The National Times - Zivilschutz: Mindestens 30 Tote durch israelische Angriffe im Gazastreifen

Zivilschutz: Mindestens 30 Tote durch israelische Angriffe im Gazastreifen


Zivilschutz: Mindestens 30 Tote durch israelische Angriffe im Gazastreifen
Zivilschutz: Mindestens 30 Tote durch israelische Angriffe im Gazastreifen / Foto: © AFP

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben am Freitag mindestens 30 Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um vorläufige Angaben, erklärte die von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Zivilschutzbehörde gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Aus dem Nasser-Krankenhaus in Chan Junis im Süden des Gazastreifens hieß es, bei einem Angriff auf die Stadt seien 25 Menschen getötet worden.

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Die israelische Armee teilte am Freitag zudem mit, sie habe eine neue Bodenoffensive im Osten der Stadt Gaza begonnen. "In den vergangenen Stunden haben Truppen mit Bodenaktivitäten in der Gegend von Schejaija" begonnen, teilte die Armee am Freitag mit. Ziel der Offensive in dem Stadtteil von Gaza sei die Ausweitung der Sicherheitszone im Grenzgebiet zu Israel.

Die Soldaten hätten "zahlreiche Terroristen und terroristische Hamas-Infrastruktur eliminiert", darunter ein Kommando- und Kontrollzentrum, das die radikalislamische Palästinenserorganisation zur Planung und Ausführung von Angriffen genutzt habe, hieß es weiter. Zivilisten hätten sich vor Beginn der Offensive über "organisierte Routen" in Sicherheit bringen können. Dies sei auch während des Bodeneinsatzes möglich.

Eine Bewohnerin des Gazastreifens berichtete AFP, sie und ihre Familie könnten das Haus ihrer Schwester in Schejaija wegen der Kämpfe nicht verlassen. "Die Lage ist sehr gefährlich, der Tod kommt von allen Seiten", schrieb sie in einer Textnachricht.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch erklärt, durch Gebietseroberungen, Angriffe und die Zerstörung von Infrastruktur im Gazastreifen den Druck auf die Hamas zu erhöhen, um die Befreiung der verbleibenden Geiseln zu erwirken. Verteidigungsminister Israel Katz hatte erklärt, im Kampf gegen "Terroristen" sollten "große Gebiete" des Gazastreifens zu "israelischen Sicherheitszonen" werden.

Der Gazastreifen wird seit Mitte März wieder massiv von Israel angegriffen. Die Armee hatte zudem einen neuen Bodeneinsatz in dem Gebiet begonnen, wo seit Mitte Januar eine Waffenruhe gegolten hatte.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Bei dem Großangriff wurden israelischen Angaben zufolge mehr als 1200 Menschen getötet. Israel ging danach massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Gesundheitsbehörde, die sich unabhängig nicht überprüfen lassen, mehr als 50.600 Menschen getötet.

A.Davey--TNT

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