The National Times - Vertreter aus Politik und Kirche würdigen verstorbenen Künstler Günther Uecker

Vertreter aus Politik und Kirche würdigen verstorbenen Künstler Günther Uecker


Vertreter aus Politik und Kirche würdigen verstorbenen Künstler Günther Uecker
Vertreter aus Politik und Kirche würdigen verstorbenen Künstler Günther Uecker / Foto: © AFP/Archiv

Vertreter aus Politik und Kirche haben den verstorbenen Materialkünstler Günther Uecker gewürdigt. "Nordrhein-Westfalen trauert um einen der wichtigsten und einflussreichsten Künstler der deutschen Nachkriegsgeschichte", erklärte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Auch die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig (SPD), und die evangelische norddeutsche Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt äußerten sich betroffen.

Textgröße ändern:

Uecker war am Dienstag im Alter von 95 Jahren gestorben. Er wurde 1930 in Wendorf im heutigen Mecklenburg-Vorpommern geboren, lebte aber seit den 50er Jahren in Nordrhein-Westfalen. Uecker war vor allem für seine Nagelbilder bekannt, nutzte aber auch andere Materialien für seine Kunst.

Immer wieder bezog er mit seinen Werken politisch Stellung. 1961 trat er der Künstlergruppe Zero bei, die den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs Aufbruchstimmung und Leichtigkeit entgegensetzen wollte. Die Werkgruppe "Der geschundene Mensch", die er nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992 schuf, wurde über die Jahre in 57 Ländern ausgestellt.

Uecker habe mit seinen Werken zu einer offenen und dynamischen Gesellschaft beigetragen, erklärte Wüst. Mit seinem Lebenswerk habe er Generationen von jungen Künstlerinnen und Künstlern beeinflusst. "Ueckers künstlerisches Schaffen hat in großem Maß dazu beigetragen, das internationale Ansehen des Kulturlands Nordrhein-Westfalen zu steigern", betonte der Ministerpräsident.

Auch um Mecklenburg-Vorpommern habe sich Uecker verdient gemacht, erklärte Schwesig in Schwerin. Seit der Deutschen Einheit habe er sich für Kulturdenkmale, Kunstsammlungen und künstlerische Initiativen im Nordosten eingesetzt. "Zuletzt haben wir im Dezember 2024 die von ihm gestalteten Kirchenfenster im Schweriner Dom der Öffentlichkeit übergeben", erinnerte Schwesig. Dabei habe sie Ueckers Verbundenheit mit seiner Heimat deutlich gespürt.

Mit den Kirchenfenstern lebe ein bleibendes Zeugnis von Ueckers Kunst und seinem Glauben im Schweriner Dom weiter, erklärte Bischöfin Kühnbaum-Schmidt in Hamburg. "In großer Dankbarkeit für seine Verbundenheit mit dem Schweriner Dom bin ich in Trauer und Mitgefühl bei seiner Familie und allen, die um ihn trauern."

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Richterlicher Beschluss: Trumps Name wird von Kennedy Center entfernt

Nach einer richterlichen Entscheidung hat am Samstag die Entfernung des Namens von US-Präsident Donald Trump von der Fassade des renommierten Kennedy Centers begonnen. Eine weiße Plane verdeckte einen Teil der Schrift an der Außenseite des Kulturzentrums, dem Trump seinen Namen hatte hinzufügen lassen - dahinter liefen die Arbeiten. Ein US-Bundesrichter hatte den Antrag des Verwaltungsrats des Kennedy Centers sowie des Justizministeriums zurückgewiesen, die Rückbenennung zu stoppen.

Richter hält an Beschluss fest: Trumps Name muss von Kennedy Center entfernt werden

Ein US-Bundesrichter hat den Antrag des Verwaltungsrats des Kennedy Centers in Washington sowie des Justizministeriums zurückgewiesen, die Entfernung des Namens von US-Präsident Donald Trump von der Fassade des renommierten Kulturzentrums zu stoppen. Kurz vor Ablauf der Frist für die Beseitigung des Schriftzugs am Freitag versammelten sich zahlreiche Schaulustige vor dem Kulturzentrum in der US-Hauptstadt.

Britischer Künstler David Hockney gestorben

Der britische Künstler David Hockney ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 88 Jahren in seiner Londoner Wohnung, wie seine Agentin am Freitag mitteilte. Hockney gehörte zu den einflussreichsten Vertretern der zeitgenössischen Kunst.

Feierlaune im Stadion und Ausschreitungen davor: Fußball-WM hat in Mexiko begonnen

Mit einer Eröffnungsfeier voller Stars und einem Sieg von Ko-Gastgeber Mexiko hat die größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte begonnen. Bei der Eröffnungsshow vor 80.000 Zuschauern im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt führten die kolumbianische Sängerin Shakira und der nigerianische Afrobeat-Musiker Burna Boy am Donnerstag den offiziellen WM-Song "Dai Dai" auf. Vor dem Stadion kam es derweil zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Textgröße ändern: