The National Times - Robert Francis Prevost aus den USA ist der neue Papst Leo XIV.

Robert Francis Prevost aus den USA ist der neue Papst Leo XIV.


Robert Francis Prevost aus den USA ist der neue Papst Leo XIV.
Robert Francis Prevost aus den USA ist der neue Papst Leo XIV. / Foto: © AFP

Erstmals in der Geschichte der katholischen Kirche stammt der Papst aus den USA: Die im Vatikan versammelten Kardinäle haben am Donnerstag den Kardinal Robert Francis Prevost zum neuen Papst gewählt. Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt beglückwünschten den neuen Papst, der den Namen Leo XIV. wählte. Auf dem Petersplatz jubelten zehntausende Gläubige dem 69-Jährigen bei seiner Ansprache zu.

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Mit den lateinischen Worten "Habemus papam" ("Wir haben einen Papst") verkündete der Protodiakon des Kardinalskollegiums, Dominique Mamberti, die Wahl der 133 wahlberechtigten Kardinäle. Die zehntausenden auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen brachen nach kurzem Innehalten in Jubel aus. Kurz darauf trat der neue Papst Leo XIV. selbst auf den Balkon und hielt eine kurze Ansprache, in der er dazu aufrief, durch Dialog "Brücken zu bauen". Er richtete zudem einen "Appell des Friedens" an "alle Völker". Dann erteilte er erstmals den Segen den Segen Urbi et orbi (der Stadt und dem Erdkreis).

Aus aller Welt gingen Glückwünsche ein. US-Präsident Donald Trump nannte die Wahl eine "große Ehre" für die USA. Er freue sich darauf, den neuen Papst zu treffen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gratulierte dem neuen Papst als einer der ersten zu seiner Wahl. Der Papst sei für viele Menschen "ein Anker für Gerechtigkeit und Versöhnung", erklärte Merz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übersandte Leo XIV. im Namen Deutschlands "herzliche Segenswünsche". In einer "von Unfrieden und tiefgreifenden globalen Herausforderungen geprägten Zeit" übernehme der Papst "eine bedeutende geistliche und moralische Verantwortung".

Nach den Worten des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, ist die Wahl von Leo XIV. "hervorragend". Er sei sich "sicher, dass der neue Papst ein Pontifex, ein Brückenbauer im wahrsten Sinne des Wortes, ist". Leo XIV. stehe "für Dialog und eine Kirche, die nicht um den eigenen Kirchturm kreist".

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er hoffe auf die Unterstützung des neuen Papstes für die Ukraine. Der Vatikan habe sich stets für das Völkerrecht, die Verurteilung der militärischen Aggression Russlands gegen die Ukraine und den Schutz unschuldiger Zivilisten eingesetzt, erklärte Selenskyj.

Seine erste Messe als Oberhaupt der weltweit 1,4 Milliarden Katholiken wird Leo XIV. am Freitagvormittag vor Kardinälen in der Sixtinischen Kapelle halten. Am Montagmorgen trifft der neue Papst sich außerdem mit Pressevertretern im Vatikan.

Der aus Chicago stammende Prevost war jahrelang als Missionar in Peru tätig und hat auch die peruanische Staatsangehörigkeit. Er war ein enger Vertrauter des aus Argentinien stammenden Papstes Franziskus, der am Ostermontag im Alter von 88 Jahren gestorben war. Franziskus hatte ihn 2023 zum Kardinal und zum Leiter des Dikasteriums für die Bischöfe ernannt, das den Papst bei der Ernennung neuer Bischöfe berät. Mit seiner Wahl haben sich die Kardinäle also für Kontinuität entschieden.

Das Konklave zur Wahl des Nachfolgers von Franziskus hatte am Mittwochnachmittag begonnen. Am Mittwochabend und am Donnerstagvormittag war aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle schwarzer Rauch aufgestiegen als Zeichen, dass kein Papst gewählt wurde. Am Donnerstagabend um 18.08 Uhr stieg dann weißer Rauch auf: Die 133 wahlberechtigten Kardinäle hatten sich mit der nötigen Zweidrittelmehrheit auf den 267. Papst der Kirchengeschichte geeinigt.

Auf das neue Oberhaupt der 1,4 Milliarden Katholikinnen und Katholiken warten gewaltige Herausforderungen: Neben den Kriegen und Konflikten in aller Welt steht auch die katholische Kirche selbst vor schwierigen Aufgaben, etwa das Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch, der Umgang mit Frauen und Homosexuellen, der Zölibat und der Priestermangel.

S.Clarke--TNT

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