The National Times - Waffenlieferungen an Israel: Designierter US-Botschafter will London Druck machen

Waffenlieferungen an Israel: Designierter US-Botschafter will London Druck machen


Waffenlieferungen an Israel: Designierter US-Botschafter will London Druck machen
Waffenlieferungen an Israel: Designierter US-Botschafter will London Druck machen / Foto: © AFP/Archiv

Der designierte US-Botschafter in Großbritannien will Druck auf die Regierung in London ausüben, um eine teilweise Aussetzung von Waffenexporten an Israel zurückzunehmen. Der Investmentbanker Warren Stephens sagte am Dienstag bei seiner Anhörung zur Bestätigung vor einem Senatsausschuss, er sei "ein wenig ratlos" über die Entscheidung des britischen Premierministers Keir Starmer. Die britische Regierung hatte im vergangenen Jahr angekündigt, wegen Völkerrechts-Bedenken Exportgenehmigungen für Israel auszusetzen.

Textgröße ändern:

"Was ich darüber gelesen habe, dass Großbritannien einige seiner Lieferungen nach Israel stoppt, ist sicherlich besorgniserregend", fuhr Stephens fort. "Ich würde meinen Teil dazu beitragen, sie zu ermutigen, diese Genehmigungen wieder in Kraft zu setzen und zu versuchen, ihnen das zu geben, was sie brauchen, um ihren Kampf fortzusetzen", sagte er mit Blick auf Israel.

Stephens antwortete auf eine Frage des republikanischen Senators Rick Scott, der sagte, dass die Labour-Partei von Starmer "Israel als Problem und nicht als Lösung" behandele. Er forderte auf zu versuchen, Großbritannien in Bezug auf Israel "aufzuklären".

Die britische Regierung hatte im September angekündigt, 30 von insgesamt 350 Exportgenehmigungen für Israel auszusetzen. Betroffen seien Waffen, die im Krieg gegen die islamistische Hamas eingesetzt werden könnten. Die Regierung in London begründete den Schritt mit der Sorge, dass die Waffen bei "einer schweren Verletzung des humanitären Völkerrechts" genutzt werden könnten. Großbritannien unterstütze weiterhin Israels Recht auf Selbstverteidigung, fühle sich aber der internationalen Rechtsstaatlichkeit verpflichtet.

US-Präsident Donald Trump ist ein entschiedener Israel-Unterstützer. Sein Außenminister Marco Rubio ordnete im vergangenen Monat die Beschleunigung der Bereitstellung von Militärhilfe in Milliardenhöhe an.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Berliner Linke trifft sich mit Grünen und SPD zu Gespräch vor möglichen Sondierungen

Elf Tage nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin treffen sich Linke, Grüne und SPD am Donnerstag (11.00 Uhr) zu einem ersten Gespräch vor möglichen Sondierungen. Bei dem Treffen auf Einladung der Linken soll geklärt werden, ob die Voraussetzungen für Sondierungsgespräche gegeben sind. Die Linke gewann die Wahl am 20. September deutlich. Spitzenkandidatin Elif Eralp kündigte anschließend an, eine Regierung mit Grünen und SPD anzustreben.

Bundesgericht prüft Herstellung von Impfstoff gegen Coronavirus durch Arzt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt am Donnerstag (11.30 Uhr) darüber, ob ein Arzt selbst einen Impfstoff gegen das Coronavirus für seine Patienten herstellen darf. Der Mediziner aus Baden-Württemberg meldete dem Karlsruher Regierungspräsidium im Sommer 2021, dass er einen solchen Impfstoff anfertige. Die Behörde verbot ihm das. (Az. 3 C 11.24)

EU-Innenminister beraten über Abschiebungen

Die EU-Innenminister treffen sich am Donnerstag in Luxemburg, um über weitere Möglichkeiten zur Förderung von Abschiebungen zu diskutieren. Laut Tagesordnung sollen die Minister darüber beraten, wie die Abschiebung von Menschen ohne Aufenthaltsrecht durch eine "verstärkte Zusammenarbeit" mit "prioritären" Drittstaaten verbessert werden kann. Gleichzeitig prüfen Deutschland und vier weitere Länder Optionen zur Einrichtung von Abschiebezentren außerhalb der EU.

Wadephul trifft europäische Außenminister in Montenegro und reist nach Italien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) berät am Donnerstag in Montenegro mit weiteren europäischen Außenministern über die Annäherung der Westbalkanstaaten an die Europäische Union. Das Treffen in der Hauptstadt Podgorica findet im Rahmen des sogenannten Berlin-Prozesses statt, den Deutschland 2014 initiiert hatte. Zum Westbalkan gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Alle sechs Staaten bewerben sich seit vielen Jahren um eine Mitgliedschaft in der EU.

Textgröße ändern: