The National Times - Frankreichs Regierung plant neue Sparmaßnahmen in Höhe von 43 Milliarden Euro

Frankreichs Regierung plant neue Sparmaßnahmen in Höhe von 43 Milliarden Euro


Frankreichs Regierung plant neue Sparmaßnahmen in Höhe von 43 Milliarden Euro
Frankreichs Regierung plant neue Sparmaßnahmen in Höhe von 43 Milliarden Euro / Foto: © AFP/Archiv

Die französische Regierung will im kommenden Jahr in ihrem Budget 43 Milliarden Euro einsparen. Das geht aus dem Gesetzentwurf für den Regierungshaushalt 2027 hervor, in den AFP am Donnerstag Einsicht hatte. Demnach rechnet die Regierung auch mit steigenden Einnahmen aus der Mehrwertsteuer und der Einkommenssteuer und mit rückläufigen Einnahmen bei den Unternehmensabgaben. Der Haushaltsentwurf soll am Vormittag im Kabinett vorgestellt werden.

Textgröße ändern:

Premierminister Sébastien Lecornu hatte bereits Einsparungen in Höhe von insgesamt 54 Milliarden Euro in Aussicht gestellt - diese umfassen auch den Haushalt der Sozialversicherung, für den es einen eigenen Gesetzentwurf gibt. Nach Angaben des Arbeitsministeriums sollen etwa 5,5 Milliarden Euro bei den Renten eingespart werden, allerdings nicht bei den niedrigeren.

Die Regierung hatte sich verpflichtet, die Steuerlast insgesamt nicht zu erhöhen, will aber stärker gegen Steuerbetrug vorgehen. Dies solle etwa eine Milliarde Euro einbringen. Zudem sollen einige Steuervorteile gestrichen werden, unter anderem auch Subventionen für erneuerbare Energien.

Mehrere Ministerien sollen weniger ausgeben als im laufenden Jahr, unter anderem das Arbeitsministerium. Das Budget für Verteidigung, Justiz hingegen soll aufgestockt werden. Bei den Gebietskörperschaften sollen 5,4 Milliarden Euro eingespart werden.

Eine Sonderabgabe für Unternehmen soll verringert fortgeführt werden. Zudem ist eine Zuckersteuer im Gespräch, die zugleich die zunehmende Fettleibigkeit bekämpfen soll.

Der Haushalt soll im Herbst in der Nationalversammlung debattiert werden. Es ist nicht auszuschließen, dass der Regierung in dem Zusammenhang erneut Misstrauensvoten und weitere Proteste in der Bevölkerung drohen. In dieser Woche war es bereits zu zahlreichen Demonstrationen und Streiks im öffentlichen Dienst gekommen.

Derzeit steht Frankreich finanziell so schlecht da wie lange nicht. Das Land ist mit etwa 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts so stark verschuldet wie kein anderes EU-Land. Die Zinslast beläuft sich im laufenden Jahr auf fast 80 Milliarden Euro, deutlich mehr als der Haushalt des Bildungsministeriums. Die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen stiegen am Donnerstag auf 4,9 Prozent, ein Höchststand seit 2002.

M.Davis--TNT

Empfohlen

KI-Boom beschert Südkorea glänzende Exportzahlen

Angetrieben von der weltweit boomenden Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz (KI) hat Südkorea einen neuen Exportrekord verbucht. Im Monat September erreichten die Lieferungen ins Ausland einen Wert von umgerechnet gut 107 Milliarden Euro, wie aus am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Daten hervorging. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies fast einer Verdoppelung - damals war ein Exportwert von rund 58,4 Milliarden Euro verzeichnet worden.

Gewerkschaft ruft zur Kundgebung gegen geplante Zuckersteuer auf

Die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer trifft auf heftigen Protest von Arbeitnehmervertretern. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rief für den 8. Oktober zu einer Kundgebung gegen die Pläne vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin auf. "Es geht um die Zukunft von Arbeitsplätzen, Standorten und guter industrieller Beschäftigung", erklärte die NGG im Aufruf zur Kundgebung. Scharfe Kritik kam auch von den Verbänden der Getränkeindustrie.

Chef des Panzerbauers KNDS hält Börsengang 2026 weiter für möglich

Der Chef des Rüstungskonzerns KNDS, Jean-Paul Alary, schließt einen Börsengang noch in diesem Jahr nicht aus, der einen Einstieg des Bundes bei dem Unternehmen ermöglichen würde. "Ein Börsengang 2026 ist weiterhin möglich - sofern die Marktbedingungen den Erwartungen der Aktionäre entsprechen", sagte Alary dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Bisher sie dies aber nicht der Fall. Verzögere sich der Börsengang bis 2027, könne es dann weitere Verzögerungen wegen des französischen Präsidentschaftswahlkampfes geben.

Tankrabatt: Spritpreise deutlich gesunken - Kritik von Ökonomen hält an

Zum Start des Tankrabatts sind die Preise an den Zapfsäulen gesunken - die Steuersenkung ist dabei auch zum großen Teil bei den Autofahrerinnen und -fahrern angekommen. Laut ADAC ging der Preis für einen Liter Super E10 zwischen 08.00 Uhr am Mittwoch und 08.00 Uhr am Donnerstag um 14,5 Cent zurück, der für Diesel um 15,2 Cent. Der Tankrabatt beträgt je 17 Cent.

Textgröße ändern: