The National Times - Kartellamtspräsident dämpft Erwartung an rasche Entscheidungen bei bei Spritpreisen

Kartellamtspräsident dämpft Erwartung an rasche Entscheidungen bei bei Spritpreisen


Kartellamtspräsident dämpft Erwartung an rasche Entscheidungen bei bei Spritpreisen
Kartellamtspräsident dämpft Erwartung an rasche Entscheidungen bei bei Spritpreisen / Foto: © AFP/Archiv

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, hat mit Blick auf die hohen Spritpreise Erwartungen an schnelle Entscheidungen seiner Behörde gedämpft. "Auf Knopfdruck geht das nicht", sagte Mundt am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". In der Behörde seien drei Projektteams gegründet worden, die sich um die Preise an den Tankstellen, den Großhandel und der Umkehr der Beweislast beschäftigten. Es werde "unter Hochdruck" ermittelt und ausgewertet.

Textgröße ändern:

Wie lange das Verfahren dauere, könne aber nicht vorhergesagt werden, sagte Mundt. Die Verfahren zur Übergewinnsteuer, die nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine eingeführt wurde, hingen noch immer vor Gericht. "Ich hoffe nicht, dass das in unserem Fall auch so ist", sagte Mundt.

Das Bundeskartellamt sei ein Stück weit darauf angewiesen, dass Unternehmen nicht vor Gericht ziehen. Die Umkehr der Beweislast erleichtere zwar die Arbeit, trotzdem müsse ausgewertet werden. Beim Diesel habe es eine sehr starke Entkopplung vom Rohölpreis gegeben. "Und wir müssen uns eben angucken: Was hat es mit der Entkopplung auf sich?", sagte Mundt.

Der Bundestag hatte Ende März ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das auch eine Verschärfung des Kartellrechts enthielt. So wurde dem Bundeskartellamt künftig ermöglicht, einfacher gegen marktbeherrschende Unternehmen aus dem Kraftstoffbereich vorzugehen, wenn es Hinweise auf unangemessen hohe Preise gibt. Außerdem wird bei stark steigenden Preisen künftig die Beweislast umgekehrt - das heißt, dass nun Unternehmen darlegen müssen, dass ihre Preissteigerungen sachlich gerechtfertigt sind.

A.Little--TNT

Empfohlen

Brüssel erwägt strengere Regeln für Cloud-Dienste von Amazon und Microsoft

Die EU erwägt strengere Wettbewerbsregeln für die Cloud-Dienste der US-Unternehmen Amazon und Microsoft. Die EU-Kommission komme nach einer ersten Prüfung zu der vorläufigen Einschätzung, dass "die in der EU größten, beziehungsweise zweitgrößten Cloud-Computing-Dienste" als sogenannte Gatekeeper benannt werden sollten, erklärte die Brüsseler Behörde am Donnerstag. Demnach erfüllen die Dienste der beiden Tech-Riesen die Voraussetzungen, um unter das Gesetz für Digitale Märkte der EU zu fallen.

Verbraucherstimmung hellt sich leicht auf - bleibt aber verhalten

Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich etwas verbessert, bleibt aber auf niedrigem Niveau. Der Konsumklima-Index für Juli legte um 0,5 Zähler auf minus 29,2 Punkte zu, wie das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) am Donnerstag mitteilte. Der moderate Anstieg resultiert demnach aus einer etwas positiveren Einkommenserwartung.

Aufträge im Baugewerbe stagnieren im April

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im April auf demselben Niveau wie im Vormonat März geblieben. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, lag die reale Veränderung bei 0,0 Prozent. Demnach legte der Auftragseingang im Tiefbau zwar um 6,5 Prozent zu - im Hochbau sank er hingegen um 6,7 Prozent.

Bayerns Verkehrsminister fordert lückenlose Aufklärung nach massiver Störung bei Bahn

Nach der stundenlangen bundesweiten Betriebsstörung bei der Deutschen Bahn wegen eines technischen Fehlers hat Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) eine lückenlose Aufklärung gefordert. "Das muss jetzt lückenlos aufgearbeitet werden", sagte Bernreiter am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Vor allem brauche es Lösungen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt. Es müsse eine technische Lösung her, auch müsse das System resilient werden.

Textgröße ändern: