The National Times - Verfassungsschutz erklärt in AfD-Eilverfahren sogenannte Stillhaltezusage

Verfassungsschutz erklärt in AfD-Eilverfahren sogenannte Stillhaltezusage


Verfassungsschutz erklärt in AfD-Eilverfahren sogenannte Stillhaltezusage
Verfassungsschutz erklärt in AfD-Eilverfahren sogenannte Stillhaltezusage / Foto: © AFP/Archiv

Im Eilverfahren der AfD gegen ihre Einstufung als gesichert rechtsextremistische Bestrebung hat das Bundesamt für Verfassungsschutz eine sogenannte Stillhaltezusage abgegeben. Die Einstufung wird demnach vorläufig ausgesetzt, bis das Verwaltungsgericht Köln über den AfD-Eilantrag entschieden hat, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Wann über den Eilantrag entschieden wird, gab es noch nicht bekannt.

Textgröße ändern:

Der Verfassungsschutz erklärte der Mitteilung zufolge im gerichtlichen Verfahren, dass er die AfD bis zu der Eilentscheidung nicht öffentlich als gesichert rechtsextremistische Bestrebung bezeichnen und auch die entsprechende Pressemitteilung von seiner Internetseite entfernen werde.

Am Freitag hatte die Behörde nach einer jahrelangen Prüfung die Neubewertung der AfD vorgelegt. Grund für die Einstufung sei eine "die Menschenwürde missachtende, extremistische Prägung der Gesamtpartei", hieß es. Bis dahin war die AfD nur als Verdachtsfall geführt worden.

Die AfD setzt sich juristisch zur Wehr. Sie will dem Verfassungsschutz die Einstufung verbieten lassen. Zuständig ist das Gericht in Köln, weil das Bundesamt für Verfassungsschutz dort seinen Sitz hat. Es urteilte bereits 2022 zur Einstufung der AfD als Verdachtsfall - und erklärte diese für rechtens.

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Prozess gegen IS-Rückkehrerin in Berlin begonnen

In Berlin muss sich seit Montag eine IS-Rückkehrerin vor Gericht verantworten. Die heute 35-Jährige soll sich laut Anklage der Berliner Generalstaatsanwaltschaft im Jahr 2014 in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Bei ihrer Rückkehr nach Deutschland im April 2026 wurde sie am Flughafen BER festgenommen.

Waldbrand in Kolumbien bedroht bei Touristen beliebte Andenstadt Villa de Leyva

In Kolumbien ist nahe einer bei Touristen beliebten Stadt in den Anden ein großer Waldbrand ausgebrochen. Die Flammen rückten nach Behördenangaben bis Montag gefährlich nah an die Kleinstadt Villa de Leyva im Zentrum des südamerikanischen Landes heran. Mehr als 200 Hektar Wald brannten inzwischen ab, ein Hotel musste evakuiert werden.

15-Jähriger stirbt nach Stichverletzungen bei Feier in Nordrhein-Westfalen

Ein 15-Jähriger ist nach einem Streit bei einer privaten Feier im nordrhein-westfälischen Marsberg an Stichverletzungen gestorben. Ein 18-Jähriger wurde schwer verletzt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Arnsberg am Montag sagte. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden am Samstagabend bei der Feier auf zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren getroffen. Dabei soll es eine verbale Auseinandersetzung zwischen den vier Beteiligten gegeben haben.

Vorwurf Falschaussage zu Maut: Prozess gegen früheren Minister Scheuer begonnen

In Berlin hat am Montag der Prozess gegen den früheren Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit der gescheiterten Autobahnmaut begonnen. Scheuer muss sich wegen einer mutmaßlichen Falschaussage vor dem Landgericht der Bundeshauptstadt verantworten. Zunächst wurde die Anklage der Staatsanwaltschaft verlesen.

Textgröße ändern: