The National Times - Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin

Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin


Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin
Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin / Foto: © AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump und das Weiße Haus haben eine Reporterin des Senders CNN wegen einer Frage zu einer engen Mitarbeiterin Trumps scharf attackiert und beleidigt. "Eines Tages werden Ihre Kinder auf Ihre widerwärtige und unmenschliche Frage stoßen", schrieb das Weiße Haus am Montag im Onlinedienst X an die Journalistin Kristen Holmes gerichtet.

Textgröße ändern:

Holmes hatte bei einer Veranstaltung im Weißen Haus zur Ehrung eines jungen Rettungsschwimmers eine Frage mit Bezug zu Trumps persönlicher Assistentin Natalie Harp gestellt. Das Weiße Haus erklärte daraufhin, während Trump einen "Helden" im Oval Office empfange, nutze die Journalistin dies als Gelegenheit, "einen billigen Seitenhieb" auf eine von Trumps Mitarbeitern zu landen. "Diese Mistkerle sind das Niedrigste vom Niedrigen", hieß es weiter in dem X-Beitrag.

Trump lieferte sich ein Wortgefecht mit Holmes und bezeichnete die Reporterin als "sehr respektlos". Er fügte hinzu: "Sie sind eine laute, aufdringliche Person. Sie sind Fake News. Seien Sie still."

CNN erklärte, die Äußerungen gegenüber Holmes entsprächen nicht der Würde des Präsidentenamtes. "Wir stehen fest hinter Kristen und weisen diese Angriffe auf das Schärfste zurück", erklärte der Sender.

Holmes hatte Trump gebeten, auf Äußerungen des demokratischen Senators Jon Ossoff mit Bezug zu Harp zu reagieren. Ossoff hatte dem Republikaner Trump am Sonntag vorgeworfen, er wolle "seinen Ballsaal bauen und mit Natalie reisen", statt seine Arbeit zu erledigen.

Trump bedachte Ossoff daraufhin mit abfälligen Äußerungen. Der umstrittene Bau eines neuen Ballsaals am Weißen Haus ist eines von mehreren Prestigeprojekten, mit denen Trump bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit im Januar 2029 das Erscheinungsbild Washingtons prägen will.

Zuletzt war bekannt geworden, dass Harp zu den wenigen Menschen in Trumps Umfeld gehörte, die mit dem US-Präsidenten heimlich das Flugzeug wechselte, kurz bevor die Präsidentenmaschine Air Force One im Juli vom Nato-Gipfel in Ankara zurückfliegen sollte. Trump bestätigte später den Flugzeugwechsel.

Grund für das heimliche Umsteigen von der Air Force One in eine kleinere Militärmaschine war laut Medienberichten eine Morddrohung aus dem Iran gewesen. Nach Angaben der "Washington Post" stieg der Präsident für den Wechsel in den Container eines Catering-Fahrzeugs. Das "Wall Street Journal" berichtete, unter anderen US-Außenminister Marco Rubio sei an Bord der Air Force One geblieben.

Harp arbeitete früher als Fernsehmoderatorin. In den Medien wird sie auch als "menschlicher Drucker" bezeichnet, da sie Trump ständig mit ausgedruckten Informationen versorge. In dem kürzlich erschienenen Buch "Regime Change" über das Wirken des US-Präsidenten stellen die Autoren, zwei Journalisten der "New York Times", Harp als sehr loyal gegenüber Trump dar. Sie schreibe ihn "anhimmelnde" Briefe, heißt es in dem Buch. Ein Schreiben habe mit den Worten geendet: "Du bist alles für mich."

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Konjunkturerwartungen von Finanzexperten ziehen weiter an

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten sind im August weiter angestiegen. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, legte der ZEW-Index deutlich um 7,9 Punkte auf nun 34,2 Zähler zu. "Der positive Trend in den Erwartungen bekräftigt sich im August", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Dies dürfte mit den guten Quartalszahlen und dem jüngsten Exporthoch zusammenhängen."

Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 188.000 Unternehmen ihren Betrieb eingestellt. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit fast 20 Jahren nicht mehr, wie die Auskunftei Creditreform am Dienstag unter Verweis auf eine gemeinsame Untersuchung mit dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Inzwischen müssen demnach auch Unternehmen mit guter oder zumindest mittlerer Bonität schließen.

204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht

Die Apfelernte fällt in diesem Jahr voraussichtlich deutlich unterdurchschnittlich aus. Die Betriebe erwarten eine Ernte von 934.000 Tonnen - 5,4 Prozent weniger als im Zehnjahresdurchschnitt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. "Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204 000 Tonnen beziehungsweise 17,9 Prozent unterschritten", erklärten die Statistiker.

Bauernpräsident: Wetterumschwung rettet Ernte kaum

Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, erwartet kaum eine Rettung der diesjährigen Ernte durch den jüngsten Wetterumschwung. "Die Rübe oder auch späte Gemüsekulturen wie Kohl profitieren vom Regen", sagte er am Dienstag den Sendern RTL und ntv. "Dort, wo die Trockenschäden - und das gibt es insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern - stark ausgeprägt sind, beispielsweise beim Mais, da wird der Regen nichts mehr helfen"

Textgröße ändern: