The National Times - US-Regierung lockert Strafzölle auf japanischen Stahl

US-Regierung lockert Strafzölle auf japanischen Stahl


US-Regierung lockert Strafzölle auf japanischen Stahl
US-Regierung lockert Strafzölle auf japanischen Stahl

In einer weiteren Abkehr vom handelspolitischen Konfrontationskurs seines Vorgängers Donald Trump hat die Regierung von US-Präsident Joe Biden eine Lockerung der Einfuhrzölle auf Stahl aus Japan angekündigt. Ab April sollen die 2018 eingeführten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahlimporte aus Japan Regierungsangaben vom Montag (Ortszeit) zufolge abgeschafft werden. Die Vergünstigung ist auf eine Gesamtmenge von bis zu 1,25 Millionen Tonnen pro Jahr beschränkt.

Textgröße ändern:

Trump hatte die Handelsbeschränkungen noch mit nationalen Sicherheitsbedenken begründet. Biden rückte davon jedoch ab. Bereits vergangenes Jahr hatte er ein Ende der Strafzölle auf Stahl aus der EU verkündet.

Die Einigung mit Japan soll die "amerikanische Stahlindustrie stärken und sicherstellen, dass ihre Arbeitskräfte wettbewerbsfähig bleiben", erklärte US-Handelsministerin Gina Raimondo. Die US-Industrie bekomme dadurch "besseren Zugang zu billigerem Stahl". Außerdem werde ein "großes Ärgernis zwischen den Vereinigten Staaten und Japan, einem unserer wichtigsten Verbündeten, beseitigt".

Die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai erklärte, das Abkommen werde den USA zusammen mit der Einigung mit der EU dabei helfen, "Chinas wettbewerbsfeindliche, nicht marktkonforme Handelsmaßnahmen im Stahlsektor zu bekämpfen und gleichzeitig die ehrgeizige globale Klima-Agenda von Präsident Biden zu erreichen".

Der Westen wirft China schon seit der Zeit vor Trump vor, Stahl zu Dumpingpreisen auf den Weltmarkt zu drücken und damit ausländische Stahlproduzenten zu zerstören. Trump weitete diese Vorwürfe allerdings auf wichtige Verbündete wie Japan und die EU aus und wollte durch die künstliche Verteuerung ausländischen Stahls und Aluminiums die heimische Industrie schützen. Japan und die USA gehören zu den fünf größten Stahlproduzenten der Welt. Davor liegen allerdings noch China, die EU sowie Indien.

Die Einigung mit Japan schafft die unter Trump erlassenen Maßnahmen nicht völlig ab. Zum einen werden die zehn Prozent Zoll auf Aluminiumimporte vorerst beibehalten. Zum anderen verkaufte Japan im letzten Jahr vor Inkrafttreten der Strafzölle, 2017, mit 1,8 Millionen Tonnen deutlich mehr Stahl an die USA als von der neuen Einigung abgedeckt.

Dementsprechend sagte Japans Außenminister Yoshimasa Hayashi am Dienstag (Ortszeit), er "bedauert", dass die USA "keine Schritte unternommen haben, um die Zölle auf Aluminium anzugehen". Die US-Ankündigung sei demnach ein "Schritt nach vorn", aber keine "vollständige Lösung".

E.Cox--TNT

Empfohlen

Zwei Nächte in Folge keine US-Angriffe im Iran: Teheran stoppt seine Attacken

Im Krieg mit dem Iran hat das US-Militär zwei Nächte in Folge keine Ziele mehr in dem Land angegriffen. Die iranische Armee kündigte daraufhin am Sonntag an, ihre Attacken in der Region ebenfalls einzustellen. Die für den weltweiten Öl- und Flüssiggastransport wichtige Straße von Hormus ist dagegen weiter umkämpft. Auseinandersetzungen gab es auch zwischen der jemenitischen Huthi-Miliz und Saudi-Arabien.

Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin in Unesco-Welterbeliste aufgenommen

Die Waldsiedlung Zehlendorf im Südwesten Berlins ist in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen worden. Das beschloss das Welterbekomitee der Organisation bei seiner aktuellen Sitzung im südkoreanischen Busan, wie die deutsche Unesco-Kommission am Sonntag in Bonn mitteilte. Die Aufnahme in die globale Liste der Kultur- und Naturerbes erfolgte demnach als Teil der so genannten Siedlungen der Berliner Moderne. Diese gehören schon seit 2008 als Beispiele für modernen Wohnungsbau zu der Welterbeliste.

Motto "Haltung ist hot": Hunderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) teilgenommen. Unter dem Motto "Haltung ist hot" zogen die Teilnehmenden bei hochsommerlichem Wetter durch das Zentrum der Bundeshauptstadt. Eine Polizeisprecherin berichtete am Nachmittag von einem friedlichen Verlauf. Später erklärte die Polizei allerdings, Teilnehmende und zwei Einsatzkräfte seien aus einer Wohnung heraus mit einer Softairwaffe beschossen worden.

Tödlicher Unfall: Kleinflugzeug stürzt auf Wohnhaus in Niedersachsen

Der Flug eines Kleinflugzeugs in Niedersachsen hat am Samstag ein tödliches Ende genommen: Die Maschine stürzte am Vormittag auf das Dach eines Wohnhauses in der Ortschaft Ganderkesee im Landkreis Oldenburg, wie die Polizei bekannt gab. Eine erste Erkundung habe ergeben, dass ein Mensch gestorben und ein weiterer vermisst sei. Das Kleinflugzeug habe "aus bislang ungeklärter Ursache" an Höhe verloren und sei auf die Wohnsiedlung gestürzt.

Textgröße ändern: