The National Times - Drei Tanker in der Straße von Hormus trotz Waffenruhe angegriffen

Drei Tanker in der Straße von Hormus trotz Waffenruhe angegriffen


Drei Tanker in der Straße von Hormus trotz Waffenruhe angegriffen
Drei Tanker in der Straße von Hormus trotz Waffenruhe angegriffen / Foto: © AFP/Archiv

Trotz der geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg sind im Bereich der Straße von Hormus drei Tanker kurz hintereinander angegriffen worden. Ein "unbekanntes Projektil" habe einen Öltanker getroffen und einen Brand ausgelöst, teilte am Dienstag die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Wenig später seien zwei weitere Schiffe angegriffen worden. Katar verurteilte den Iran für einen "inakzeptablen" Angriff auf einen katarischen Flüssigerdgas-Tanker.

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Der Öltanker sei in der Nacht zu Dienstag vor der Küste des Oman, rund acht Seemeilen östlich von Limah angegriffen worden, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit im Onlinedienst X. Es gebe keine Berichte über Verletzte oder Gefahren für die Umwelt. "Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden."

Auch die anderen Schiffe wurden vor der Küste des Oman angegriffen, eines davon laut UKMTO durch eine Drohne. Einer der angegriffenen Tanker war ein katarischer Flüssigerdgas-Tanker. Das Golfemirat Katar machte den Iran für die Attacke auf die "Al-Rekayyat" in der Nähe der Straße von Hormus "vollständig rechtlich verantwortlich". Teheran sei verantwortlich "für alle daraus entstehenden Schäden und Folgen", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Doha.

Das US-Nachrichtenportal Axios hatte am Montagabend unter Berufung auf zwei ranghohe US-Beamte von "mindestens zwei" Angriffen der iranischen Seite auf Frachtschiffe berichtet. Das Pentagon in Washington äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

Die jüngsten Angriffe schürten erneut die Sorge um die Sicherheit der Schifffahrt in der für den Welthandel bedeutenden Straße von Hormus. Im Zuge des von den USA und Israel begonnenen Iran-Krieges hatte Teheran die Meerenge de facto für die Schifffahrt geschlossen, Schiffe wurden beschossen. Die USA blockierten ihrerseits iranische Häfen. Unter anderem Katar vermittelte in dem Konflikt.

Seit der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran im vergangenen Monat hat der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder begonnen. Die genauen Regelungen zu der Meerenge sind einer der Streitpunkte zwischen Washington und Teheran für ein endgültiges Ende des Krieges.

Der Iran beharrt darauf, dass es keine Rückkehr zu den Regelungen vor dem Krieg geben werde, als die Meerenge ungehindert und kostenlos passiert werden konnte. Zudem hat Teheran Schiffe davor gewarnt, Routen außerhalb eines bestimmten Korridors entlang seiner Küste zu nutzen. Der Oman hatte einen vorübergehenden Korridor entlang seiner Küste vorgeschlagen, was Teheran ablehnte.

D.Cook--TNT

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