The National Times - Märkte rechnen mit Kriegsende in Nahost - Ölpreis sinkt

Märkte rechnen mit Kriegsende in Nahost - Ölpreis sinkt


Märkte rechnen mit Kriegsende in Nahost - Ölpreis sinkt
Märkte rechnen mit Kriegsende in Nahost - Ölpreis sinkt / Foto: © AFP

Die Aktienmärkte weltweit rechnen offenbar mit einem baldigen Ende des Krieges in Nahost. Die Kurse waren am Dienstag vielerorts im Aufwind und der Ölpreis gab deutlich nach. "Der Markt ist ein zukunftsorientierter Mechanismus, und derzeit preist er ein, dass der Krieg vorbei ist", erklärte Adam Sarhan, Analyst bei 50 Park Investments.

Textgröße ändern:

An der Wall Street in New York startete der wichtige Dow-Jones-Index mit einem Plus um 0,3 Prozent, der Tech-Index Nasdaq legte um 1,04 Prozent zu und der breitere S&P500 um 0,52 Prozent. Der deutsche Leitindex Dax stieg zeitweise deutlich über die Marke von 24.000 Punkten und auch die Indizes in Paris und Mailand notierten spürbar im Plus.

Die Ölpreise sackten im Laufe des Tages ab, sowohl der Preis der Nordseesorte Brent als auch die US-Referenzsorte WTI fielen deutlich unter 100 Dollar pro Barrel. Der WTI-Kurs sank um mehr als drei Prozent, der Brent-Kurs nicht ganz so stark.

Die Märkte richten ihre Aufmerksamkeit weiterhin auf die Lage im Nahen Osten, wo seit einigen Tagen ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran herrscht. Zwar waren die Friedensgespräche in Pakistan am Wochenende ergebnislos verlaufen, doch US-Präsident Donald Trump zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass der Iran ein Abkommen schließen wolle.

"Der Markt ist überzeugt, dass dieser Krieg in eine neue Phase eingetreten ist, die zum Ende der Kämpfe und zur Wiederöffnung der Seewege führen wird", erklärte Kathleen Brooks, Analystin bei XTB. Der Iran blockiert weiterhin die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus für die meisten Schiffe und seit Montag haben auch die USA ihrerseits eine Blockade der Meerenge für Schiffe verhängt, die iranische Häfen anlaufen.

R.Campbell--TNT

Empfohlen

Bericht: Bund zahlt bis zu 7,2 Milliarden für Einstieg bei Panzerhersteller KNDS

Der Bund muss nach Informationen des "Spiegel" bis zu 7,2 Milliarden Euro für den Einstieg beim Panzerhersteller KNDS zahlen. Dies berichtete das Nachrichtenmagazin am Donnerstag unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen, welche die Bundesregierung dem Haushaltsausschuss des Bundestag zur Verfügung gestellt habe. Am Freitag solle der Haushaltsausschuss über den Kauf von 40 Prozent der Anteile an dem deutsch-französischen Unternehmen abstimmen.

Tesla in Grünheide will tausend weitere Arbeitsplätze schaffen

Der US-Elektroautobauer Tesla will in seinem Werk im brandenburgischen Grünheide tausend weitere Arbeitsplätze schaffen. Die Produktion werde ab Oktober "erneut erhöht", teilte Tesla am Donnerstag mit; pro Woche sollen 7500 Fahrzeuge hergestellt werden. Dies gehe mit einer zusätzlichen Einstellung von tausend Mitarbeitenden einher.

"Wer bestellt, bezahlt": Länder hoffen bei Treffen mit Merz auf Durchbruch

Im Streit um die finanzielle Belastung der Kommunen durch vom Bund beschlossene Gesetze hoffen die Regierungschefinnen und -chefs der Länder auf einen Durchbruch beim Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag. Die Bundesländer haben sich auf einen gemeinsamen Vorschlag verständigt und fordern vom Bund die Übernahme von künftig 80 Prozent bei neuen Leistungsgesetzen und europarechtlichen Regelungen, sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) nach Beratungen mit seinen Amtskollegen in Berlin.

Bahn rät wegen Hitze von Reisen ab - Tickets ab sofort stornierbar

Die Deutsche Bahn (DB) befürchtet wegen der aktuellen Hitzewelle Störungen im Zugbetrieb und rät von Reisen ab. Die Infrastruktur werde durch die Temperaturen und weitere Probleme wie Böschungsbrände oder Starkregen massiv beeinträchtigt, warnte der Konzern. Wer seine Reise im Fernverkehr nicht antreten möchte, kann deshalb kostenlos sein Ticket stornieren. Eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent im Fernverkehr wird die DB laut ihrer Chefin Evelyn Palla erst 2035 erreichen.

Textgröße ändern: