The National Times - Gedenken an Bombardierung Dresdens 1945: Rechter Aufmarsch und mehrere Gegendemos

Gedenken an Bombardierung Dresdens 1945: Rechter Aufmarsch und mehrere Gegendemos


Gedenken an Bombardierung Dresdens 1945: Rechter Aufmarsch und mehrere Gegendemos
Gedenken an Bombardierung Dresdens 1945: Rechter Aufmarsch und mehrere Gegendemos / Foto: © AFP

Im Zusammenhang mit dem Gedenken an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg hat am Samstag ein von Rechtsextremisten organisierter sogenannter Trauermarsch stattgefunden - begleitet von zahlreichen Gegendemonstrationen. An dem "Trauermarsch" nahm einem Polizeisprecher zufolge eine "niedrige vierstellige" Zahl an Menschen teil, an den Gegendemonstrationen insgesamt eine "mittlere vierstellige" Zahl. Insgesamt wurden demnach mehr als 30 Kundgebungen abgehalten.

Textgröße ändern:

Dem Sprecher zufolge versuchten die Gegendemonstranten mehrmals den Aufzug der Rechtsextremen in der Dresdner Altstadt zu blockieren. So hatten sich zum Beispiel am Vormittag dutzende Menschen auf eine Straße gesetzt und dort spontan eine Versammlung angemeldet. Da die Teilnehmenden auch nach Ende der Versammlung nicht die Fahrbahn verließen, wurden sie von den Einsatzkräften von der Straße getragen.

Zudem versuchten nach Polizeiangaben Gegendemonstrierende zu der von der Polizei abgesicherten rechten Kundgebung durchzubrechen. Die Beamtinnen und Beamten wehrten dies aber ab und setzen dabei auch Pfefferspray ein.

Die Demonstrationen sorgten für zahlreiche Verkehrsbeeinträchtigungen in der Innenstadt, von denen auch der Öffentliche Personennahverkehr betroffen war. Die Dresdner Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, unterstützt von Kräften aus Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Hamburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie der Bundespolizei.

Bei den Luftangriffen alliierter Bomber auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 waren etwa 25.000 Menschen getötet worden. Weite Teile der historischen Altstadt wurden zerstört. Mit Kranzniederlegungen, Andachten und Kerzen wurde bereits am Donnerstag daran erinnert.

In der Vergangenheit versuchten Rechtsextremisten immer wieder, den Jahrestag für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Aufgrund der starken Gegenproteste wurden größere Neonaziaufmärsche rund um den 13. Februar in den vergangenen Jahren verhindert.

In diesem Jahr allerdings beobachteten Polizei und Verfassungsschutz eine deutlich stärkere Mobilisierung der rechtsextremen Szene zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens. Die Sicherheitsbehörden erwarteten Rechtsextremisten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland. Die Dresdner Polizei ging deshalb von einer "konfrontativen Versammlungslage" aus.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Früherer EZB-Chef Draghi mit Karlspreis geehrt - Merz würdigt Rolle in Euro-Krise

Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hob in seiner Festrede am Donnerstag im Krönungssaal des Aachener Rathauses Draghis entschlossenes Handeln während der Euro-Krise hervor. Später habe er in seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Europas "mit seiner schonungslosen Analyse" den Weg zu Reformen gewiesen.

Früherer EZB-Chef Draghi mit Aachener Karlspreis ausgezeichnet

Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hob in seiner Festrede am Donnerstag Draghis entschlossenes Handeln während der Euro-Krise hervor. Später habe er in seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Europas "mit seiner schonungslosen Analyse" den Weg zu Reformen gewiesen.

Früherer EZB-Chef Draghi erhält Aachener Karlspreis

Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wird am Donnerstag (11.15 Uhr) der Internationale Karlspreis zu Aachen an den früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi verliehen. Das Karlspreis-Direktorium ehrt den 78-Jährigen mit dem Preis für sein Lebenswerk und seine Verdienste um Europa. Der Vorsitzende des Gremiums, Armin Laschet (CDU), würdigte in einer Begründung insbesondere Draghis Rolle in der Eurokrise und seine Reformimpulse für die EU.

EU-Behörde: Keine Hinweise auf Mutation von Hantavirus

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" gibt es laut der EU-Gesundheitsbehörde ECDC keinen Hinweis für eine Mutation des Virus. Das Andesvirus verhalte sich nicht anders als in Gebieten, in denen dieser Hantavirusstamm bereits verbreitet sei, erklärte am Mittwoch das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm. Derweil sind weiter Krankenhäuser in mehreren Ländern mit der Überwachung der früheren "Hondius"-Passagiere beschäftigt.

Textgröße ändern: