The National Times - Lob für Innovationskraft: Bundesregierung will auf ukrainische Waffen setzen

Lob für Innovationskraft: Bundesregierung will auf ukrainische Waffen setzen


Lob für Innovationskraft: Bundesregierung will auf ukrainische Waffen setzen
Lob für Innovationskraft: Bundesregierung will auf ukrainische Waffen setzen / Foto: © AFP

Die Bundesregierung will die Rüstungszusammenarbeit mit der Ukraine ausbauen, um von den Erfahrungen des im Krieg befindlichen Landes zu profitieren. "Die Ukraine ist ein Land, das notgedrungen in eine unglaubliche Innovationsfähigkeit und Geschwindigkeit hineingewachsen ist", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag in Berlin. "Sie entwickeln Technologien nicht unter Laborbedingungen, sondern eben tatsächlich auf dem Gefechtsfeld." Sein Ministerium werde mehr Militär-Attachés an die deutsche Botschaft nach Kiew entsenden, um Ansprechpartner für eine engere Rüstungszusammenarbeit zu bieten.

Textgröße ändern:

Pistorius äußerte sich nach einer Gesprächsrunde in seinem Ministerium, an der neben deutschen und ukrainischen Regierungsmitgliedern auch Vertreter der deutschen Wirtschaft und des Finanzsektors teilnahmen. Deutschland habe großes Interesse an einigen Entwicklungen der ukrainischen Rüstungsindustrie, etwa Abfangdrohnen und Präzisionsraketen mit größerer Reichweite, sagte der Minister.

Durch den ukrainischen Abwehrkampf gegen Russland würden Technologien "unmittelbar unter realen Bedingungen getestet und können quasi in ganz kurzen Entwicklungszyklen weiterentwickelt und perfektioniert werden - und das Ganze oft im Rhythmus von nur wenigen Wochen", sagte Pistorius. "So erreicht die Ukraine eine beeindruckende Innovationskraft und Geschwindigkeit."

"Wir sehen, dass die Ukraine Innovationstreiber geworden ist, beispielsweise in der Drohnenabwehr", sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), der an dem Treffen teilnahm. Deutschland wolle Joint Ventures stärken, um selbst von den Innovationen der Ukraine zu profitieren.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte nach den Beratungen an, eine Kontaktstelle für deutsche Unternehmen einzurichten, die mit der Ukraine zusammenarbeiten wollen. Die Ukraine "deckt mittlerweile große Teile ihrer militärischen Bedarfe selbst und stärkt mit ihrer technologischen Leistungsfähigkeit nicht nur sich selbst, sondern auch die Sicherheit in Europa und damit auch unsere", sagte sie.

C.Stevenson--TNT

Empfohlen

Justizministerin kündigt härtere Strafen bei Angriffen auf Bahn-Beschäftigte an

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat härtere Strafen für Angriffe auf Beschäftigte von Bahn-Unternehmen angekündigt. "Wenn Fahrgäste ihre Aggressionen an Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern, Lokführerinnen und Lokführern auslassen, dann müssen wir dieser Verrohung etwas entgegensetzen", sagte Hubig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Gewerkschaftschef Martin Burkert und DB-Chefin Evelyn Palla begrüßten die Pläne Hubigs.

Einweihung von Deutschlands größtem Offshore-Windpark

64 Windräder, die rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom versorgen können: In der Nordsee ist Deutschlands bislang größter Offshore-Windpark entstanden. Zur Einweihungsfeier hat das Energieunternehmen EnBW am Donnerstag (14.30 Uhr) nach Hamburg geladen. Angemeldet hat sich unter anderen Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).

Glücksspiele im Internet: BGH verhandelt über verlorene Wetteinsätze

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe befasst sich am Donnerstag (10.00 und 12.00 Uhr) erneut mit dem Thema Glücksspiele im Internet. In zwei Verhandlungen geht es um Spieler, die von Anbietern aus Malta verlorene Einsätze zurückfordern. Zahlreiche solcher Fälle liegen bei deutschen Gerichten - der BGH will die wichtigen Fragen nun grundsätzlich klären. (Az. I ZR 216/25 und I ZR 78/25)

Von der Leyen stellt Gesetzesvorschlag für Social-Media-Verbot vor

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt am Donnerstag (ab 10.00 Uhr) in Straßburg einen Gesetzesvorschlag für ein EU-weites Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren vor. Das Gesetz soll darüber hinaus vorsehen, dass 13- und 14-Jährige nur Profile mit eingeschränkten Funktionen erstellen können. Von der Leyen hatte ihre Pläne am Mittwoch bereits angekündigt, die Details sollen nun im Gesetzesvorschlag folgen.

Textgröße ändern: