The National Times - Westliche Staaten werfen Russland "wilde" Verschwörungstheorien zu Biowaffen vor

Westliche Staaten werfen Russland "wilde" Verschwörungstheorien zu Biowaffen vor


Westliche Staaten werfen Russland "wilde" Verschwörungstheorien zu Biowaffen vor
Westliche Staaten werfen Russland "wilde" Verschwörungstheorien zu Biowaffen vor

Westliche Staaten haben Russland im UN-Sicherheitsrat vorgeworfen, "wilde" Verschwörungstheorien über angebliche biologische Waffen der Ukraine zu verbreiten. Die britische UN-Botschafterin Barbara Woodward sagte am Freitag in New York, Russland habe die Sitzung zu angeblichen Biowaffen in dem angegriffenen Nachbarland nur beantragt, um "eine Reihe wilder, vollkommen haltloser und verantwortungsloser Verschwörungstheorien" zu äußern.

Textgröße ändern:

"Lassen Sie es mich diplomatisch ausdrücken: sie sind kompletter Unsinn", sagte Woodward weiter zu den russischen Vorwürfen. "Es gibt nicht den geringsten glaubwürdigen Hinweis, dass die Ukraine ein Programm für biologische Waffen hat."

Ähnlich äußerte sich die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield. Russland habe die Sitzung des Sicherheitsrats in New York "zu dem einzigen Zweck beantragt, zu lügen und Falschinformationen zu verbreiten". Russland wolle offenbar selbst "unter falscher Flagge" chemische Waffen in der Ukraine einsetzen. "Russland ist bekannt dafür, fälschlicherweise anderen Ländern genaue jene Verletzungen vorzuwerfen, die es selbst begeht."

Russland hat die ukrainische Regierung beschuldigt, zusammen mit den USA Labore zur Herstellung von Biowaffen zu betreiben. Die Regierung in Moskau beantragte deswegen die Sitzung des Sicherheitsrats zu dem Thema.

Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensia sagte dort, die Ukraine betreibe ein Netz von 30 Laboren, die "sehr gefährliche biologische Experimente" mit dem Ziel ausführen würden, "virale Krankheitserreger" von Fledermäusen auf den Menschen zu übertragen. Dabei gehe es unter anderem um die Pest, Cholera und Anthrax (Milzbrand). "Es wurden Experimente ausgeführt, um die Übertragung von gefährlichen Krankheiten durch aktive Parasiten wie Läuse und Flöhe zu untersuchen", sagte der Botschafter, ohne Beweise vorzulegen.

Washington und Kiew haben die russischen Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. US-Botschafterin Thomas-Greenfield sagte im Sicherheitsrat, ihr Land helfe der Ukraine durchaus - dabei gehe es aber um den Schutz vor Krankheiten. "Diese Arbeit wurde stolz, klar und öffentlich ausgeführt. Bei dieser Arbeit geht es darum, die Gesundheit von Menschen zu schützen. Sie hat nichts mit biologischen Waffen zu tun."

US-Präsident Joe Biden hatte Russland am Freitag gewarnt, das Land werde einen "hohen Preis zahlen", sollte es Chemiewaffen in der Ukraine einsetzen. Die russischen Streitkräfte hatten das Nachbarland am 24. Februar angegriffen.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Iran begeht 47. Jahrestag der Revolution inmitten großer Spannungen mit den USA

Am 47. Jahrestag der Islamischen Revolution hat Irans Präsident Massud Peseschkian die unnachgiebige Haltung Teherans im Atomstreit mit den USA bekräftigt. "Unser Land wird ihren überzogenen Forderungen nicht nachgeben", sagte Peseschkian in einer Rede auf dem zentralen Asadi-Platz in Teheran am Mittwoch. Tausende Anhänger der Regierung schwenkten iranische Fahnen. Am Dienstagabend riefen Menschen in Teheran von Balkonen Parolen gegen die Regierung - trotz der brutalen Niederschlagung der jüngsten Protestwelle.

Nato startet Arktis-Mission "Arctic Sentry"

Vor dem Hintergrund der Debatte um die Sicherheit in der Arktis hat die Nato ihre Mission "Arctic Sentry" gestartet. Die Mission werde "die Stärke der Nato" nutzen, um sicherzustellen, "dass die Arktis und der Hohe Norden sicher bleiben", erklärte der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, am Mittwoch. Die Mission folgt Forderungen von US-Präsident Donald Trump, die Arktis vor russischem und chinesischem Einfluss zu schützen.

Le-Pen-Prozess geht zu Ende: Termin für Urteilsverkündung erwartet

Das für ihre Präsidentschaftskandidatur entscheidende Berufungsverfahren gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen soll am Mittwoch mit der Bekanntgabe des Termins für die Urteilsverkündung enden. Bis dahin standen noch die Plädoyers der Verteidigung an, die sich bemühen wollte, einen Freispruch oder zumindest eine geringere Strafe zu erreichen, die mit einer vierten Präsidentschaftskandidatur Le Pens vereinbar sein könnte. Mit dem Urteil in dem Verfahren, in dem es um die Veruntreuung von EU-Geldern geht, wird im Sommer gerechnet.

SPD-Politikerin Möller: Kampfjetsystem FCAS wird nicht "als Gesamprojekt scheitern"

Trotz Berichten über ein Ende des deutsch-französischen Kampfjetprojekts FCAS glaubt die SPD-Verteidigungspolitikerin Siemtje Möller an die Zukunft des Rüstungsvorhabens. Sie glaube nicht, "dass FCAS als Gesamtprojekt scheitern wird", sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende am Mittwoch im Deutschlandfunk. Möller ließ allerdings offen, ob dabei noch ein Kampfjet gemeinsam mit Frankreich entwickelt wird oder nur andere Teile des Luftkampfsystems wie Drohnen.

Textgröße ändern: