The National Times - Festnahmen nach Fund von Babyleiche in Müll von Gefängnis in Mexiko

Festnahmen nach Fund von Babyleiche in Müll von Gefängnis in Mexiko


Festnahmen nach Fund von Babyleiche in Müll von Gefängnis in Mexiko
Festnahmen nach Fund von Babyleiche in Müll von Gefängnis in Mexiko

Nach der Entdeckung einer Babyleiche im Abfall einer Haftanstalt in Mexiko sind mehr als 20 Gefängniswärter und andere Behördenvertreter festgenommen worden. Der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Puebla, Miguel Barbosa, sagte am Dienstag (Ortszeit), insgesamt seien 23 Haftbefehle ausgestellt worden. Unter den bislang 21 Festgenommenen seien Gefängnisaufseher und deren Vorgesetzte. Barbosa sprach von einem "teuflischen" Fall und entließ auch die Chefs der Sicherheits- und der Strafvollzugsbehörde.

Textgröße ändern:

"Es ist ein untypischer Fall und es gibt keine Berichte von einem Fall mit ähnlichen Merkmalen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt, Ulises Lara, vor Journalisten.

Das mit Erbschäden zur Welt gekommene Baby war demnach am 6. Januar im Alter von drei Monaten gestorben und auf einem Friedhof in Mexiko-Stadt bestattet worden. Einige Tage später wurde die Babyleiche etwa 130 Kilometer entfernt vom Insassen eines Gefängnisses dort in einem Müllcontainer entdeckt, als er nach wiederverwendbarem Material suchte. Wann und zu welchem Zweck die Leiche des Kindes wieder ausgegraben und zum Gefängnis gebracht wurde, wird derzeit ermittelt.

In Mexikos überfüllten Gefängnissen ist Gewalt zwischen den inhaftierten Mitgliedern rivalisierender Banden an der Tagesordnung. Am Dienstag wurden bei Kämpfen in einem Gefängnis im westlichen Bundesstaat Colima acht Menschen getötet und sieben weitere verletzt, wie die Behörden mitteilten.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023

In der israelischen Metropole Tel Aviv hat es erstmals seit dem Großangriff der Hamas-Miliz am 7. Oktober 2023 wieder eine Pride-Parade in früherer Form gegeben. Tausende Teilnehmer zogen am Freitag in bunter Aufmachung und mit lauter Musik durch die Straßen. Auf Plakaten kritisierten viele Teilnehmer die rechtsgerichtete israelische Regierung.

Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue

Das Versenden von objektiv rassistischen oder das NS-Unrecht verharmlosenden Chatnachrichten durch einen Beamten lässt laut Bundesverwaltungsgericht nicht automatisch den Rückschluss auf einen mit der weiteren Dienstausübung unvereinbaren Verstoß gegen die Verfassungstreuepflicht zu. Das entschied das Gericht in Leipzig nach Angaben vom Donnerstag im Fall eines Feuerwehrmanns aus Bremen. (Az. BVerwG 2 C 12.25)

Beschwerde von Polizei erfolgreich: Observation von Maddie-Verdächtigem verlängert

Die Polizei darf den deutschen Verdächtigen im Fall des verschwundenen britischen Mädchens Madeleine "Maddie" McCann weiter observieren. Ein Gericht habe die Notwendigkeit einer Fortsetzung "im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr" bestätigt, teilte die Polizeidirektion Kiel am Freitag mit. Zu Einzelheiten der Entscheidung und konkreten Observationsmaßnahmen würden derzeit keine Angaben gemacht.

Tod von Zweijähriger in Halle: Vater zu fünf Jahren Haft verurteilt

Wegen des Tods eines mit heißem Wasser verbrühten Kleinkinds in Halle in Sachsen-Anhalt ist der Vater des Mädchens zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Halle sprach den Angeklagten am Freitag in einem Revisionsverfahren der fahrlässigen Körperverletzung und der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Damit fiel das Strafmaß höher aus als in einem ersten Prozess, der mit drei Jahren Haft für den Mann geendet hatte.

Textgröße ändern: