The National Times - Privat- und Güterbahnen stellen DB-Infrastrukturtochter vernichtendes Urteil aus

Privat- und Güterbahnen stellen DB-Infrastrukturtochter vernichtendes Urteil aus


Privat- und Güterbahnen stellen DB-Infrastrukturtochter vernichtendes Urteil aus
Privat- und Güterbahnen stellen DB-Infrastrukturtochter vernichtendes Urteil aus / Foto: © AFP/Archiv

Privatbahnen, Güterbahnen und der Fahrgastverband ProBahn haben ein vernichtendes Urteil über die Arbeit der seit 2024 offiziell "gemeinwohlorientierten" Deutsche-Bahn-Tochter DB Infrago gefällt. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Unternehmen des Privatbahnenverbandes mofair, des Verbandes Die Güterbahnen und von ProBahn bewerteten diese die Arbeit mit "ungenügend". So sagten 100 Prozent der befragten Güterbahnbetreiber, die Leistung der DB Infrago habe sich in den vergangenen Jahren verschlechtert.

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Die Gründung der Infrago ging Anfang 2024 auf eine Bahn-Reform der Bundesregierung zurück. Das neue gemeinwohlorientierte Unternehmen ging aus dem Zusammenschluss der bisherigen Töchter DB Netz und DB Station&Service hervor.

In der mittlerweile dritten Befragung zur Arbeit der DB Infrago war von 36 teilnehmenden Unternehmen nur eines der Auffassung, dass sich die Betriebsqualität seither verbessert habe. Während alle Güterverkehrsbetreiber die Betriebsqualität als schlechter bewerteten, halten sie im Personenverkehr nur wenige für unverändert. Nur jedes zehnte Unternehmen hält der Befragung zufolge das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Trassenpreisen für zufriedenstellend, zwei Drittel bewerten es als sehr schlecht.

Den Angaben zufolge gab es damit gegenüber der Zeit vor der Fusion eine deutliche Verschlechterung; damals sprach zumindest ein gutes Drittel der Unternehmen von einem zufriedenstellenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch bei der Kundenorientierung komme nur jedes zehnte Unternehmen zu dem Ergebnis, dass sich Kundenorientierung des bundeseigenen Infrastrukturbetreibers verbessert habe.

Als "besonders verheerend" bezeichnen die Verbände das Echo rund um das Thema Bauen im Netz. Kein einziges der befragten Unternehmen erkenne eine Verbesserung der Baustellenkommunikation. Drei Viertel stellten für die vergangenen gut zwei Jahre hingegen eine abermalige Verschlechterung fest. Auch die Planbarkeit und Verlässlichkeit von Baustellen würden entweder als "schlecht" (44 Prozent) oder "sehr schlecht" (50 Prozent) bewertet.

Mofair-Geschäftsführer Matthias Stoffregen forderte das Bundesverkehrsministerium auf, seit Jahren angemahnte Reformschritte umzusetzen. Neele Wesseln, Geschäftsführerin der Güterbahnen, erklärte, "wir vertrauen nicht mehr auf Selbstheilungskräfte der DB Infrago". Die Umfrage sei der finale Weckruf an den Bund. Lukas Iffländer, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, forderte ein "öffentliches, ehrliches Reporting mit Terminen ", damit transparent werden, ob die Infrago ihre Versprechen halte.

R.Hawkins--TNT

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