The National Times - CSU fordert Einzelheiten zu 100-Milliarden-Sonderfonds für Bundeswehr

CSU fordert Einzelheiten zu 100-Milliarden-Sonderfonds für Bundeswehr


CSU fordert Einzelheiten zu 100-Milliarden-Sonderfonds für Bundeswehr
CSU fordert Einzelheiten zu 100-Milliarden-Sonderfonds für Bundeswehr

Angesichts des eskalierenden Kriegs in der Ukraine hat die CSU von der Bundesregierung eine engere Einbindung in deren sicherheits- und verteidigungspolitische Überlegungen gefordert. "Bislang ist das unklar", sagte CSU-Chef Markus Söder am Montag vor einer virtuellen Vorstandssitzung seiner Partei in München. Er verwies dabei speziell auf die Ankündigung, einen mit 100 Milliarden Euro gefüllten Sonderfonds zur Stärkung der Bundeswehr aufzulegen.

Textgröße ändern:

"Wir brauchen für die 100 Milliarden einen Vorschlag, wann und was genau gemacht werden soll", sagte Söder. Union und Bundesregierung stünden zusammen, jedoch sei die Union kein "Mehrheitsbeschaffer". Es bleibe aus Sicht der CSU unklar, ob sich die Ampelkoalition intern dabei einig sei. "Deswegen ist für uns ganz entscheidend, dass wir in den nächsten Tagen genau mitgeteilt bekommen, was die Bundesregierung an Planungen hat und vor allem wie sie konkret umgesetzt werden."

Söder forderte den Einsatz des 100-Milliarden-Sonderfonds vor allem für die schnelle Steigerung der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr, etwa durch Erwerb von Munition und Ersatzteilen. "Alle derzeitigen Systeme müssen in kürzester Zeit einsatzfähig sein, alle", sagte der bayerische Ministerpräsident. Darüber hinaus müsse das Geld für neue "taktische Systeme" verwendet werden. Der bayerische Regierungschef nannte dabei unter anderem Luftschutz, Drohnen und die Cyberabwehr.

Die CSU signalisierte zugleich ihre Unterstützung für eine mögliche deutsche Lieferung weiterer Defensivwaffen an die Ukraine. "Da wäre ich offen", sagte Söder. Es sei sinnvoll, über weitere Lieferungen nachzudenken. Es sei ersichtlich, dass Defensivwaffen eine "recht hohe Wirkung" hätten. Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, sagte vor der Vorstandssitzung, die CSU unterstütze die Bemühungen der Bundesregierung, die "Verteidigungsfähigkeit" der Ukraine zu stärken.

Die CSU forderte vom Bund zugleich die Übernahme der "Koordination" der Aufnahme ukrainischer Kriegsflüchtlinge. Erforderlich seien jetzt klare Organisationsstrukturen sowie finanzielle Zusagen an die Länder und Kommunen, sagte Söder. Dobrindt forderte die Vorbereitung eines "Verteilungsschlüssels" für die Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland und innerhalb der EU. Es sei damit zu rechnen, dass es "in Kürze zu erheblichen Fluchtbewegungen kommen wird", fügte Dobrindt an.

F.Hughes--TNT

Empfohlen

Trump begrüßt AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt als "wirklich großen Abend"

Zwei Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat US-Präsident Donald Trump den Wahlerfolg der vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuften AfD als "wirklich großen Abend" begrüßt. Die AfD nannte er am Dienstag (Ortszeit) auf seiner Onlineplattform Truth Social zwar nicht ausdrücklich, schrieb aber: "Wow! Die populistische Partei in Deutschland hatte gerade einen wirklich großen Abend."

Rubio will "natürliche Beziehungen" zwischen USA und Kolumbien erneuern

US-Außenminister Marco Rubio will nach eigenen Worten die zuletzt deutlich verschlechterten Beziehungen der USA mit Kolumbien erneuern. Beide Länder hätten die Chance, nicht nur ihre "natürlichen Beziehungen" wiederherzustellen, sagte Rubio am Dienstag bei einem Besuch in dem südamerikanischen Land Journalisten. Sie würden auch in eine neue Phase der Zusammenarbeit eintreten, die "noch stärker" sei als zuvor.

US-Gericht stoppt Weitergabe von Migranten-Steuerdaten an ICE

Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE darf keinen Zugriff auf vertrauliche Steuerzahlerdaten von Migranten ohne Aufenthaltstitel erhalten. Das Berufungsgericht für den Hauptstadtbezirk Washington erklärte eine Vereinbarung von ICE mit der Steuerbehörde IRS aus dem vergangenen Jahr am Dienstag für rechtswidrig. Das Gericht bestätigte ein erstinstanzliches Urteil, das die Weitergabe der Angaben von 1,28 Millionen Menschen vorerst gestoppt hatte.

Serbien: Vucic kündigt Parlamentswahl für den 25. Oktober an

Die von der Opposition in Serbien seit langem geforderten Neuwahlen sollen am 25. Oktober stattfinden. In einem am Dienstagabend vom staatlichen Fernsehsender RTS ausgestrahlten Interview sagte Präsident Aleksandar Vucic, er werde am Mittwoch einen Erlass zur Auflösung des Parlaments unterzeichnen und die Neuwahl umgehend einberufen. Am Montag hatte die Regierung die Auflösung des Parlaments vorgeschlagen und damit den Weg für Neuwahlen geebnet.

Textgröße ändern: