The National Times - Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit

Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit


Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit
Dröge fordert wegen Energiekrise Stromsteuersenkung und Tempolimit / Foto: © AFP

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge fordert wegen der aktuellen Energiekrise eine Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucherinnen und Verbraucher sowie ein allgemeines Tempolimit. Die Absenkung der Stromsteuer wäre "eine Entlastung, die wirklich bei den Menschen ankommen würde", sagte Dröge am Dienstag in Berlin. Hingegen sei der von Union und SPD beschlossene Tankrabatt "unsinnig" und "setzt die falschen Anreize".

Textgröße ändern:

Es ergebe keinen Sinn, bei einer Verknappung von Öl und Gas den Verbrauch auch noch zu subventionieren, warnte Dröge. Sinnvoller seien in dieser Lage Maßnahmen zum Energiesparen. Effektiv sei hier das auch von der Mehrheit der Bevölkerung befürwortete Tempolimit. Zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher empfahl Dröge neben der Senkung der Stromsteuer auch die befristete Wiedereinführung des Neun-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr sowie Direktzahlungen eines Klimagelds an die Bürgerinnen und Bürger, finanziert durch eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne.

Mit Blick auf die anstehende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung warb Dröge für Maßnahmen, die eine Beitragssenkung um zwei Prozentpunkte ermöglichen. Konkret sprach sie sich dafür aus, die Pharmaindustrie zu einem höheren Herstellerrabatt zu verpflichten. Jedoch "trauen sich Union und SPD nicht ausreichend, die Pharmaindustrie mit in die Verantwortung zu nehmen", kritisierte die Grünen-Politikerin.

Die Vorschläge der Reformkommission zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung bewertete Dröge als vorwiegend positiv. Wo dies in einzelnen Punkten nicht der Fall sei, gebe es Alternativen. Kritisch äußerte sie sich zu neuen Vorstößen aus der Union für Karenztage für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Lohnfortzahlung. Sie argumentierte, dies würde nicht nur die Beschäftigten belasten, sondern sei auch nachteilig für die Unternehmen, wenn Menschen krank zur Arbeit gingen und dann Kolleginnen und Kollegen ansteckten.

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Neptun-Werft in Rostock profitiert von weiterem Großauftrag für Offshore-Konverter

Drei Monate nach der Verkündung eines milliardenschweren Auftrags zum Bau einer Konverterplattform für die Netzanbindung von Windkraft auf See ist ein weiterer Großauftrag für die Rostocker Neptun-Werft unter Dach und Fach. Wie der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz am Donnerstag mitteilte, wurden die Verhandlungen über den Bau eines zweiten Offshore-Konverters "erfolgreich abgeschlossen". Die IG Metall Küste reagierte erfreut.

Essen im Restaurant: Senkung der Mehrwertsteuer führt nicht zu niedrigeren Preisen

Die seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants hat laut einer Studie im Auftrag der Gastro-Gewerkschaft NGG nicht zu niedrigeren Preisen für Verbraucherinnen und Verbraucher geführt. Nur ein Prozent der untersuchten Gerichte wurde günstiger, wie aus der am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie hervorgeht. Gleichzeitig gingen viele Beschäftigte der Branche angesichts einer hohen Arbeitsbelastung zunehmend "auf dem Zahnfleisch", kritisierte die Gewerkschaft.

Diesel so teuer wie nie - Auch Wirtschaftsministerin Reiche für Mehrwertsteuersenkung

An den Zapfsäulen erklimmen die Preise für Autofahrerinnen und Autofahrer weiter Rekordhöhen: Auch der Preis für einen Liter Diesel erreichte einen neuen Höchstwert. Die Politik diskutierte weiter über Entlastungen - Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sprach sich ebenfalls für eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer auf Sprit aus. Die Spediteure erklärten, dies wäre für sie "ohne Nutzen".

Social Media ab 13 Jahren und weniger Funktionen: Brüssel schlägt neue Regeln vor

Kinder unter 13 Jahren sollen keine Social-Media-Plattformen mehr nutzen dürfen, für ältere Jugendliche soll sich die Funktionsweise grundlegend ändern: Die EU-Kommission hat am Donnerstag vorgeschlagen, dass es für alle unter 18-Jährigen kein endloses Scrollen, keine Nachrichten von Fremden und nachts keine Benachrichtigungen mehr geben soll. Sie will die Plattformen damit sicherer machen. Halten sich die Betreiber nicht daran, sollen die Plattformen für Minderjährige gesperrt werden.

Textgröße ändern: