlangen - 1974 einigten sich beide Länder mit dem sogenannten Truppenentflechtungsabkommen auf einen Waffenstillstand. Die UNO richtete eine Pufferzone auf den Golanhöhen ein.

Nach dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember hatte Israel hunderte Luftangriffe in Syrien ausgeführt und Truppen in die Golan-Pufferzone im Südwesten Syriens entsandt - laut UNO ein Verstoß gegen das Abkommen von 1974. Die islamistische Übergangsregierung von Präsident al-Scharaa nahm bisher von Gegenangriffen Abstand. Die USA treten als Vermittler zwischen beiden Ländern auf.

Israels Außenminister Gideon Saar hatte unlängst Interesse an Gesprächen über die Normalisierung der Beziehung zu Syrien bekundet. Die laut UNO völkerrechtswidrig besetzten Golanhöhen würden aber "in jedem Friedensabkommen Teil des Staates Israel bleiben" müssen, betonte er.

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Amthor verzichtet nach Kritik auf Strandkorb im Kanzleramt

Der CDU-Politiker Philipp Amthor verzichtet nach umfassender Kritik auf seinen Strandkorb in seinem Büro im Kanzleramt. Amthor habe entschieden, "dass der Strandkorb abtransportiert wird", erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Montag in Berlin. Er werde zurück in Amthors Heimat "nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht".

Spahn verzichtet auf Sitz im Haushaltsausschuss

Ex-Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) wird künftig nicht mehr Mitglied des Haushaltsausschusses im Bundestag sein. Spahn werde auf seinen Sitz in dem Gremium verzichten, bestätigte Spahns Bundestagsbüro am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Spahn war in die Kritik geraten, weil er bei einer Ausschuss-Sitzung fehlte und Bilder ihn im Urlaub zeigten.

Schwedische Wahlsiegerin Andersson scheitert mit Regierungsbildung

Nach dem hauchdünnen Sieg des Mitte-Links-Lagers bei der Parlamentswahl in Schweden ist der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin Magdalena Andersson die Bildung einer Regierung nicht gelungen. Derzeit gebe es "keine Möglichkeit für mich, eine Regierung zu bilden", sagte Andersson am Montag vor Journalisten. Parlamentspräsident Andreas Norlen dürfte nun einen anderen Parteivorsitzenden mit der Regierungsbildung beauftragen - voraussichtlich den amtierenden Regierungschef Ulf Kristersson aus dem konservativen Lager.

US-Botschafter: Trump bot Xi Verkauf von Waffen an China an

Vor dem Hintergrund der Bedenken Chinas gegen Waffenverkäufe an Taiwan hat US-Präsident Donald Trump dem chinesischen Staatschef Xi Jinping bei seinem Besuch in Washington angeboten, Peking Waffen zu verkaufen. Das sagte der US-Botschafter in China, David Perdue, in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem US-Sender Fox News.

Textgröße ändern: