The National Times - Prominenter Häftling Abdel Fattah in Ägypten seit 100 Tagen im Hungerstreik

Prominenter Häftling Abdel Fattah in Ägypten seit 100 Tagen im Hungerstreik


Prominenter Häftling Abdel Fattah in Ägypten seit 100 Tagen im Hungerstreik
Prominenter Häftling Abdel Fattah in Ägypten seit 100 Tagen im Hungerstreik / Foto: © AFP/Archiv

Der prominente politische Häftling Alaa Abdel Fattah befindet sich am Sonntag seit 100 Tagen in Ägypten im Hungerstreik. Abdel Fattah nehme "100 Kalorien pro Tag in Form eines Löffels Honig und eines Tropfens Milch im Tee" zu sich, erklärten Unterstützer des Aktivisten am Samstag. Sie riefen die US-Regierung auf, sich für seine Freilassung einzusetzen.

Textgröße ändern:

Abdel Fattah ist eines der prominentesten Gesichter des Arabischen Frühlings 2011. Ende 2021 wurde er wegen des Vorwurfs der Verbreitung von "Falschnachrichten" zu fünf Jahren Haft verurteilt. Seine Schwester Sanaa Seif will am Montag in einer Pressekonferenz in Washington über den Fall ihres Bruders Fall sprechen, bevor US-Präsident Joe Biden Ende der Woche zu einer Nahostreise aufbricht.

Im April hatte Abdel Fattah aus der Haft heraus wegen seiner in Großbritannien geborenen Mutter die britische Staatsbürgerschaft erhalten. Seine Familie drängt seitdem auf einen konsularischen Besuch britischer Botschaftsvertreter. Laut Menschenrechtsgruppen gibt es in Ägypten mehr als 60.000 politische Gefangene, die teilweise unter brutalen Bedingungen inhaftiert sind.

S.Collins--TNT

Empfohlen

Gewalt in Mexiko nach Tötung von Drogenboss: Armee setzt insgesamt 10.000 Soldaten ein

Nach der Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die mexikanische Armee haben mutmaßliche Bandenmitglieder weite Teile des Landes mit einer Welle der Gewalt überzogen. In 20 der 32 Bundesstaaten kam es am Sonntag zu Ausschreitungen, massiv betroffen war auch ein Austragungsort der Fußball-WM. Am Montag verlegte die Regierung zusätzliche 2.500 Soldaten in den Westen des Landes, wodurch sich deren Zahl auf insgesamt 10.000 erhöhte. Nach Angaben von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte sich die Lage jedoch beruhigt. Das Auswärtige Amt rief Deutsche in Mexiko zur Vorsicht auf.

Sohn von getötetem US-Regisseur Reiner plädiert auf nicht schuldig

Nach dem gewaltsamen Tod von US-Regisseur Rob Reiner und seiner Frau hat deren Sohn Nick Reiner seine Unschuld beteuert. Der 32-Jährige plädierte am Montag in einem Gericht in Los Angeles auf nicht schuldig. Die Staatsanwaltschaft legt ihm zweifachen Mord an seinen Eltern zur Last. Im Falle einer Verurteilung droht Nick Reiner lebenslange Haft ohne vorzeitige Entlassung oder aber die Todesstrafe.

Geheimdienstkreise: Nigeria zahlte Islamisten Lösegeld für entführte Schüler

Die nigerianische Regierung hat nach Angaben aus Geheimdienstkreisen der Islamisten-Miliz Boko Haram Lösegeld für die Freilassung von rund 230 Schülern und Mitarbeitern eines katholischen Internats gezahlt. Als Teil des Millionen-Dollar-Deals seien auch zwei Boko-Haram-Kommandeure freigekommen. Die nigerianische Regierung bestreitet solche Vereinbarungen mit Extremisten, die auch gesetzlich untersagt sind.

Nach Änderung von Geschlechtseintrag: Keine Beförderung für Polizeikommissarin

Eine Polizeikommissarin in Nordrhein-Westfalen darf einer Gerichtsentscheidung zufolge von einem Beförderungsverfahren ausgeschlossen werden, weil sie ihren Geschlechtseintrag mutmaßlich aus taktischen Gründen ändern ließ. Dies entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf nach einer Mitteilung vom Montag. Dem Gericht zufolge besteht der Verdacht, dass die Kommissarin ihren Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich ändern ließ, um von der Frauenförderung zu profitieren und schneller befördert zu werden.

Textgröße ändern: