The National Times - Niederlage für Jean-Michel Jarre vor EU-Menschenrechtsgericht in Streit um Erbe

Niederlage für Jean-Michel Jarre vor EU-Menschenrechtsgericht in Streit um Erbe


Niederlage für Jean-Michel Jarre vor EU-Menschenrechtsgericht in Streit um Erbe
Niederlage für Jean-Michel Jarre vor EU-Menschenrechtsgericht in Streit um Erbe / Foto: © AFP/Archiv

Der französische Elektromusiker Jean-Michel Jarre hat im Streit um das Erbe seines Vaters Maurice Jarre eine Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erlitten. Es gebe kein "allgemeines und uneingeschränktes Recht von Kindern, einen Teil des Besitzes ihrer Eltern zu erben", erklärten die Richter am Donnerstag. Sie wiesen damit eine Klage des 75-jährigen Jean-Michel Jarre und seiner Halbschwester Stéphanie zurück.

Textgröße ändern:

Es gebe für das EU-Gericht keinen Grund, sich anders als die französische Justiz zu positionieren, erklärten die Straßburger Richter. Die französischen Richter hätten unter anderem klar festgestellt, dass die Kläger "nicht in einer prekären wirtschaftlichen Situation sind oder Not leiden".

Jean-Michel Jarre und seine Halbschwester hatten 2018 Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingereicht. Sie wollten damit ein Urteil des französischen Kassationsgerichts anfechten, das die beiden im September 2017 für enterbt erklärt hatte. Der Pionier der Elektromusik hatte damals erklärt, dass es ihm nicht nur um das Geld seines Vaters gehe. Er habe noch nicht einmal das Recht auf ein Foto oder andere persönliche Erinnerungsstücke, kritisierte er.

Maurice Jarre war 2009 verstorben. Der mehrfach preisgekrönte Komponist, der unter anderem die Filmmusik für "Doktor Schiwago" und "Der Club der toten Dichter" schuf, hatte sein gesamtes Vermögen nach kalifornischem Recht seiner letzten Frau Fui Fong Khong vermacht. Sie ist nicht die Mutter von Jean-Michel und Stéphanie.

Maurice Jarre war vier Mal verheiratet. Er trennte sich von Jean-Michels Mutter, als sein Sohn noch ein Kind war.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Kanada nimmt 2027 an Eurovision Song Contest teil

Kanada nimmt im kommenden Jahr am Eurovision Song Contest (ESC) teil. "Die Europäische Rundfunkunion und ihr neuestes Mitglied CBC/Radio-Canada, Kanadas öffentlich-rechtlicher Rundfunk, freuen sich bekanntzugeben, dass Kanada am Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien teilnehmen wird", erklärten die Organisatoren am Mittwoch im schweizerischen Genf. Kanada ist das erste neue Teilnehmerland, seit Australien 2015 dazukam.

Seltenes Kinderglück: Vierlinge in Sachsen geboren

Seltenes Kinderglück in Sachsen: Ein junges Paar aus dem Erzgebirge hat Vierlinge bekommen. Die vier Jungen wurden am Dienstag per Kaiserschnitt zur Welt gebracht und sind alle "wohlauf", wie das Klinikum Chemnitz am Mittwoch mitteilte. Demnach schlafen die Frühgeborenen derzeit viel und werden intensivmedizinisch betreut. Es sind die ersten Kinder für das junge Paar im Alter von 24 und 25 Jahren.

Merkel-Bildnis für Porträt-Galerie im Kanzleramt präsentiert

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt einen festen Platz in der Ahnengalerie des Bundeskanzleramts: Im Berliner Bode-Museum präsentierte der deutsch-französische Maler Jérémy Queyras am Dienstag ihr Porträt, das seinen endgültigen Platz im Kanzleramt finden soll. Queyras und Merkel enthüllten das zunächst hinter einem Tuch verborgene Gemälde gemeinsam - unter großem Applaus des Publikums, zu dem auch Merkels Mann Joachim Sauer gehörte.

Merkel-Porträt für Porträt-Galerie des Kanzleramts präsentiert

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt einen festen Platz in der Ahnengalerie des Bundeskanzleramts. Im Berliner Bode-Museum präsentierte der deutsch-französische Maler Jérémy Queyras am Dienstag das Porträtgemälde, das seinen endgültigen Platz in der Porträtgalerie des Kanzleramts finden soll. Dort hängen die gemalten Porträts aller deutschen Bundeskanzler. Zunächst soll das Merkel-Porträt aber noch bis zum 4. Oktober im Bode-Museum für die Öffentlichkeit zu sehen sei.

Textgröße ändern: