The National Times - Gewerkschaft ruft zur Kundgebung gegen geplante Zuckersteuer auf

Gewerkschaft ruft zur Kundgebung gegen geplante Zuckersteuer auf


Gewerkschaft ruft zur Kundgebung gegen geplante Zuckersteuer auf
Gewerkschaft ruft zur Kundgebung gegen geplante Zuckersteuer auf / Foto: © AFP

Die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer trifft auf heftigen Protest von Arbeitnehmervertretern. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rief für den 8. Oktober zu einer Kundgebung gegen die Pläne vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin auf. "Es geht um die Zukunft von Arbeitsplätzen, Standorten und guter industrieller Beschäftigung", erklärte die NGG im Aufruf zur Kundgebung. Scharfe Kritik kam auch von den Verbänden der Getränkeindustrie.

Textgröße ändern:

"Wir wollen gemeinsam deutlich machen: Politische Entscheidungen müssen auch die Folgen für die Beschäftigten berücksichtigen", erklärte die NGG am Mittwoch. Die Branche stehe bereits vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. "Zusätzliche Belastungen gefährden Investitionen, Wachstum und Arbeitsplätze."

Die schwarz-rote Koalition hatte sich im Rahmen der Verhandlungen über das Sparpaket für die gesetzlichen Krankenversicherungen auf eine Zuckersteuer ab 2027 geeinigt. Am Mittwoch war ein Entwurf des Bundesfinanzministeriums für die geplante Steuer auf gezuckerte Getränke bekanntgeworden. Wie aus dem der AFP vorliegenden Entwurf hervorging, soll die Steuer am 1. Juli 2027 in Kraft treten, ihre Höhe bemisst sich jeweils am Gesamtzuckergehalt pro Liter.

Die Getränkeindustrie reagierte mit Protest. "Wegen des rückläufigen Bierabsatzes setzen viele der 1400 Brauereien in Deutschland seit Jahren verstärkt auf alkoholfreie Getränke und bauen ihr Angebot aus – von Mineralwasser und Schorlen über Limonade und Cola bis hin zu Eistee und Kombucha", erklärte etwa der Deutsche Brauer-Bund (DBB). Erfrischungsgetränke seien "für viele Betriebe zu einem zweiten Standbein geworden", weshalb der Verband die Pläne Klingbeils mit großer Sorge beobachte.

Für Verwirrung hatten im August Vorschläge aus dem Bundesfinanzministerium gesorgt, wonach unter anderem auch mit Süßstoff gesüßte Getränke wie Cola Zero unter die Steuer fallen sollen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) stellte anschließend klar, dass zuckerfreie Getränke nicht besteuert würden.

P.Barry--TNT

Empfohlen

Ifo: Elektroindustrie entwickelt sich "zur Konjunkturlokomotive"

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im September laut Umfrage des Münchner Ifo-Instituts erneut kräftig gestiegen. Der Index legte von 16,5 Punkten im August auf 24,8 Punkte zu, wie das Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. "Die Elektroindustrie entwickelt sich zunehmend zur Konjunkturlokomotive innerhalb der deutschen Industrie", erklärte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Die Branche stellt Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse her.

KI-Boom beschert Südkorea glänzende Exportzahlen

Angetrieben von der weltweit boomenden Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz (KI) hat Südkorea einen neuen Exportrekord verbucht. Im Monat September erreichten die Lieferungen ins Ausland einen Wert von umgerechnet gut 107 Milliarden Euro, wie aus am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Daten hervorging. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies fast einer Verdoppelung - damals war ein Exportwert von rund 58,4 Milliarden Euro verzeichnet worden.

Frankreichs Regierung plant neue Sparmaßnahmen in Höhe von 43 Milliarden Euro

Die französische Regierung will im kommenden Jahr in ihrem Budget 43 Milliarden Euro einsparen. Das geht aus dem Gesetzentwurf für den Regierungshaushalt 2027 hervor, in den AFP am Donnerstag Einsicht hatte. Demnach rechnet die Regierung auch mit steigenden Einnahmen aus der Mehrwertsteuer und der Einkommenssteuer und mit rückläufigen Einnahmen bei den Unternehmensabgaben. Der Haushaltsentwurf soll am Vormittag im Kabinett vorgestellt werden.

Chef des Panzerbauers KNDS hält Börsengang 2026 weiter für möglich

Der Chef des Rüstungskonzerns KNDS, Jean-Paul Alary, schließt einen Börsengang noch in diesem Jahr nicht aus, der einen Einstieg des Bundes bei dem Unternehmen ermöglichen würde. "Ein Börsengang 2026 ist weiterhin möglich - sofern die Marktbedingungen den Erwartungen der Aktionäre entsprechen", sagte Alary dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Bisher sie dies aber nicht der Fall. Verzögere sich der Börsengang bis 2027, könne es dann weitere Verzögerungen wegen des französischen Präsidentschaftswahlkampfes geben.

Textgröße ändern: