The National Times - Wissing schließt neues Ministeramt in künftiger Bundesregierung nicht aus

Wissing schließt neues Ministeramt in künftiger Bundesregierung nicht aus


Wissing schließt neues Ministeramt in künftiger Bundesregierung nicht aus
Wissing schließt neues Ministeramt in künftiger Bundesregierung nicht aus / Foto: © AFP

Der geschäftsführende Bundesverkehrsminister und Justizminister Volker Wissing (parteilos) schließt ein Ministeramt in der nächsten Bundesregierung nicht aus. Als Politiker lerne man, "Fragen dann zu beantworten, wenn sie beantwortet werden müssen", sagte Wissing dem "Berlin Playbook Podcast" des Nachrichtenportals Politico vom Freitag.

Textgröße ändern:

Auf die Frage nach seiner Reaktion auf ein mögliches Angebot, weiter Justizminister zu bleiben, wollte sich Wissing nicht festlegen. "Ich weiß nicht, wie ich mich dann entscheiden würde. Ich habe jedenfalls so eine Konstellation nicht im Blick", sagte er. Als Politiker lerne man, "Fragen dann zu beantworten, wenn sie beantwortet werden müssen".

Wissing sagte, er sei mit sich im Reinen. "Ich habe keine Entscheidung, die ich getroffen habe, zu bereuen". Wissing will ansonsten wieder als Rechtsanwalt in seiner eigenen Kanzlei arbeiten. Den Beruf habe er "immer sehr gerne gemacht".

Nach 26 Jahren in einer Partei gebe es "Dinge, die einem fehlen", aber auch welche, auf "die man gut drauf verzichten kann". Wissing nannte als Beispiel "diese kleinen, zarten Tritte in die Kniekehlen und diese ganzen Ellbogen-Geschichten, die man in der Politik so erlebt".

Wissing war in Folge des Bruchs der Ampel-Koalition im vergangenen November aus der FDP ausgetreten. Der scheidenden Bundesregierung gehört er als Verkehrs- und Justizminister an. Bei der Bundestagswahl am 23. Februar trat er nicht erneut an.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Bundeskabinett beschließt Pflegereform - Beitragserhöhung für 2027 abgewendet

Mit einem in letzter Minute gefundenen Kompromiss will die schwarz-rote Koalition weitere Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung für kommendes Jahr abwenden. Eine tiefer greifende Reform verschob die Bundesregierung aber auf Mitte 2027 - der am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedete Reformentwurf zielt vor allem auf eine kurzfristige Stabilisierung der Pflegekassen ab. Zentrale Fragen sind weiter zwischen Union und SPD umstritten.

Elterngeldreform: Prien bereit für nochmalige Prüfung der Sparmaßnahmen

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat Bereitschaft signalisiert, ihre Elterngeldreform noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Sie plädiere nach den Debatten des Sommers dafür, "dass wir uns nochmal zusammensetzen und schauen, ob die Sparmaßnahmen beim Elterngeld in diesem Umfang zielführend und gerechtfertigt sind", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Mittwoch. Offen zeigte sie sich auch dafür, die maximale Bezugsdauer von 14 Monaten doch beizubehalten.

Antisemitismusvorwurf gegen Bardella: Macron nennt Äußerungen "inakzeptabel"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die dem Rechtspopulisten Jordan Bardella zugeschriebenen antisemitischen Äußerungen als "äußerst schlimm und inakzeptabel" bezeichnet. Er forderte die Verantwortlichen der Partei Rassemblement National (RN) am Mittwoch auf, "ihre Linie zu klären". Die antisemitischen Äußerungen, die Bardella nach einem Bericht des Investigativmagazins "Mediapart" im Alter von 17 oder 18 Jahren gemacht haben soll, "müssen schärfstens verurteilt werden", sagte Macron am Rande seines Staatsbesuchs in der spanischen Hauptstadt Madrid.

Krise in Rumänien: Wahl von neuem Regierungschef im Parlament erneut gescheitert

In Rumänien hat das Parlament den pro-europäischen Politiker Siegfried Muresan als neuen Regierungschef abgelehnt und damit die seit Monaten anhaltende politische Krise in dem EU- und Nato-Land weiter verschärft. Der Europaabgeordnete erhielt am Mittwoch 182 Stimmen, nötig gewesen wären 233 Stimmen für die Bestätigung seiner Regierung.

Textgröße ändern: