The National Times - Kritik aus SPD-Fraktion an Elterngeld-Plänen von Prien

Kritik aus SPD-Fraktion an Elterngeld-Plänen von Prien


Kritik aus SPD-Fraktion an Elterngeld-Plänen von Prien
Kritik aus SPD-Fraktion an Elterngeld-Plänen von Prien / Foto: © AFP/Archiv

In der SPD-Fraktion regt sich einem Medienbericht zufolge Kritik an den Plänen von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) für eine Reform des Elterngeldes. Im Mittelpunkt des Widerstands stehe die vorgesehene Kürzung der Bezugsdauer auf zwölf Monate und die Erhöhung des Pflicht-Anteils für Väter auf drei Monate, berichtet "Politico" unter Berufung auf einen Brief des zuständigen Berichterstatters Felix Döring an die Fraktion.

Textgröße ändern:

Die geplanten Änderungen würden dazu führen, "dass in vielen Familien die bislang von der Mutter genutzten zwölf Monate faktisch auf neun Monate reduziert würden", heißt es in den Angaben zufolge in dem Brief. "Dies trifft nach meiner Einschätzung vor allem Familien mit niedrigem Einkommen."

Der Vorschlag gehe "zulasten der Familien, die sich eine dreimonatige Beteiligung der Väter finanziell nicht leisten können oder wollen", zitierte "Politico" aus dem Brief des SPD-Politikers. Außerdem greife der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz erst ab dem ersten Geburtstag des Kindes, dadurch entstehe gegebenenfalls eine zeitliche Lücke in der Betreuung.

Die SPD fordert stattdessen, die geforderten Einsparungen durch Kürzungen bei höheren Einkommen zu erbringen. "Falls Kürzungen beim Elterngeld notwendig sind, dann bitte bei den oberen zehn Prozent", schreibt Döring. "Paare mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 100.000 Euro und mehr könnten beispielsweise auf 1000 Euro Elterngeld pro Monat gedeckelt werden."

Das Familienministerium muss zu den Sparvorgaben der Regierung wie alle Ressorts beitragen - allein beim Elterngeld, dem mit Abstand größten Posten im Etat, soll das Ministerium jährlich 500 Millionen Euro einsparen. Prien will im Zuge der Reform des Elterngelds die maximale Bezugsdauer von derzeit 14 auf zwölf Monate senken. Die sogenannten Vätermonate sollen von zwei auf drei Monate erhöht werden.

Derzeit kann die Dauer des Elterngelds nur ausgeschöpft werden, wenn ein Elternteil mindestens zwei Monate nimmt. Da das meist die Väter sind, wird umgangssprachlich von Vätermonaten gesprochen.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

ÖPNV-Vergleich: Deutschland fällt in Europa leicht auf Rang fünf zurück

Deutschland ist in einem europaweiten ÖPNV-Ranking der Umweltschutzorganisation Greenpeace leicht zurückgefallen - maßgeblich wegen der Verteuerung des Deutschlandtickets. In dem Vergleich von 30 Ländern, der unter anderem auf der Bezahlbarkeit der Fahrkarten basiert, rutschte die Bundesrepublik um einen Rang auf Platz fünf ab. Die Spitzenplätze belegten erneut Malta und Luxemburg, wo der öffentliche Nahverkehr kostenlos ist. "Doch auch in Slowenien und Österreich fährt man heute günstiger als in Deutschland", erklärte Greenpeace am Mittwoch.

Inbetriebnahme von LNG-Terminal in Stade in Vorbereitung

Die Inbetriebnahme des vierten staatlich verwalteten Importterminal für Flüssiggas (LNG) in Deutschland ist nach langer Verzögerung in Vorbereitung. Das Terminal-Schiff "Energos Force" habe am Dienstag im Industriehafen Stade-Bützfleth angelegt, erklärte die staatliche Betreiberfirma Deutsche Energy Terminal (DET) am Mittwoch. Weil sich der Start der Anlage verzögert hatte, war das Schiff zwischenzeitlich nach Jordanien verchartert worden.

Von der Leyen schlägt Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren vor

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will Onlineplattformen wie Instagram, Snapchat und Tiktok für Kinder unter 13 Jahren verbieten. "Keine sozialen Netzwerke unter 13 Jahren, kein eigenes Nutzerkonto unter 15 Jahren", forderte sie am Mittwoch vor dem Europaparlament. 13- und 14-Jährige sollen Profile mit eingeschränkten Funktionen und begrenzter Nutzungszeit am Tag nutzen können, "die von Eltern eingerichtet und beaufsichtigt werden."

Bahn kündigt Direktverbindung von München nach Mailand und Rom ab Sommer 2027 an

Die Deutsche Bahn (DB) will ab Sommer 2027 eine Direktverbindung zwischen München, Mailand und Rom anbieten. Dafür sollen "modernste" italienische Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszüge eingesetzt werden, wie die DB am Mittwoch mitteilte. Ein komplett eingerichtetes Zugteil des Frecciarossa 1000 wird demnach kommende Woche auf der Messe Innotrans in Berlin gezeigt.

Textgröße ändern: