The National Times - Chronisches Fatigue-Syndrom: Gericht ebnet Patient Weg für weitere Therapie

Chronisches Fatigue-Syndrom: Gericht ebnet Patient Weg für weitere Therapie


Chronisches Fatigue-Syndrom: Gericht ebnet Patient Weg für weitere Therapie
Chronisches Fatigue-Syndrom: Gericht ebnet Patient Weg für weitere Therapie / Foto: © AFP/Archiv

Trotz fehlender Behandlungsstandards kann ein am Chronischen Fatigue-Syndrom (CFS) erkrankter Patient zumindest vorläufig einen Therapieversuch fortsetzen. Das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen sprach dem Kläger in einem am Montag in Celle veröffentlichen Beschluss eine weitere Behandlung mit hochdosierten Immunglobulinen zu. (L 4 KR 20/25 B ER)

Textgröße ändern:

Das Chronische Fatigue-Syndrom ist eine Erkrankung mit vielen Unsicherheiten in der Diagnose und Therapie. Die Erkrankung geht mit schwerer Erschöpfung, aber auch ausgeprägten Konzentrations- und Gedächtnisproblemen sowie Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen einher.

Bei dem Kläger besteht ein fortschreitendes CFS, er ist zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen. Der 58-Jährige ist durch zahlreiche Erkrankungen schwerbehindert und pflegebedürftig. In der Vergangenheit beantragte er bei seiner Krankenkasse mehrere, teils experimentelle Therapien, die zu gerichtlichen Auseinandersetzungen führten.

Zuletzt bewilligte das Landessozialgericht ihm einen Therapieversuch mit hochdosierten Immunglobulinen, also Antikörpern. Die Krankenkasse übernahm aber nur die Kosten für sechs Behandlungszyklen. Der Mann wollte hingegen eine Dauertherapie und verwies darauf, dass der bisherige Behandlungsverlauf erfolgreich gewesen sei und aus Sicht der behandelnden Ärzte fortgeführt werden solle.

Das LSG verpflichtete die Kasse nun vorläufig zu sechs weiteren Behandlungszyklen und stützte sich dabei auf eine Ausnahmevorschrift für Schwerstkranke. Eine Dauertherapie lässt sich dem Gericht zufolge derzeit aber nicht begründen.

S.M.Riley--TNT

Empfohlen

Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray.

Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich

Wenige Tage vor der geplanten Vorstellung des Haushaltsplans mit milliardenschweren Einsparungen haben in Frankreich tausende Menschen für höhere Löhne im öffentlichen Dienst demonstriert. Der Gewerkschaftsbund gab die Zahl der landesweit Protestierenden am Dienstag mit mehr als 300.000 an; die Regierung ging von rund 200.000 Teilnehmern aus. Unabhängig davon erschütterten teils gewaltsame Schülerproteste das Land, bei denen Schulen blockiert und Polizisten attackiert wurden.

AfD muss Bundesgeschäftsstelle räumen - noch keine neuen Räume

Die AfD muss ihre Bundesgeschäftsstelle in Berlin räumen - hat aber noch kein neues Büro. Ein Großteil der aktuellen Räume muss nach einem Urteil des Berliner Landgerichts vom vergangenen Jahr bis Mittwoch geräumt werden, wie ein Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Eine neue Immobilie sei aber noch nicht gefunden. Mitarbeitende müssten deshalb von zuhause aus arbeiten.

Proteste an französischen Schulen weiten sich aus - Lehrer streiken

In Frankreich haben sich teils gewaltsame Schülerproteste gegen schlecht ausgestattete Gebäude und zu lange Schultage ausgeweitet. Bei Unruhen an etwa 340 Schulen im ganzen Land wurden zehn Menschen verletzt, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte. Etwa 40 Schulen wurden blockiert, die Polizei nahm 40 Menschen in Gewahrsam. Die Bewegung war vor einigen Tagen im Großraum Paris entstanden und hatte sich auf andere Landesteile ausgebreitet.

Textgröße ändern: