The National Times - München entlässt Chefdirigenten der Philharmoniker wegen dessen Russland-Nähe

München entlässt Chefdirigenten der Philharmoniker wegen dessen Russland-Nähe


München entlässt Chefdirigenten der Philharmoniker wegen dessen Russland-Nähe
München entlässt Chefdirigenten der Philharmoniker wegen dessen Russland-Nähe

Die Stadt München entlässt den Chefdirigenten der Philharmoniker, Waleri Gergijew, wegen fehlender Distanzierung vom russischen Einmarsch in die Ukraine. Gergijew habe sich trotz der Aufforderung, "sich eindeutig und unmissverständlich von dem brutalen Angriffskrieg zu distanzieren, den Putin gegen die Ukraine und nun insbesondere auch gegen unsere Partnerstadt Kiew führt", nicht geäußert, erklärte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag. Reiter hatte Gergijew, der seit der Spielzeit 2015/2016 Chefdirigent der Philharmoniker ist, ein Ultimatum bis Montag gestellt

Textgröße ändern:

"Es wird damit ab sofort keine weiteren Konzerte der Münchner Philharmoniker unter seiner Leitung geben", stellte Reiter klar. Er hätte erwartet, dass Gergijew "seine sehr positive Einschätzung" des russischen Präsidenten Wladimir Putin "überdenkt und revidiert". Das sei nicht geschehen.

"In der aktuellen Situation wäre aber ein klares Signal für das Orchester, sein Publikum, die Öffentlichkeit und die Stadtpolitik unabdingbar gewesen, um weiter zusammenarbeiten zu können", betonte Reiter. Deshalb bleibe als alleinige Option nur eine sofortige Trennung.

Reiter hatte den Chefdirigenten bereits am Freitag aufgefordert, sich klar von dem Angriffskrieg Russlands zu distanzieren. Er setzte ihm dafür eine Frist bis Montag, die Gergijew verstreichen ließ.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Wirtschaftsnobelpreis geht an US-Ökonomen Michael Woodford und Robert Hall

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an die beiden US-Forscher Michael Woodford und Robert Hall. Das teilte die Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm am Montag mit. Woodford und Hall erhielten die Auszeichnung für ihre Arbeiten darüber, wie Geld- und Fiskalpolitik dazu beitragen kann, Konjunkturschwankungen zu stabilisieren: Die Ökonomen wurden für die "mikroökonomischen Grundlagen der makroökonomischen Stabilisierung" ausgezeichnet, erklärte die Akademie.

Herbstferien in elf Bundesländern: ADAC erwartet staureiches Wochenende

Das kommende Wochenende wird nach ADAC-Angaben eines der staureichsten des gesamten Herbstes. In sechs weiteren Bundesländern beginnen die Herbstferien, wie der Automobilklub am Montag in München mitteilte. In drei weiteren gehen sie zu Ende. Auf Autobahnen und anderen Fernstraßen sei deshalb mit einer Staugefahr zu rechnen, die beinahe auf Sommerferienniveau liege.

Medien: Harry und Meghan planen ersten gemeinsamen Auftritt seit Rückkehr nach Großbritannien

Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan planen Berichten zufolge für die kommenden Tage ihren ersten gemeinsamen Auftritt seit ihrer Rückkehr nach Großbritannien. Das Paar werde am Donnerstag Nottingham besuchen, um sich über die Projekte von drei Wohltätigkeitsorganisationen zu informieren, berichtete die "Sunday Times". In Nottingham hatten Harry und Meghan auch ihren ersten öffentlichen Auftritt nach der Bekanntgabe ihrer Verlobung im Jahr 2017 gehabt.

Friedenspreisträger Sands kritisiert deutsches Schweigen zu Vorgehen Israels

Der neue Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, der Jurist und Autor Philippe Sands, hat der deutschen Bundesregierung ein unanständiges Schweigen zum Vorgehen Israels im Gazastreifen und gegen Palästinenser vorgeworfen. Bei der Verleihung des Friedenspreises am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche sagte Sands, Deutschland habe in der Vergangenheit viele Gräuel angeprangert und sei aktiv geworden. "Doch zu Israel, zum Gazastreifen und zum Westjordanland ist das deutsche Schweigen bis heute laut."

Textgröße ändern: