The National Times - Industrieproduktion im Februar ohne Schwung - Einbußen im Baugewerbe

Industrieproduktion im Februar ohne Schwung - Einbußen im Baugewerbe


Industrieproduktion im Februar ohne Schwung - Einbußen im Baugewerbe

Auch vor Beginn des Iran-Kriegs ist die Industrieproduktion in Deutschland nicht recht in Schwung gekommen: Sie sank im Februar im Vormonatsvergleich um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. In der Pharmaindustrie ging die Produktion dabei stark um 4,4 Prozent zurück, in der Automobilindustrie dagegen stieg sie um 1,7 Prozent.

Textgröße ändern:

Die Produktion im gesamten Produzierenden Gewerbe inklusive Baugewerbe und Energieproduktion ging im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent zurück. Die größten Einbußen mit 1,2 Prozent gab es im Baugewerbe - "dies dürfte auch auf die zu Monatsbeginn in Teilen Deutschlands noch anhaltende außergewöhnlich heftige Kälteperiode zurückzuführen sein", wie das Bundeswirtschaftsministerium erläuterte. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich ging die Produktion hier um 0,4 Prozent zurück.

Die seit einigen Monaten bessere Unternehmensstimmung habe sich noch nicht in einen Anstieg der tatsächlichen Produktion übersetzt, erläuterte KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. "Leider wird der negative Energiepreissschock das konjunkturelle Momentum nun sicher wieder dämpfen, so dass in der kurzen Frist, mit einer Stagnation der Produktion oder - je nachdem wie sich die Lage am Golf entwickelt - einem Rückgang zu rechnen ist."

Auch der Chefanalyst der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Volker Treier, erklärte, mit einer Trendwende sei angesichts der Krise vorerst nicht zu rechnen. "Im Gegenteil, der Energiepreisschock ist eine Hypothek für die Industriekonjunktur in Deutschland." Erneut forderte Treier "endlich strukturelle Reformen, die die Wirtschaft in der Breite entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit stärken".

Der Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und weitere Länder in der Region, zudem sperrte er de facto die Straße von Hormus. Die Folge sind unter anderem stark gestiegene Energiepreise.

A.Robinson--TNT

Empfohlen

Hundertjährige überführt in Nordrhein-Westfalen Telefonbetrüger

Eine Hundertjährige hat in Nordrhein-Westfalen Telefonbetrüger überführt. Sie erkannte die Betrugsmasche, wie die Polizei Hagen am Freitag mitteilte. Demnach wurde die Frau am Donnerstag von einem Unbekannten angerufen. Dieser schilderte ihr, dass ein schwerstkranker Nachbar Geld für eine anstehende Behandlung bräuchte.

Volkswagen plant radikalen Konzernumbau - massiver Stellenabbau und Werkschließungen

Der Autokonzern Volkswagen plant einen radikalen Konzernumbau, der laut einem Medienbericht mit einem massiven Stellenabbau und Werkschließungen in Deutschland einhergehen soll. Das "Manager Magazin" berichtete am Freitag unter Verweis auf Insider von global bis zu 100.000 geplanten Stellenstreichungen, zudem sollen vier Werke dicht gemacht werden. Der Konzern bestätigte die Zahlen nicht, sprach jedoch von "tiefgreifenden" Veränderungen, die bevorstünden.

Finanzaufsicht Bafin prüft Zalando - Aktie sackt ab

Die Finanzaufsicht Bafin hat eine Prüfung der Bilanzunterlagen des Versandhändlers Zalando eingeleitet. Es gebe "konkrete Anhaltspunkte" dafür, dass der Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe, erklärt die Bonner Behörde am Freitag. Demnach geht es um Angaben rund um die Übernahme des Konkurrenten About You im vergangenen Jahr für 1,1 Milliarden Euro. Der Aktienkurs des Versandhändlers brach ein.

DGB fordert höheres Rentenniveau und verpflichtende Betriebsrenten

Die vom Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eingesetzte Rentenkommission fordert "perspektivisch" eine Rückkehr zu einem höheren Rentenniveau und will eine betriebliche Altersvorsorge zur Pflicht machen. Eine Anhebung des Renteneintrittsalters lehnt die Kommission in ihren am Freitag in Berlin veröffentlichten Empfehlungen als "verdecktes Rentenkürzungsprogramm" ab. Sie stellt sich damit in Teilen gegen die Vorschläge der von der Regierung eingesetzten Rentenkommission.

Textgröße ändern: