The National Times - Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr

Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr


Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr
Untersuchung: 2025 zehn Prozent mehr Unternehmensschließungen als im Vorjahr / Foto: © AFP/Archiv

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland rund 188.000 Unternehmen ihren Betrieb eingestellt. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr und so viele wie seit fast 20 Jahren nicht mehr, wie die Auskunftei Creditreform am Dienstag unter Verweis auf eine gemeinsame Untersuchung mit dem Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Inzwischen müssen demnach auch Unternehmen mit guter oder zumindest mittlerer Bonität schließen.

Textgröße ändern:

"Die Krisendynamik frisst sich mittlerweile durch die gesamte Breite der Wirtschaft", erklärte Patrick-Ludwig Hantzsch von Creditreform. "Die Zahl der Marktaustritte steigt deutlich an." Derzeit stünden häufig die Probleme großer Unternehmen und Konzerne im Fokus, "die Zahl an kleinen und mittleren Unternehmen, die leise verschwinden, ist aber ist um ein Vielfaches größer".

Creditreform nennt drei maßgebliche Faktoren, die im Zusammenspiel den Betrieben schwer zu schaffen machen: technologischer Wandel, zunehmender Wettbewerbsdruck und Arbeitskräftemangel. Hinzu kämen Firmenschließungen wegen der demographischen Entwicklung: "Immer mehr Betriebe schließen, weil Firmeninhaber in den Ruhestand gehen und keinen Nachfolger finden", erklärte die ZEW-Forscherin Sandra Gottschalk. "Fast ein Drittel aller freiwilligen Schließungen erfolgt mittlerweile aus Altersgründen - deutlich mehr als noch vor zehn oder 15 Jahren."

Die Zahl freiwilliger Schließungen ist demnach sehr hoch. "Lediglich rund 13 Prozent der im Jahr 2025 erfassten Unternehmensschließungen gehen auf ein Insolvenzverfahren zurück", erklärte Gottschalk.

In der Industrie machten 11.000 Unternehmen dicht - zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie Creditreform weiter ausführte. Im Baugewerbe waren es demnach 24.000 und zwölf Prozent mehr als im Vorjahr und im Gastgewerbe 15.000 und 15 Prozent mehr.

D.S.Robertson--TNT

Empfohlen

Konjunkturerwartungen von Finanzexperten ziehen weiter an

Die Konjunkturerwartungen von Finanzexpertinnen und -experten sind im August weiter angestiegen. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, legte der ZEW-Index deutlich um 7,9 Punkte auf nun 34,2 Zähler zu. "Der positive Trend in den Erwartungen bekräftigt sich im August", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Dies dürfte mit den guten Quartalszahlen und dem jüngsten Exporthoch zusammenhängen."

Trump und Weißes Haus attackieren US-Journalistin wegen Frage zu Präsidenten-Mitarbeiterin

US-Präsident Donald Trump und das Weiße Haus haben eine Reporterin des Senders CNN wegen einer Frage zu einer engen Mitarbeiterin Trumps scharf attackiert und beleidigt. "Eines Tages werden Ihre Kinder auf Ihre widerwärtige und unmenschliche Frage stoßen", schrieb das Weiße Haus am Montag im Onlinedienst X an die Journalistin Kristen Holmes gerichtet.

204.000 Tonnen weniger als im Vorjahr: Apfelernte voraussichtlich schlecht

Die Apfelernte fällt in diesem Jahr voraussichtlich deutlich unterdurchschnittlich aus. Die Betriebe erwarten eine Ernte von 934.000 Tonnen - 5,4 Prozent weniger als im Zehnjahresdurchschnitt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. "Die besonders gute Apfelernte des Vorjahres wird voraussichtlich um 204 000 Tonnen beziehungsweise 17,9 Prozent unterschritten", erklärten die Statistiker.

Bauernpräsident: Wetterumschwung rettet Ernte kaum

Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, erwartet kaum eine Rettung der diesjährigen Ernte durch den jüngsten Wetterumschwung. "Die Rübe oder auch späte Gemüsekulturen wie Kohl profitieren vom Regen", sagte er am Dienstag den Sendern RTL und ntv. "Dort, wo die Trockenschäden - und das gibt es insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern - stark ausgeprägt sind, beispielsweise beim Mais, da wird der Regen nichts mehr helfen"

Textgröße ändern: