The National Times - Europa ächzt unter Extrem-Hitze - Bis zu 40 Grad in Deutschland erwartet

Europa ächzt unter Extrem-Hitze - Bis zu 40 Grad in Deutschland erwartet


Europa ächzt unter Extrem-Hitze - Bis zu 40 Grad in Deutschland erwartet
Europa ächzt unter Extrem-Hitze - Bis zu 40 Grad in Deutschland erwartet / Foto: © AFP

Rekord-Temperaturen in Spanien und Portugal, Waldbrände am Mittelmeer und Hitze selbst in Großbritannien: Europa ächzt weiter unter einer frühen und extremen Hitzewelle. Spanien meldete am Montag mit 46 Grad Celsius in Huelva einen neuen Juni-Hitzerekord, im portugiesischen Mora kletterte das Thermometer sogar bis auf 46,6 Grad. Auch in Deutschland werden zur Wochenmitte Extremtemperaturen von bis zu 40 Grad erwartet.

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Der spanische Wetterdienst meldete am Montag die höchste bisher jemals in einem Juni gemessene Temperatur: Sie wurde am Samstag in Huelva im Süden des Landes registriert und übertraf mit 46 Grad den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1965 um 0,8 Grad.

Auch Portugal erlebte einen Hitzerekord, mit 46,6 Grad am Sonntag in Mora östlich von Lissabon war es dort so heiß wie noch nie in einem Juni. Landesweit galt die höchste Waldbrand-Warnstufe, dutzende Feuerwehrleute waren am Montag im Einsatz gegen ein Feuer nahe Castelo Branco im Zentrum des Landes.

Auch das Mittelmeer heizt sich bereits ungewöhnlich früh im Jahr auf: Mit durchschnittlich 26,01 Grad am Sonntag war das Wasser so warm wie noch nie in einem Juni, wie der französische Wetterdienst mitteilte. Laut dem Meteorologen Thibault Guinaldo vom Forschungszentrum CEMS in der Bretagne liegt die durchschnittliche Wassertemperatur im Mittelmeer derzeit um drei Grad über den für die Jahreszeit üblichen Werten der Jahre 1991 bis 2020, an den französischen und spanischen Küsten sogar bis zu vier Grad darüber.

In der Türkei wurden laut Katastrophenschutz bis Montag mehr als 50.000 Menschen vor Wald- und Buschbränden in Sicherheit gebracht. 41 Gemeinden seien von den Evakuierungen betroffen, teilte die Katastrophenschutzbehörde am Montag mit.

Allein in der westlichen Provinz Izmir kämpften am Montag etwa 1000 Feuerwehrleute und 14 Hubschrauber gegen einen am Vortag ausgebrochenen Waldbrand. Fernsehbilder zeigten bis auf die Grundmauern niedergebrannte Wohnhäuser, nach Behördenangaben wurden in Izmir mehr als 130 Wohnhäuser durch das Feuer beschädigt. In der Provinz Bilecik wurden demnach mehr als 60 weitere Wohnhäuser beschädigt.

Auch nahe dem Stadtzentrum von Hatay im Südosten des Landes brach laut Medienberichten am Montag ein Feuer aus, Bewohner flohen demnach in Panik.

Das italienische Gesundheitsministerium gab am Montag für 17 Städte im ganzen Land Hitzewarnungen aus, die Feuerwehr kämpfte gegen mehrere Waldbrände. Laut Medienberichten starb eine 77-Jährige in Potenza im Süden des Landes durch einen nahe ihrem Haus ausgebrochenen Brand an Rauchvergiftung.

In Frankreich galten nahezu im ganzen Land Hitzewarnungen. "Das hatten wir noch nie", sagte Umweltministerin Agnès Pannier-Runacher der Nachrichtenagentur AFP. Nur die Küste am Ärmelkanal und die Grenzregion zu Belgien und Deutschland blieben zunächst verschont.

Auch England stöhnt unter der Hitzewelle: Am ersten Tag des Tennisturniers von Wimbledon wurden fast 30 Grad gemessen, am Dienstag soll es mit 34 Grad noch heißer werden.

Zur Wochenmitte wird die Hitzewelle auch in Deutschland erwartet. Der Deutsche Wetterdienst sagt örtlich bis zu 40 Grad Celsius und verbreitet Temperaturen zwischen 34 und 38 Grad voraus. Der Mittwoch werde "der bisher heißeste Tag des Sommers" werden, erklärte der DWD. In vielen Regionen galten schon am Montag Hitzewarnungen. Auch die Waldbrandgefahr steigt.

Insgesamt war der Juni in Deutschland erneut außergewöhnlich warm und viel zu trocken. Laut DWD fielen im ersten Sommermonat nur 61 Liter Regen pro Quadratmeter - annähernd ein Drittel weniger als üblich. Wissenschaftlern zufolge führt der Klimawandel dazu, dass Hitzewellen häufiger vorkommen, heftiger sind und länger andauern.

Q.Marshall--TNT

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