The National Times - Festnahmen nach Fund von Babyleiche in Müll von Gefängnis in Mexiko

Festnahmen nach Fund von Babyleiche in Müll von Gefängnis in Mexiko


Festnahmen nach Fund von Babyleiche in Müll von Gefängnis in Mexiko
Festnahmen nach Fund von Babyleiche in Müll von Gefängnis in Mexiko

Nach der Entdeckung einer Babyleiche im Abfall einer Haftanstalt in Mexiko sind mehr als 20 Gefängniswärter und andere Behördenvertreter festgenommen worden. Der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Puebla, Miguel Barbosa, sagte am Dienstag (Ortszeit), insgesamt seien 23 Haftbefehle ausgestellt worden. Unter den bislang 21 Festgenommenen seien Gefängnisaufseher und deren Vorgesetzte. Barbosa sprach von einem "teuflischen" Fall und entließ auch die Chefs der Sicherheits- und der Strafvollzugsbehörde.

Textgröße ändern:

"Es ist ein untypischer Fall und es gibt keine Berichte von einem Fall mit ähnlichen Merkmalen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt, Ulises Lara, vor Journalisten.

Das mit Erbschäden zur Welt gekommene Baby war demnach am 6. Januar im Alter von drei Monaten gestorben und auf einem Friedhof in Mexiko-Stadt bestattet worden. Einige Tage später wurde die Babyleiche etwa 130 Kilometer entfernt vom Insassen eines Gefängnisses dort in einem Müllcontainer entdeckt, als er nach wiederverwendbarem Material suchte. Wann und zu welchem Zweck die Leiche des Kindes wieder ausgegraben und zum Gefängnis gebracht wurde, wird derzeit ermittelt.

In Mexikos überfüllten Gefängnissen ist Gewalt zwischen den inhaftierten Mitgliedern rivalisierender Banden an der Tagesordnung. Am Dienstag wurden bei Kämpfen in einem Gefängnis im westlichen Bundesstaat Colima acht Menschen getötet und sieben weitere verletzt, wie die Behörden mitteilten.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehrere Jugendliche schwer verletzt

Bei den anhaltenden Schülerprotesten in Frankreich sind inzwischen mehrere Jugendliche schwer verletzt worden: Einem 15 Jahre alten Schüler wurde am Montag im nordfranzösischen Lens durch die Explosion einer Polizeigranate die Hand abgerissen. In knapp 590 Schulen kam es erneut zu Unruhen. In Paris legten Randalierer Feuer am Eingang einer Schule, während sich Schüler im Inneren aufhielten.

Wegen Verfolgung von Frauen: Strafgericht erlässt Haftbefehle gegen Taliban-Minister

Wegen der Verfolgung von Frauen hat der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen zwei afghanische Minister veröffentlicht, die für die Bildungspolitik in dem Land zuständig sind. Es gebe "hinreichende Anhaltspunkte", dass Bildungsminister Habibullah Agha und Hochschulminister Mohammad Nadim für Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit geschlechtsspezifischer Ausrichtung verantwortlich seien, erklärte die Vorverfahrenskammer am Montag. Diese richteten sich "gegen Mädchen, Frauen und andere Menschen, die sich nicht der Politik der Taliban in Bezug auf Geschlechteridentitäten unterwerfen".

Urteil: Preiserhöhung von Extraenergie trotz Preisgarantie unzulässig

Eine Preiserhöhung für Strom und Gas trotz Preisgarantie des Anbieters ist unzulässig. Das entschied am Montag das Oberlandesgericht Hamm. Demnach waren alle Preiserhöhungen des Unternehmens Extraenergie zum 1. September, 1. November und 1. Dezember 2022 unwirksam. Für die betroffenen Kundinnen und Kunden gelte der ursprünglich gezahlte Preis. (Az. 2 VKl 2/23)

Duisburg: 16-Jähriger zweimal in wenigen Stunden mit geklauten Fahrzeugen erwischt

Zweimal innerhalb weniger Stunden ist ein 16-Jähriger in Duisburg mit gestohlenen Fahrzeugen erwischt worden. Zunächst meldete ein 22-Jähriger am Samstagabend, dass sein Motorrad entwendet wurde, wie die Polizei am Montag in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Über einen Ortungssensor und eine App auf dem Smartphone des Geschädigten entdeckten die Beamten den 16-jährigen Dieb und das Fahrzeug auf einer Straße.

Textgröße ändern: