The National Times - Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten

Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten


Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten
Zaunkönig und Türkentaube kommen häufiger in Deutschlands Gärten / Foto: © AFP/Archiv

Zaunkönig und Türkentaube kommen in diesem Winter häufiger in Deutschlands Gärten. Von diesen Vögeln seien bei der sogenannten Stunde der Wintervögel 38 beziehungsweise 27 Prozent mehr gezählt worden als im vergangenen Jahr, teilte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Mittwoch in Berlin in einer Zwischenbilanz der Aktion mit. Bislang hätten mehr als 77.000 Menschen mitgezählt und knapp 1,9 Millionen Vögel gemeldet.

Textgröße ändern:

Pro Garten waren es im Schnitt 33,9 Vögel und damit weniger als 2022 - vor einem Jahr waren 35,5 Tiere gemeldet worden. Dabei wurden eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park gezählt. Dass es diesmal weniger waren, führt der Nabu auf den milden Winter und das sogenannte Mastjahr zurück.

"Wie wir bereits vermutet hatten, haben sich typische Wintergäste aus Nord- und Osteuropa wie der Bergfink weniger häufig am Futterhaus gezeigt als letztes Jahr", erklärte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Vermutlich seien sie wegen des milden Winters in ihren Brutgebieten geblieben.

Typische Waldvogelarten wie Buchfink, Eichelhäher, Buntspecht und Kernbeißer seien ebenfalls weniger häufig gezählt worden. Wegen des Mastjahrs, in dem die Bäume im Wald besonders viel tragen, hätten diese Vögel dort möglicherweise so viel Nahrung, dass sie weniger zu den menschlichen Siedlungen kämen.

Die Türkentaube werde in den vergangenen Jahren immer häufiger gesichtet. "Als Profiteur steigender Temperaturen brütet die Art wahrscheinlich immer erfolgreicher in den warmen Sommern", vermutete Miller.

Der Zaunkönig wurde besonders oft in Schleswig-Holstein gesehen. Er habe sich auch schon in den vergangenen Jahren in frostarmen, küstennahen Regionen besonders wohl gefühlt.

Die am häufigsten zu sehenden Vögel in deutschen Gärten sind laut Zwischenbilanz wie schon 2022 Haussperling, Kohlmeise und Blaumeise. Der Nabu wies darauf hin, dass Beobachtungen noch bis zum 16. Januar gemeldet werden könnten.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Früherer EZB-Chef Draghi erhält Aachener Karlspreis

Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wird am Donnerstag (11.15 Uhr) der Internationale Karlspreis zu Aachen an den früheren Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi verliehen. Das Karlspreis-Direktorium ehrt den 78-Jährigen mit dem Preis für sein Lebenswerk und seine Verdienste um Europa. Der Vorsitzende des Gremiums, Armin Laschet (CDU), würdigte in einer Begründung insbesondere Draghis Rolle in der Eurokrise und seine Reformimpulse für die EU.

EU-Behörde: Keine Hinweise auf Mutation von Hantavirus

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" gibt es laut der EU-Gesundheitsbehörde ECDC keinen Hinweis für eine Mutation des Virus. Das Andesvirus verhalte sich nicht anders als in Gebieten, in denen dieser Hantavirusstamm bereits verbreitet sei, erklärte am Mittwoch das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm. Derweil sind weiter Krankenhäuser in mehreren Ländern mit der Überwachung der früheren "Hondius"-Passagiere beschäftigt.

Charles III. stellt inmitten von Debatte über Premier Starmer Regierungsprogramm vor

König Charles III. hat inmitten der Debatte über einen möglichen Rücktritt von Premierminister Keir Starmer in der Thronrede die Gesetzesvorhaben der britischen Regierung vorgestellt. Zu den am Mittwoch dargelegten Plänen, von denen viele bereits bekannt waren, gehören die Vertiefung der Beziehungen Großbritanniens zur Europäischen Union und die vollständige Verstaatlichung des Stahlkonzerns British Steel. Auch eine Reform des Asylsystems und eine Senkung des Wahlalters auf 16 sind geplant.

Buchautor: Brigitte Macron verliert Einfluss auf ihren Mann

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Frau sind sich nach Angaben ihres Biografen uneins, wie ihr Leben nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit aussehen soll. "Sie wird bald 75, sie will Zeit für ihre Kinder und Enkelkinder haben", sagte der Journalist Florian Tardif am Mittwoch dem Sender RTL. Der Reporter der Zeitschrift "Paris Match" hat kürzlich ein Buch über Brigitte und Emmanuel Macron mit dem Titel "Un couple presque parfait" (Ein fast perfektes Paar) veröffentlicht.

Textgröße ändern: