The National Times - Absatz von VW im zweiten Quartal um 8,6 Prozent eingebrochen

Absatz von VW im zweiten Quartal um 8,6 Prozent eingebrochen


Absatz von VW im zweiten Quartal um 8,6 Prozent eingebrochen
Absatz von VW im zweiten Quartal um 8,6 Prozent eingebrochen / Foto: © AFP

Der Absatz von Volkswagen ist im zweiten Quartal erneut deutlich zurückgegangen: Weltweit verkaufte der Konzern mit knapp 2,1 Millionen Fahrzeugen 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie er am Freitag mitteilte. Demnach brachen die Verkäufe in China - dem wichtigsten Absatzmarkt - um 36,6 Prozent ein, während es insbesondere in Nord- und Südamerika und auch in Europa Zuwächse gab. Der Absatzrückgang bei VW hat sich damit weiter beschleunigt.

Textgröße ändern:

Besonders schmerzhaft für den Konzern ist, dass vor allem der Absatz von E-Autos zurückgeht. In Europa ist Volkswagen zwar klarer Marktführer im E-Segment und steigerte seine Verkäufe dort in den ersten sechs Monaten des Jahres um 8,4 Prozent auf 377.000 Autos. In China und in den USA kommen die E-Modelle der Wolfsburger aber offenbar nicht an: In der Volksrepublik verkaufte VW im ersten Halbjahr nur knapp 30.900 E-Autos - ein Rückgang um 47,9 Prozent - und in den USA 9800 (minus 68,8 Prozent).

Die Entwicklung in den USA führt der Konzern darauf zurück, dass dort Förderprogramme für E-Autos ausgelaufen waren. Hinzu kämen die Auswirkungen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. In China sind laut Volkswagen-Vertriebschef Marco Schubert "erste positive Impulse durch die neuen, lokal entwickelten Elektromodelle zu beobachten". Im zweiten Quartal brachen die Verkäufe dort weniger stark ein als im ersten.

"Die Volkswagen Group ist im ersten Halbjahr außerhalb Chinas insgesamt um rund zwei Prozent gewachsen", betonte Schubert. "Insbesondere in Südamerika und in Europa haben wir weiter zugelegt." Zudem hob er einen stark gestiegenen Auftragsbestand für vollelektrische Fahrzeuge in Europa hervor.

M.A.Walters--TNT

Empfohlen

Sparpläne bei Volkswagen bleiben unklar - Absatz bricht weiter ein

Nach wochenlangen Spekulationen über massenhafte Stellenstreichungen und Werksschließungen bei Volkswagen bleiben die Sparpläne des Konzerns auch nach der Aufsichtsratssitzung unklar. Der VW-Betriebsrat setzte Vorstandschef Oliver Blume ein Ultimatum, er müsse sich im Laufe des Freitags "unmissverständlich" zu den Sparplänen äußern. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, Blume sei mit seinen Plänen im Aufsichtsrat "vorerst krachend gescheitert".

Ausbau der Infrastruktur als Nato-Ziel: Studie sieht Potenzial für Millionen Jobs

Ob Cybersicherheit oder Brücken, über die auch schwere Militärfahrzeuge rollen können - im Zuge ihrer massiven Ausweitung der Verteidigungsausgaben haben sich die Nato-Länder auch auf mehr Geld für sicherheitsrelevante Infrastruktur verständigt. Dies könnte einer Studie zufolge erhebliche Effekte haben: Zu erwarten seien ein "kräftiger Wachstumsschub" und europaweit die Schaffung von rund 4,4 Millionen Jobs, wie die Beratungsgesellschaft EY-Parthenon und die Deka-Bank am Freitag mitteilten. Allein in Deutschland könnten demnach rund 723.000 Arbeitsplätze entstehen.

Börsengang von Halbleiterkonzern SK Hynix an der Nasdaq erwartet

Inmitten des Wirbels um Künstliche Intelligenz (KI) will der Halbleiterkonzern SK Hynix am Freitag in New York an die Börse gehen. Das südkoreanische Unternehmen hat den Ausgabepreis an der Nasdaq bei 149 Dollar pro Aktie (gut 130 Euro) festgesetzt. SK Hynix hofft auf einen Erlös von rund 28 Milliarden Dollar.

Bundesrat stimmt über Vorrang für schnelles Bauen und Recht auf Reparatur ab

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause stimmt der Bundesrat am Freitag (ab 9.30 Uhr) über mehrere Gesetze der Bundesregierung ab - unter anderem über das Infrastruktur-Zukunftsgesetz, das Recht auf Reparatur und das Gesetz gegen die missbräuchliche Vaterschaftsanerkennung. Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz soll dafür sorgen, dass wichtige Bauvorhaben wie der Neubau maroder Brücken schneller umgesetzt werden. Verkehrsinfrastrukturen können damit zu "überragendem öffentlichem Interesse" erklärt werden.

Textgröße ändern: