The National Times - Private Kleinwindanlagen lohnen sich finanziell kaum

Private Kleinwindanlagen lohnen sich finanziell kaum


Private Kleinwindanlagen lohnen sich finanziell kaum
Private Kleinwindanlagen lohnen sich finanziell kaum / Foto: © AFP

Private Windanlagen lohnen sich nach Angaben von Verbraucherschützern finanziell kaum. "Der Betrieb einer Kleinwindanlage ist ein sehr respektables Hobby, aber als Geldanlage wäre ein finanzieller Anteil an einer großen Anlage oder einem Windpark deutlich lukrativer", heißt es in einem aktuellen Ratgeber der Energieberatung der Verbraucherzentralen. "Kleine Windräder sind pro Watt Leistung gut dreimal so teuer wie die technisch ausgereiften Megawatt-Maschinen aus der Großserie."

Textgröße ändern:

Ein maßgebliches Problem von Windanlagen auf Privatgrundstücken oder auf dem Dach ist demnach die Höhe: Der hohe Mast großer Windanlagen ermögliche einen Betrieb an sehr vielen Tagen im Jahr, erklären die Verbraucherschützer. Auf den typischen zehn Metern Maximalhöhe von Kleinanlagen herrsche hingegen die meiste Zeit Flaute.

Anders als bei Photovoltaik (PV) gibt es für kleine Windanlagen auch nur wenige geeignete Standorte. "Generell ist Küstennähe oder eine Höhenlage von Vorteil, aber auch freie Flächen vor und hinter dem Windrad müssen vorhanden sein", erklären die Energieberater. "Denn jeder Strauch und jedes Haus in der Hauptwindrichtung sind nachteilig. Schon ein Wäldchen in 50 Metern Entfernung macht den Standort ungünstig."

Bei Windanlagen auf dem Dach ist bereits das Haus ein Hindernis: "Das Gebäude selbst verwirbelt die Windströmung und das Resultat ist ein schlechter Ertrag." Die Verbraucherschützer verweisen außerdem auf möglicherweise störende Vibrationen durch die Rotoren.

Die Verbraucherschützer raten dennoch nicht grundsätzlich von Kleinwindanlagen ab - die Anschaffung sollte jedoch sehr gut überlegt sein, eventuell mit Hilfe eines Energieberaters. "Wer alle Hürden erfolgreich nimmt und auch bereits eine PV-Anlage betreibt, wird belohnt mit mehr Unabhängigkeit - im Sommer vor allem durch Photovoltaik, im Winter durch viel Wind."

A.Robinson--TNT

Empfohlen

Frankreichs Premier Lecornu will 54 Milliarden Euro einsparen

Der französische Premierminister Sébastien Lecornu plant im kommenden Jahr Einsparungen in Höhe von 54 Milliarden Euro. Dabei solle die Steuerlast gleich bleiben, sagte Lecornu in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Le Figaro". Für 2027 strebe er ein Defizit von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts an, sagte Lecornu - ein Ziel, das Finanz- und Wirtschaftsminister Roland Lescure vor wenigen Tagen noch als unrealistisch bezeichnet hatte.

Merz: Bas-Plan gegen Sozialmissbrauch am Mittwoch im Kabinett

Das Bundeskabinett wird den Aktionsplan zur Bekämpfung von Sozialleistungsmissbrauch in der kommenden Woche auf den Weg bringen. In der nächsten Sitzung am Mittwoch komme der Plan auf die Kabinettsliste, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag in Berlin. "Damit unser Sozialstaat für die da ist, die ihn wirklich brauchen. und nicht für diejenigen, die ihn ausnutzen." Der Plan von Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD), der sich vor allem gegen Sozialleistungsmissbrauch durch EU-Bürger richtet, stieß bei Verbänden auf ein gemischtes Echo.

Merz verteidigt Reformkurs: "Wir holen nach, was wir längst hätten machen müssen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die geplanten Sozialreformen verteidigt und dabei insbesondere junge Menschen in den Blick genommen. "Wir holen jetzt nach, was wir längst hätten machen müssen", sagte Merz am Donnerstag in Berlin. "Und die Sozialdemokraten gehen mit uns diesen Weg."

Drohender Streik: Micron-Beschäftigte in Taiwan lehnen Bonus von 68 Monatsgehältern ab

Angesichts eines drohenden Streiks hat der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan eine Bonuszahlung von 68 Monatsgehältern angeboten - der Belegschaft ist das aber nicht genug. Hunderte Beschäftigte folgten am Donnerstag einem Aufruf der Gewerkschaften und versammelten sich zu einer Protestkundgebung am Micron-Werk in Taoyuan.

Textgröße ändern: