The National Times - Schweigeminute zu Beginn von offizieller Trauerzeit für Erdbebenopfer in Myanmar

Schweigeminute zu Beginn von offizieller Trauerzeit für Erdbebenopfer in Myanmar


Schweigeminute zu Beginn von offizieller Trauerzeit für Erdbebenopfer in Myanmar
Schweigeminute zu Beginn von offizieller Trauerzeit für Erdbebenopfer in Myanmar / Foto: © AFP

Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar haben die Menschen in dem südostasiatischen Bürgerkriegsland eine Schweigeminute für die zahlreichen Opfer abgehalten. Um 12.51 Uhr Ortszeit (08.21 Uhr MESZ), der Uhrzeit, zu der sich am Freitag das Beben der Stärke 7,7 ereignet hatte, erklangen Sirenen im Land und die Menschen hielten inne. Die Militärregierung des Landes hat eine offizielle nationale Trauerzeit bis Sonntag ausgerufen.

Textgröße ändern:

Auch an den Trümmern des Sky-Villa-Wohnblocks in der besonders schwer getroffenen Großstadt Mandalay ließen die Einsatzkräfte für einen Moment die Suche nach den Verschütteten ruhen. Sie stellten sich schweigend in Reihen auf, um der Todesopfer zu gedenken. An einem für die Rettungseinsätze aufgestellten Zelt wehte eine myanmarische Flagge auf Halbmast.

In Orten wie Mandalay breitet sich laut Einsatzkräften angesichts der herrschenden Hitze zunehmend ein Verwesungsgeruch aus. Unter den Trümmern zahlreicher zerstörter Häuser werden immer noch viele Verschüttete vermutet. Vier Tage nach der Katastrophe gibt es aber kaum mehr Hoffnung, Menschen noch lebend aus den Trümmern zu retten. Staatsmedien zufolge konnten in den vergangenen Tagen landesweit fast 650 Menschen lebend aus Gebäudetrümmern gezogen werden.

Die Zahl der Todesopfer durch das Beben hatte die in Myanmar herrschende Militärregierung am Montag mit mehr als 2000 angegeben. Zudem war die Rede von mehr als 3900 Verletzten sowie mehreren hundert Vermissten. Aus dem benachbarten Thailand wurden mindestens 20 Todesopfer gemeldet.

Es wird mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen gerechnet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für Myanmar die höchste Notfallstufe ausgerufen und vor einem erhöhten Krankheitsrisiko gewarnt. Bereits vor dem Erdbeben waren viele Menschen in Myanmar von Hunger bedroht, mindestens 3,5 Millionen Menschen wurden nach UN-Angaben durch den vor vier Jahren ausgebrochenen Bürgerkrieg zu Vertriebenen.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich

Wenige Tage vor der geplanten Vorstellung des Haushaltsplans mit milliardenschweren Einsparungen haben in Frankreich tausende Menschen für höhere Löhne im öffentlichen Dienst demonstriert. Der Gewerkschaftsbund gab die Zahl der landesweit Protestierenden am Dienstag mit mehr als 300.000 an; die Regierung ging von rund 200.000 Teilnehmern aus. Unabhängig davon erschütterten teils gewaltsame Schülerproteste das Land, bei denen Schulen blockiert und Polizisten attackiert wurden.

AfD muss Bundesgeschäftsstelle räumen - noch keine neuen Räume

Die AfD muss ihre Bundesgeschäftsstelle in Berlin räumen - hat aber noch kein neues Büro. Ein Großteil der aktuellen Räume muss nach einem Urteil des Berliner Landgerichts vom vergangenen Jahr bis Mittwoch geräumt werden, wie ein Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Eine neue Immobilie sei aber noch nicht gefunden. Mitarbeitende müssten deshalb von zuhause aus arbeiten.

Proteste an französischen Schulen weiten sich aus - Lehrer streiken

In Frankreich haben sich teils gewaltsame Schülerproteste gegen schlecht ausgestattete Gebäude und zu lange Schultage ausgeweitet. Bei Unruhen an etwa 340 Schulen im ganzen Land wurden zehn Menschen verletzt, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte. Etwa 40 Schulen wurden blockiert, die Polizei nahm 40 Menschen in Gewahrsam. Die Bewegung war vor einigen Tagen im Großraum Paris entstanden und hatte sich auf andere Landesteile ausgebreitet.

Textgröße ändern: