The National Times - Proteste in zahlreichen europäischen Städten gegen Moskaus Krieg in der Ukraine

Proteste in zahlreichen europäischen Städten gegen Moskaus Krieg in der Ukraine


Proteste in zahlreichen europäischen Städten gegen Moskaus Krieg in der Ukraine
Proteste in zahlreichen europäischen Städten gegen Moskaus Krieg in der Ukraine

In zahlreichen europäischen Städten sind am Samstag zehntausende Menschen gegen Russlands Krieg in der Ukraine auf die Straßen gegangen. In Paris und Zagreb kamen mehrere tausend Menschen zusammen, aus Hamburg und Zürich wurden jeweils zehntausende Demonstranten gemeldet, und in Rom nahmen Tausende an einem Friedenszug teil. Auch außerhalb Europas wurde demonstriert: In der US-Ostküstenmetropole New York gingen tausende Menschen auf die Straße.

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Es ist bereits das zweite Wochenende, an dem Organisationen und Gewerkschaften in zahlreichen Städten zu Protesten gegen den Krieg in der Ukraine aufgerufen haben. Am vergangenen Wochenende waren hunderttausende Menschen in ganz Europa auf die Straße gegangen, darunter einige tausend in Russland, über 100.000 in Berlin, 70.000 in Prag und 40.000 in Madrid.

In der französischen Hauptstadt Paris zeigten sich die Menschen zu weiteren Protesten entschlossen: "Wir werden jedes Wochenende hier sein, in Paris oder anderswo, bis Putin geht, seine Panzer abzieht", sagte Aline Le Bail-Kremer, ein Mitglied der Organisation Stand With Ukraine, welche die Demonstration zusammen mit anderen Gruppen organisiert hat. Nach Angaben des französischen Innenministeriums demonstrierten am Samstag landesweit rund 42.000 Menschen.

In Rom nahmen die Menschen an einem Friedenszug durch die Stadt teil."Keine Soldaten, Italien raus aus der Nato", forderte mehrere Teilnehmer in dem Zug, an dessen Spitze eine große Regenbogenflagge getragen wurde. Auf vielen Schildern und Plakaten stand: "Nein zu Putin, Nein zur Nato".

"Dies ist vielleicht eine der ersten echten Friedensdemonstrationen. Hier glaubt niemand, dass man Frieden mit Waffen schließt, dass man ihn erreicht, indem man Waffen an eine der Parteien, die Ukraine, schickt", sagte der bekannte italienische Karikaturist, Schauspieler und Schriftsteller Vauro Senesi der Nachrichtenagentur AFP.

Auch in Zürich standen die Proteste im Zeichen des Friedens: Unter dem Motto "Frieden jetzt" versammelten sich laut Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA mehr als 40.000 Teilnehmer in der Innenstadt. Die Demonstranten forderten einen sofortigen Waffenstillstand, diplomatische Verhandlungen und den Abzug der russischen Truppen, wie der TV-Sender SRF berichtete.

In Hamburg demonstrierten ebenfalls zehntausende Menschen für Solidarität mit der Ukraine und für den Frieden in Europa. Zur Auftaktkundgebung am Jungfernstieg seien etwa 30.000 Menschen gekommen, am anschließenden Aufzug hätten bis zu 22.000 Menschen teilgenommen, schätzte die Polizei. Aufgerufen zu der Aktion hatten unter anderem die ukrainische Diaspora sowie die Jugendorganisationen mehrerer politischer Parteien und die Klimaschutzbewegung Fridays for Future.

In der kroatischen Hauptstadt Zagreb versammelten sich mehr als tausend Menschen zur Unterstützung der Ukraine und hielten Schilder mit der Aufschrift "Stoppt den Krieg, rettet Europa" und "Ruhm der Ukraine" hoch. Viele Demonstranten wickelten sich in blau-gelbe Flaggen.

In der britischen Hauptstadt versammelten sich hunderte Demonstranten am bekannten Trafalgar Square. Sie hielten ukrainische Flaggen und Schilder mit der Aufschrift "Putin tötet" oder "Totales Embargo für Russland". In London sprach der Apostolische Nuntius in Großbritannien, Erzbischof Claudio Gugerotti, ein Gebet. "Heute sind wir alle Ukrainer", sagte er vor den versammelten Demonstranten.

Die 36-jährige Olena Marcyniuk nahm mit ihren 14 Monate und neun Jahre alten Kindern an der Demonstration teil. "Ich bin Ukrainerin und habe Familie und Freunde in der Ukraine", sagte sie einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Der Großteil ihrer Familie sei geflohen, doch ihr Onkel sei in Kiew geblieben, "um für die Stadt zu kämpfen".

Auch in den USA versammelten sich einige tausend Menschen am New Yorker Times Square mit Sonnenblumen und Schildern, auf denen sie dazu aufriefen, "den russischen Terrorismus zu stoppen".

S.Cooper--TNT

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