The National Times - Vorsitzende des Tourismusausschusses: Preise für Flugtickets werden weiter steigen

Vorsitzende des Tourismusausschusses: Preise für Flugtickets werden weiter steigen


Vorsitzende des Tourismusausschusses: Preise für Flugtickets werden weiter steigen
Vorsitzende des Tourismusausschusses: Preise für Flugtickets werden weiter steigen / Foto: © AFP/Archiv

Die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer zum 1. Juli wird der Vorsitzenden des Tourismusausschusses des Bundestages den Preisanstieg bei Flugtickets wegen der Energiekrise nicht kompensieren können. "Natürlich werden die Ticket-Preise noch stärker anziehen", sagte die Vorsitzende des Tourismusausschusses, Anja Karliczek (CDU), der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Da sollte man sich keinen Illusionen hingeben."

Textgröße ändern:

Die Reiseverkehrsbranche erlebe momentan schwere Zeiten, erklärte Karliczek. Die beschlossene Senkung der Luftverkehrssteuer leiste nur einen ersten Beitrag dazu, "dass unsere Flughäfen und Fluglinien gegenüber der ausländischen Konkurrenz nicht noch mehr den Anschluss verlieren". Deutschland brauchen attraktive Drehkreuze, "auch für die Touristen, die zu uns kommen". Die hohen Kerosinpreise seien jedoch im Gegensatz zu nationalen Standortkosten "keine Wettbewerbsverzerrung zulasten der deutschen Flughäfen, sondern ein Preisphänomen, mit dem alle Airlines kalkulieren müssen", sagte Karliczek.

Zugleich betonte die Vorsitzende des Tourismusausschusses, derzeit sei die Versorgung mit Kerosin in Deutschland und für gebuchte Flugreisen gesichert. Sie warnte jedoch zugleich vor Risiken bei Fernreisen. In anderen Regionen der Welt herrsche durchaus Kerosinmangel. "Hier besteht schon ein Risiko für Urlauber, zum Ziel zu kommen oder wieder nach Hause", sagte Karliczek. Niemand wisse, "wie sich die Lage gerade für Fernreisen nach Asien und in den Nahen Osten entwickeln wird".

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hatte kürzlich gewarnt, in Europa könnte bereits im Mai Flugzeugbenzin knapp werden. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) warnte vor "erheblichem Schaden" für die deutsche und europäische Wirtschaft, sollte Kerosinmangel zu Einschränkungen im Flugverkehr führen. Der Iran-Krieg hat bereits einen sprunghaften Anstieg des Kerosinpreises ausgelöst, noch stärker als beim Rohöl.

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums hat Deutschland bislang 50.000 Tonnen Flugkraftstoff aus seinen Reserven freigegeben. Ministerin Katherina Reiche (CDU) hat mehrfach erklärt, aktuell gebe es keinen Kerosinmangel in der Bundesrepublik.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Störung des Bahnfunks legt Zugverkehr in ganz Deutschland lahm

Aufgrund einer bundesweiten Störung des Bahnfunks ist der Zugverkehr in ganz Deutschland derzeit lahmgelegt. Dies teilten die Deutsche Bahn und das private Bahnunternehmen Metronom am Dienstagabend mit. Die Deutsche Bahn erklärte, ihre Techniker seien "mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben".

Risse an Flugzeugflügeln: Airbus überprüft 16 Maschinen vom Typ A380

Airbus überprüft nach eigenen Angaben 16 Flugzeuge vom Typ A380, nachdem an Maschinen der Fluggesellschaften Emirates und Qantas Risse in einem wichtigen Flügelteil entdeckt wurden. Fünf Flugzeuge sollen den Angaben von Airbus vom Dienstag zufolge sofort überprüft werden.

Bundeskabinett beschließt Novelle des Energieeffizienzgesetzes

Das Bundeskabinett will in seiner Sitzung am Mittwoch ein Gesetz zur Energieeffizienz beschließen, das durch Abschwächung bisheriger Vorschriften die Wirtschaft entlasten soll. Der Gesetzentwurf führt nach Angaben des zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums die Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes für Unternehmen und den Staat auf das Maß zurück, das von den EU-Vorgaben gefordert wird. Unternehmen würden hierdurch erheblich von Bürokratiekosten entlastet, argumentiert das CDU-geführte Ministerium.

EU macht weiteren Schritt zur Einführung eines digitalen Euros

Die EU hat einen weiteren Schritt in Richtung der Einführung eines digitalen Euros gemacht. Der Finanzausschuss im EU-Parlament stimmte am Dienstag in Brüssel für einen entsprechenden Gesetzentwurf. Sollte es bei der Parlamentssitzung Anfang Juli keinen Einspruch gegen die Ausschussentscheidung geben, könnten die Verhandlungen mit den EU-Mitgliedstaaten aufgenommen werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) begrüßte die Entscheidung.

Textgröße ändern: