The National Times - Klimaschutz kontra Artenschutz: Windräder verdrängen Fledermausarten von Gewässern

Klimaschutz kontra Artenschutz: Windräder verdrängen Fledermausarten von Gewässern


Klimaschutz kontra Artenschutz: Windräder verdrängen Fledermausarten von Gewässern
Klimaschutz kontra Artenschutz: Windräder verdrängen Fledermausarten von Gewässern / Foto: © AFP/Archiv

Viele Fledermausarten werden durch Windräder in der Nähe von Gewässern verdrängt. Sie könnten dadurch schlechter mit heißen und trockenen Sommern zurechtkommen, wie das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung am Montag in Berlin mitteilte.

Textgröße ändern:

Fledermäuse sind demnach auf offene Gewässer wie kleine Teiche und Seen für die Jagd und als Trinkstellen angewiesen. Insbesondere in den durch den Klimawandel zunehmend heißen und trockenen Sommern sowie während Trächtigkeit und Jungenaufzucht ist der Zugang zu Wasser für die Tiere überlebenswichtig.

Ein Forschungsteam nahm akustische Messungen an 59 Teichen in unterschiedlicher Entfernungen zu Windenergieanlagen im nördlichen Brandenburg vor. Dabei zeigte sich, dass jene Fledermäuse, die im offenen Luftraum nach Insekten jagen, sowie jene, die an Jagd in dichter Vegetation angepasst sind, Gewässer in der Nähe von Windrädern meiden. Auch das Jagdverhalten verringerte sich demnach bei abnehmender Distanz zu einem Windrad.

Lediglich Fledermäuse, die an Vegetationsrändern jagen, werden offenbar nicht von den Trinkstellen vergrämt. Die Ergebnisse unterstreichen den Forschern zufolge, wie wichtig eine durchdachte Standortwahl für die Anlagen ist, um verschiedene Ziele - in diesem Fall Klima- und Artenschutz - nicht gegeneinander auszuspielen. Für den Artenschutz sehr sensible Lebensräume sollten "nur nachrangig oder gar nicht als Standorte für die Windenergienutzung vorgesehen werden".

Zu den untersuchten Fledermausarten zählen unter anderem die Zwergfledermaus, die Mopsfledermaus und Mausohren. Fledermäuse sind nach deutschem Naturschutzrecht und nach EU-Recht geschützte Arten.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Dänische Königin Margrethe II. mit Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert

Die dänische Königin Margrethe II., die vor zwei Jahren abgedankt hatte, ist wegen Schmerzen in der Brust in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Königin sei "heute Nachmittag wegen einer Angina Pectoris" ins Rigshospitalet, das größte Krankenhaus Kopenhagens, gebracht worden, teilte der dänische Königspalast am Donnerstag in einer Erklärung mit.

Früherer EZB-Chef Draghi mit Karlspreis geehrt - Merz würdigt Rolle in Euro-Krise

Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hob in seiner Festrede am Donnerstag im Krönungssaal des Aachener Rathauses Draghis entschlossenes Handeln während der Euro-Krise hervor. Später habe er in seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Europas "mit seiner schonungslosen Analyse" den Weg zu Reformen gewiesen.

Früherer EZB-Chef Draghi mit Aachener Karlspreis ausgezeichnet

Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ist im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hob in seiner Festrede am Donnerstag Draghis entschlossenes Handeln während der Euro-Krise hervor. Später habe er in seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Europas "mit seiner schonungslosen Analyse" den Weg zu Reformen gewiesen.

Früherer EZB-Chef Draghi erhält Aachener Karlspreis

Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wird am Donnerstag (11.15 Uhr) der Internationale Karlspreis zu Aachen an den früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi verliehen. Das Karlspreis-Direktorium ehrt den 78-Jährigen mit dem Preis für sein Lebenswerk und seine Verdienste um Europa. Der Vorsitzende des Gremiums, Armin Laschet (CDU), würdigte in einer Begründung insbesondere Draghis Rolle in der Eurokrise und seine Reformimpulse für die EU.

Textgröße ändern: