The National Times - Weniger Jugendliche trinken Alkohol - Rauschtrinken bei Männern weiter verbreitet

Weniger Jugendliche trinken Alkohol - Rauschtrinken bei Männern weiter verbreitet


Weniger Jugendliche trinken Alkohol - Rauschtrinken bei Männern weiter verbreitet
Weniger Jugendliche trinken Alkohol - Rauschtrinken bei Männern weiter verbreitet / Foto: © AFP/Archiv

Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland trinken Alkohol. Bei jungen Männern bleibt das Rauschtrinken allerdings weiterhin auf einem hohen Niveau, während bei jungen Frauen ein Rückgang exzessiven Trinkens zu beobachten ist, wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit am Donnerstag in Köln mitteilte.

Textgröße ändern:

Rauschtrinken bedeutet, dass bei einer Gelegenheit größere Mengen Alkohol getrunken werden. Das ist für junge Menschen besonders riskant, weil sich Gehirn und Körper noch entwickeln. Alkohol kann diese Prozesse stören und erhöht zugleich das Risiko für Unfälle, Verletzungen und riskantes Verhalten. Das Gehirn ist mit 18 Jahren noch nicht ausgereift. Bis mindestens Anfang 20 laufen dort wichtige Entwicklungsprozesse ab, die der Alkohol beeinträchtigen kann.

In der Befragung gaben jeweils knapp 15 Prozent der männlichen sowie weiblichen Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren an, sich in den vergangenen 30 Tagen einen Rausch angetrunken zu haben. Damit war Rauschtrinken ähnlich weit verbreitet wie vor der Coronapandemie. Vor allem bei den jungen Männern zwischen 18 und 25 Jahren veränderte sich dieses Trinkverhalten kaum - 2025 lag der Anteil der Rauschtrinker bei 45,8 Prozent.

Bei den jungen Frauen gab es hingegen zwischen 2023 und 2025 einen deutlichen Rückgang. 26,1 Prozent gaben zuletzt an, sich in den vergangenen 30 Tagen zu einer Gelegenheit übermäßig Alkohol getrunken zu haben. Zuvor hatten die Werte bei jungen Frauen – mit Ausnahme der Corona-Pandemie – immer bei 30 Prozent oder mehr gelegen.

Insgesamt sank der Anteil derjenigen, die in den vergangenen zwölf Monaten wöchentlich Alkohol konsumierten, deutlich und erreichte im zurückliegenden Jahr mit 6,8 Prozent bei Jugendlichen und 25,0 Prozent bei jungen Erwachsenen einen historischen Tiefstand.

Besonders unter den jüngeren Befragten ging der Anteil jener mit Alkoholerfahrung zurück. Im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren hatten im Jahr 2025 insgesamt 60,7 Prozent der männlichen und 57,0 Prozent der weiblichen Jugendlichen zumindest einmal im Leben Alkohol getrunken. Das war rund ein Drittel weniger als 2001.

Jugendliche sind heutzutage zudem älter als noch vor 20 Jahren, wenn sie das erste Mal zum Glas oder zur Flasche greifen, wie die Studie zeigt. So erhöhte sich das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol von 14,1 Jahren in 2004 auf 15,1 Jahre im Jahr 2025.

Für die aktuelle sogenannte Drogenaffinitätsstudie wurden zwischen April und Juli 2025 rund 7000 junge Menschen im Alter von zwölf bis 25 Jahren befragt.

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), nannte es "ermutigend", dass junge Menschen heute seltener trinken, später damit beginnen und dass der regelmäßige Konsum "auf einem historischen Tiefstand" liegt. Er sieht aber keinen Grund zur Entwarnung. Die Abschaffung des begleiteten Trinkens ab 14 Jahren sei daher ein längst überfälliger Schritt.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Benzinpreis steigt auf neues Allzeithoch

Der Benzinpreis an den deutschen Tankstellen hat ein neues Allzeithoch erreicht. Der Liter Super E10 kostete am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,215 Euro, wie der ADAC in München am Donnerstag mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstpreis von März 2022 übertroffen.

E-Auto-Trend setzt sich fort: Anteil an Neuzulassungen steigt über 32 Prozent

Fast jedes dritte neu zugelassene Auto in Deutschland ist im August ein reiner Elektro-Pkw gewesen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mitteilte, legten die Neuzulassungen von E-Autos (BEV) im Vergleich zum Vorjahresmonat um 75,1 Prozent auf 68.930 Pkw zu. Gemessen an allen Neuzulassungen entspricht dies einem Anteil von 32,4 Prozent.

Super E10 erreicht nach neuer Eskalation im Irankrieg nominalen Preisrekord

Der bundesweite Tagesdurchschnitt für Super E10 ist auf 2,215 Euro je Liter gestiegen und hat damit den bisherigen nominalen Rekord aus dem Jahr 2022 übertroffen.

Weitere Wirtschaftsinstitute heben Wachstumsprognose für 2026 deutlich

Die Konjunktur zieht wieder an: Weitere Wirtschaftsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich nach oben korrigiert. Das Kiel Institut (IfW) und das Leibniz-Institut aus Essen (RWI) erwarten nun eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent, das Münchener Ifo-Institut sogar um 1,4 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilten. Im Vergleich zur vorherigen Prognose hoben die Institute ihre Erwartungen damit um 0,5 bis 0,6 Prozentpunkte an.

Textgröße ändern: