The National Times - UN-Menschenrechtskommissar Türk: Klimakrise bedroht Recht auf Leben

UN-Menschenrechtskommissar Türk: Klimakrise bedroht Recht auf Leben


UN-Menschenrechtskommissar Türk: Klimakrise bedroht Recht auf Leben
UN-Menschenrechtskommissar Türk: Klimakrise bedroht Recht auf Leben / Foto: © AFP

Die Klimawandel bedroht nach den Worten des UN-Menschenrechtskommissars Volker Türk das Recht auf Leben. "Steigende Temperaturen, der Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände bedrohen unser Recht auf Leben, Gesundheit, eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt und vieles mehr", sagte er am Montag bei einer Diskussion über den Klimawandel beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. Seine Äußerungen erfolgten inmitten einer Hitzewelle in Europa, die auch Deutschland erreicht.

Textgröße ändern:

"Die Klimakrise ist eine Menschenrechtskrise", fuhr Türk fort. Die derzeitige Hitzewelle "muss uns dazu veranlassen, die dringend notwendigen Anpassungsmaßnahmen zu ergreifen, damit diese Rechte nicht beeinträchtigt werden".

Wissenschaftlern zufolge sind wiederkehrende Hitzewellen ein eindeutiges Zeichen für die globale Erwärmung. Demnach kommen sie aufgrund des Klimawandels immer häufiger vor, dauern länger an und werden intensiver. Die hohen Temperaturen sind auch für die Tier- und Pflanzenwelt ein Problem.

Türk forderte die Länder auf, die auf der Klimakonferenz COP28 in Dubai gemachte Zusage zum Ausstieg aus den fossilen Energieträgern umzusetzen. Dies erfordere ein Ende der Produktion und Nutzung fossiler Brennstoffe und anderer umweltschädlicher Aktivitäten in allen Sektoren. Es sei klar, "dass unsere derzeitigen Produktions- und Konsumweisen nicht nachhaltig sind und dass erneuerbare Energien die Energiequelle der Zukunft sind", sagte Türk.

Der UN-Menschenrechtskommissar kritisierte zudem "Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie". Deren Verantwortung sei "völlig unzureichend", sie verbreiteten "Fehlinformationen und Desinformation" und förderten "falsche Lösungen und Greenwashing".

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

USA: Keine Pläne für Waffenverkauf an China

Die USA halten nach Angaben aus Washington an ihrem langjährigen Waffenembargo gegen China fest. "Die US-Regierung hat keine Pläne, Waffen an China zu verkaufen", sagte ein Regierungsvertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Er wies damit Angaben des US-Botschafters in China, David Perdue, zurück.

Eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im normalerweise gut geschützten Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach ukrainischen Angaben eine Frau getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag. Derweil wurde nach ukrainischen Angaben ein Grenzübergang zu Polen bei einem russischen Drohnenangriff beschädigt.

Nato-Kommandeur: Russlands Sabotage "immer dreister" - funktioniert aber nicht

Nach den Worten des Oberbefehlshabers der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat die "russische Sabotagekampagne" in Europa für den Kreml keinen Erfolg. Die "staatlich gesteuerte Sabotage" werde zwar "immer dreister", sagte Grynkewich am Montag vor EU-Abgeordneten. Dennoch halte das die europäischen Länder nicht davon ab, die Ukraine weiter zu unterstützen.

Großbritannien legt neues Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen auf

Großbritannien will mit einem neu aufgelegten Programm hunderte Flüchtlinge aufnehmen. "Wir werden schutzbedürftige Flüchtlinge aus aller Welt aufnehmen und ihnen die Chance auf ein neues und besseres Leben hier in Großbritannien geben", sagte Innenministerin Shabana Mahmood am Montag beim jährlichen Parteitag der regierenden Labour-Partei in Liverpool. Etwa ein Viertel der Flüchtlinge sollen Frauen und Mädchen aus Afghanistan sowie Palästinenser sein.

Textgröße ändern: