The National Times - Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt

Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt


Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt
Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt / Foto: © AFP

Das britische Wirtschaftswachstum ist im zweiten Quartal etwas geringer ausgefallen als zu Jahresbeginn. Die Wirtschaftsleistung legte um 0,4 Prozent zu, nach 0,6 Prozent im ersten Quartal, wie das Nationale Statistikamt (ONS) am Donnerstag mitteilte. "Das Wachstum hat sich verlangsamt (...), blieb aber relativ robust", erklärte ONS-Statistikerin Liz McKeown. Demnach war "der Dienstleistungssektor erneut der wichtigste Motor" der Wirtschaft.

Textgröße ändern:

Die Entwicklung entspricht in etwa den Erwartungen der Analysten. Allerdings könnte der britischen Wirtschaft ein weiteres Abflauen des Wachstums bevorstehen. "Die Wirtschaft hat eine willkommene Widerstandsfähigkeit bewiesen", erklärte die britische Handelskammer. Doch diese Zahlen "dürfen nicht über die Vielzahl von Kostenfaktoren hinwegtäuschen, die das langfristige Wachstum der Unternehmen bremsen".

Die Kaufkraft der Briten hat mit der hohen Inflation stark nachgelassen. Der Irankrieg führte nun zu starken Preisanstiegen bei Kraftstoffen, die erneut Inflationsängste schüren. Im Juni war die Teuerungsrate zwar auf 2,6 Prozent zurückgegangen, doch Ökonomen gehen davon aus, dass diese Entspannung von kurzer Dauer sein dürfte.

"Die Energiekrise wird Haushalte und Unternehmen im dritten Quartal wahrscheinlich hart treffen", erklärte der Chefökonom der Deutschen Bank für Großbritannien, Sanjay Raja, und verwies auf steigende Gas- und Stromrechnungen sowie die Spritpreise.

R.Campbell--TNT

Empfohlen

Trotz Vollkasko: Versicherung muss zu hohe Werkstattrechnung nicht ganz bezahlen

Die Kaskoversicherung muss nicht für übertrieben hohe Reparaturkosten am Auto aufkommen. Unberechtigte Teile der Rechnung muss sie nicht erstatten, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Mittwoch entschied. Geklagt hatte eine Frau, deren Wagen vollkaskoversichert ist. (Az. IV ZR 235/25)

Extremsommer hat höherprozentigen Champagner zur Folge

Wegen der extremen Klimabedingungen darf Champagner in diesem Jahr bis zu 15 Prozent Alkohol enthalten. Eine Ausnahmegenehmigung erlaube Winzern die Produktion von höherprozentigem Chapagner, da die Trauben bereits bei der Ernte einen hohen Alkoholgehalt aufwiesen, teilte der Branchenverband am Mittwoch mit. Üblicherweise hat Champagner zwölf Prozent Alkohol.

Digitalministerium: Digitale Brieftasche "d-you" startet am 2. Januar

Führerschein, Personalausweis und Krankenkassenkarte in einer App - am 2. Januar will das Digitalministerium dafür das staatliche Angebot "d-you" freischalten. Minister Karsten Wildberger (CDU) stellte am Mittwoch den Namen, das Logo und die ersten Partner für die Umsetzung der digitalen Brieftasche vor. Perspektivisch sollen auf dieser Plattform auch viele weitere Dokumente gespeichert werden können, von Uni-Zeugnisse und Gehaltsabrechnungen bis hin zum Mitarbeiterausweis oder der Kundenkarte.

RKI: Knapp vier von fünf Menschen ab 65 Jahren bewegen sich zu wenig

Knapp vier von fünf Menschen ab 65 Jahren in Deutschland bewegen sich laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) zu wenig. 78 Prozent sind davon betroffen, wie das RKI am Mittwoch in Berlin mitteilte. Demnach kommen chronische Erkrankungen bei Menschen über 65 Jahren häufig vor. Sie hängen mit verhaltensbedingten Risikofaktoren zusammen - wie zum Beispiel Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Rauchen, starkes Übergewicht oder Alkoholkonsum.

Textgröße ändern: